Wimbledon Federer und Scharapowa unwiderstehlich


Die Titelverteidiger eilen in Wimbledon dem Endspiel entgegen. Während Roger Federer seine imposante Siegesserie auf Gras ausweitet, steht Maria Scharapowa ihr bisher härtester Test bevor.

Der Schweizer Roger Federer zog mit 6:3, 6:4, 7:6 (8:6) über den früheren Weltranglisten- Ersten Juan Carlos Ferrero ins Viertelfinale ein und trifft auf den Chilenen Fernando Gonzalez, den er jüngst bei den French Open souverän ausgeschaltet hatte. Maria Scharapowa aus Russland fertigte im Achtelfinale Nathalie Dechy aus Frankreich 6:4, 6:2 ab und gewann ihr 21. Rasenmatch nacheinander. Scharapowa trifft im russischen Vergleich auf Nadja Petrowa. Die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport gewann das bisherige Top-Spiel im Damen-Wettbewerb gegen Kim Clijsters. Die Siegerin von 1999 setzte sich 6:3, 6:7 (4:7), 6:3 gegen die Belgierin durch, die sie zuletzt schon im Achtelfinale der French Open besiegt hatte. In einer Partie mit spielerischen Höhen und Tiefen vergab die Amerikanerin schon im zweiten Satz einen Matchball. Nächste Gegnerin ist US-Open-Siegerin Swetlana Kusnezowa, der Davenport im Vorjahr in New York im Halbfinale unterlegen war. Für Russland, das erstmals ein Quartett im Viertelfinale von London stellt, ist auch noch Anastasia Myskina dabei. Die French-Open-Siegerin von 2004 gewann die Neuauflage des damaligen Finales nach Abwehr zweier Matchbälle noch 1:6, 7:6 (9:7), 7:5 gegen Jelena Dementjewa und trifft auf die Französin Amélie Mauresmo.

Revanche für die Schwester

Die Amerikanerin Venus Williams nahm mit 6:0, 6:2 gegen Jill Craybas eindrucksvoll Revanche für die Pleite ihrer Schwester gegen die Weltranglisten-83. am Samstag, betonte aber: "Ich tue gern etwas für meine Schwester, am meisten aber für mich selbst." Nächste Kontrahentin der zweimaligen Siegerin, die zum 400. Profisieg kam, ist French-Open-Finalistin Mary Pierce.

Bei den Herren tat sich der letztjährige Finalist Andy Roddick beim 6:3, 7:6 (7:1), 6:4 über den Argentinier Guillermo Coria leichter als erwartet und spielt nun gegen den Franzosen Sébastien Grosjean. Als erster Spanier seit Manuel Orantes vor 33 Jahren erreichte Feliciano Lopez das Viertelfinale und spielt dort gegen Lleyton Hewitt aus Australien. Der Wimbledon-Gewinner von 2002 bezwang den Amerikaner Taylor Dent 6:4, 6:4, 6:7 (6:8), 6:3. Zuvor ließ Linkshänder Lopez nach seinem Erfolg über Australian-Open-Sieger Marat Safin aus Russland auch dem letztjährigen Halbfinalisten Mario Ancic aus Kroatien beim 6:4, 6:4, 6:2 keine Chance. Außerdem treffen Ex-Finalist David Nalbandian aus Argentinien und der frühere Australian-Open-Sieger Thomas Johansson aus Schweden aufeinander.

Doppel gewinnt

Die im Einzel alle ausgeschiedenen deutschen Tennisprofis kamen zum Auftakt der zweiten Woche zumindest im Doppel zu Erfolgen. Anna-Lena Grönefeld steht an der Seite von Legende Martina Navratilova schon im Viertelfinale. Die 20-Jährige aus Nordhorn und die 48 Jahre alte Amerikanerin siegten 6:3, 6:3 über Shinobu Asagoe aus Japan und Katarina Srebotnik aus Slowenien. Die auch im Mixed spielende Navratilova strebt ihren 21. Wimbledon-Titel an und wäre damit alleinige Rekordhalterin vor Billie Jean King.

Rainer Schüttler und Alexander Waske erreichten das Achtelfinale. Die beiden Daviscup-Spieler gewannen die Fortsetzung ihrer Partie gegen die Tschechen Jan Hernych und Tomas Zib 6:4, 6:7 (1:7), 6:7 (2:7), 6:2, 7:5. Das Spiel war wegen Dunkelheit beim Stand von 5:5 im fünften Satz abgebrochen worden und dauerte nur noch zehn Minuten.

Robert Semmler/DPA DPA

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