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Tennis: Nadal und Federer scheitern in Cincinnati

Die Auswirkungen des strapaziösen Vortags und seine verletzten Fingerkuppen hatten Rafael Nadal sichtlich gehandicapt. So war gegen einen stark aufspielenden Mardy Fish nichts zu holen, der souverän das Halbfinale von Cincinnati erreichte.

Zehn Tage vor den US Open steckt Rafael Nadal in einer Krise. Nachdem er in Montreal bereits früh hatte die Segel streichen müssen, überzeugte er auch in Cincinnati nicht gerade und flog im Viertelfinale gegen Mardy Fish aus dem Turnier.

Gerade einmal 100 Minuten brauchte Fish, um die Nummer zwei der Weltrangliste mit 6:3, 6:4 zu schlagen und seinen ersten Sieg im siebten direkten Duell zu feiern. Im Halbfinale trifft er nun auf den Briten Andy Murray, der sich zuvor glatt gegen Gilles Simon hatte durchsetzen können.

Doppelt gehandicapter Nadal

Allerdings muss man konstatieren, dass Nadal gleich doppelt gehandicapt in diese Partie gegangen war. Dem Spanier steckte zum einen noch das Marathon-Match vom Vortag gegen Fernando Verdasco in den Knochen, das er erst nach über dreieinhalb Stunden und drei Tiebreaks hatte gewinnen können, und ein Doppel über 70 Minuten in den Knochen. Zudem litt er immer noch unter Schmerzen in den Fingern, die er sich kurz vor Turnierbeginn an einer heißen Platte in einem japanischen Restaurant verbrannt hatte.

Nadal unterliefen so viele Fehler, seine ansonsten starke Vorhand wies eine ungewohnt hohe Streuung auf und fand nur selten das Ziel. Fish und nutzte die Schwächen des Spaniers eiskalt aus.

Nadal hatte keinen einzigen seiner insgesamt vier Breakbälle verwerten können, Fish dagegen gelang es zweimal - zum 3:1 in Satz eins und zum 3:2 im zweiten Durchgang - das Service seines Gegners zu durchbrechen und so endlich einmal Revanche für sechs klare Niederlagen in der Vergangenheit zu nehmen.

Fish mit riesigem Selbstbewusstsein

"Er hat mir sechsmal bisher in den Hintern getreten, daher ist der Sieg besonders schön", kommentierte Fish laut espn.co.uk seinen Sieg, der ihn zum zweiten Mal in Folge ins Halbfinale von Cincinnati brachte.

Gegen Murray sieht er eine gute Chance, sogar noch weiter zu komme: "Ich glaube derzeit kann ich jeden schlagen. Ich habe letzte Woche gegen Novak Djokovic im Finale ganz gut ausgesehen. Andy ist einer der besten Spieler der Welt, aber ich bin selbstbewusster als jemals zuvor."

Auch Federer ist raus

Eine Niederlage setzte es auch für Roger Federer. Der Schweizer unterlag Tomas Berdych glatt mit 2:6, 6:7. Gegen den Tschechen hatte Federer kaum etwas zu bestellen. Herausragend war einmal mehr Berdychs Aufschlag - die seit Wimbledon immer wieder eingestreuten Sonder-Trainingseinheiten hatten sich gelohnt.

Der ehemalige Weltranglistenerste konnte sich gegen das starke Service nicht einen Breakball erspielen. "Er war einfach besser als ich", lautete Federers ernüchtertes Fazit bei atptennis.com. Im Halbfinale trifft Berdych nun auf Novak Djokovic.

sportal.de / sportal

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