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Tennis: Zweiter Wimbledon-Titel für Nadal

Rafael Nadal hat zum zweiten Mal das das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gewonnen. Der spanische Weltranglisten-Erste bot zwar keine überragende Leistung, ließ dem Tschechen Tomas Berdych aber trotzdem keine Chance.

Nach dem Matchball ließ er sich in die Reste des Heiligen Rasens fallen und schlug einen Purzelbaum: Kraftpaket #link;http://www.stern.de/sport/sportwelt/rafael-nadal-90265629t.html;Rafael Nadal# hat sich den Titel in Wimbledon von Roger Federer zurückgeholt und Endspiel-Debütant Tomas Berdych die Grenzen aufgezeigt. Wie Serena Williams tags zuvor demonstrierte der Mallorquiner am Sonntag in London seine Übermacht, siegte in 2:13 Stunden mit 6:3, 7:5, 6:4 gegen den Tschechen und holte sich mit seinem 40. Sieg auf Rasen als erster Spanier den Sieg bei den All England Championships nach 2008 zum zweiten Mal.

Ein gutes Omen für den Fußball-Fan, denn damals wurden Spaniens Kicker Europameister. "Hoffentlich kommt es wieder so", sagte Nadal mit dem prunkvollen Pokal in der Hand. "Es ist mehr als ein Traum für mich nach dem schweren letzten Jahr mit den vielen Verletzungen."

Der 24-jährige Berdych, der von Montag an die Nummer acht der Weltrangliste ist, begann das Spiel zwar mutig. Aber schon bald wurde klar, dass ihm der nach jetzt acht Grand-Slam-Titeln mit allen Wassern gewaschene Nadal wenig Raum zur Entfaltung geben würde.

Wenig Brillanz, aber ausreichend Distanz

"Es gibt nur eine Chance, Nadal aus dem Rhythmus zu bringen", frotzelte BBC-Kommentator Boris Becker, "wenn man ihm die sorgsam aufgereihten Wasserflaschen umwirft." Doch selbst das hätte am Sonntag nicht viel genutzt, obwohl Nadal keine überdurchschnittliche Leistung bot. "Ich habe Rafa schon besser gesehen", sagte Becker und fügte erklärend hinzu. "Aber genau das ist es, warum er ein großer Champion ist. Er gewinnt trotzdem."

In seinem zehnten Grand-Slam-Finale und vierten in Wimbledon fehlte Nadal die Brillanz. Doch den tapfer kämpfenden Berdych, der in Roger Federer und Novak Djokovic die Nummern zwei und drei der Weltrangliste ausschaltet hatte und als zweiter Tscheche nach Jan Kodes 1973 siegen wollte, hielt er trotzdem auf Distanz. Zum zweiten Mal schaffte der nur an zwei gesetzte Weltranglisten-Erste das Double aus French Open und Wimbledon, was Björn Borg zwischen 1978 und 1980 dreimal in Serie gelungen war.

Vor den Augen des Schweden setzte Nadal seine Rekordjagd der Saison 2010 fort. Nach einem Jahr Wimbledon-Pause, in dem er wegen einer Knieverletzung tatenlos mitansehen musste, wie ihn Federer entthronte und seinen sechsten Wimbledonsieg holte, sowie der neuerlichen Blessur im Januar bei den Australian Open, ist der 24- Jährige so stark zurückgekommen wie noch nie.

Mit dem 18. Titel beim Masters in Madrid wurde er erfolgreichster Spieler dieser Serie, siegte in Monte Carlo als Erster zum sechsten Mal in Serie und gewann als erster Tennisprofi den "Clay Slam" - die drei Masters-Turniere auf Sand und die French Open in einem Jahr. Hocherfreut sagte Nadal denn auch über den braun gewordenen Rasen auf dem Center Court in Wimbledon: "Hinter der Grundlinie ist eine Menge Sand; perfekt zu spielen."

lea/DPA / DPA

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