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Tennis: Ferrero triumphiert am Weissenhof

Juan Carlos Ferrero hat nach seiner Knieverletzung beim Mercedes Cup ein glänzendes Comeback gefeiert. Der Spanier schlug in Stuttgart seinen Landsmann Pablo Andujar in zwei Sätzen eindrucksvoll und letztlich ungefährdet 6:4 und 6:0.

Juan Carlos Ferrero hat nach seiner Knieverletzung beim Mercedes Cup ein glänzendes Comeback gefeiert. Der Spanier schlug in Stuttgart seinen Landsmann Pablo Andujar in zwei Sätzen eindrucksvoll und letztlich ungefährdet 6:4 und 6:0.

Der ehemalige Weltranglisten-Erste kassierte für seinen Finalsieg beim ersten Start nach drei Monaten Zwangspause 68.850 Euro Preisgeld, einen Mercedes SLK 350 des Hauptsponsors und 250 Weltranglistenpunkte.

Ferrero nervenstark

Ferrero ließ sich auch vom widrigen Wetter nicht aus dem Konzept bringen: Wegen Dauerregens begann das Finale erst mit 2:45 Stunden Verzögerung. Der 31-Jährige nahm Andujar gleich den ersten Aufschlag ab. Als diesem ein Break zum 2:2 gelang, konterte Ferrero mit einem Re-Break. Mit einem Ass verwandelte Ferrero seinen ersten Satzball zum 6:4.

Auch im zweiten Durchgang schaffte Ferrero mit der sofortigen Service-Abnahme früh die Grundlage für den Gesamterfolg. Der Weltranglisten-85. und der 30 Positionen besser platzierte Andujar lieferten sich lange und spannende Ballwechsel. Aber schließlich brach der Routinier mit dem zweiten Break zum 3:0 den Widerstand seines sechs Jahre jüngeren Rivalen. Nach nur 79 Minuten entschied er erneut mit einem Ass das Match.

Ferrero hatte sich im Halbfinale gegen den argentinischen Qualifikanten Federico del Bonis mühsam 3:6, 6:4, 6:4 durchgesetzt. Hart kämpfen musste auch Andujar beim 6:4, 3:6, 6:4 gegen den Polen Lukasz Kubot.

Deutsche so schlecht wie seit Jahren nicht

Die Deutschen schnitten in Stuttgart so schlecht ab wie seit Jahren nicht mehr: Florian Mayer, die nationale Nummer 1, und sein Davis-Cup-Teamkollege Philipp Petzschner (beide Bayreuth) schieden nach schwachen Leistungen gleich in der ersten Runde aus. Vier weiteren Deutschen erging es ebenso. Nur der Weltranglisten-197. Cedrik-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) hatte mit seinem überraschenden Vorstoß ins Viertelfinale für einen Lichtblick gesorgt.

Als kleine Wiedergutmachung gab es wenigstens im Doppel einen Sieg mit deutscher Beteiligung. Petzschner und sein österreichischer Partner Jürgen Melzer, die Wimbledon-Gewinner von 2010, bezwangen am Samstag das spanische Duo Marcel Granollers/Marc Lopez 6:3, 6:4.

sportal.de / sportal

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