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Vierschanzen Tournee: Hannawald verzichtet erneut auf Qualifikation

Sven Hannawald ist seinem Ritual treu geblieben und erneut nicht zur Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen angetreten. Ingesamt konnten sich elf Deutsche qualifizieren.

Sven Hannawald ist seinem Ritual treu geblieben und erneut nicht zur Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen angetreten. Der Hinterzartener muss sich am Mittwoch im K.o.-Durchgang mit dem Österreicher Thomas Morgenstern duellieren, der am Dienstag mit 113 m den weitesten Sprung stand. «Ich brauche alle Kraft bis Bischofshofen. Noch spüre ich zwar keinen Verschleiß, aber ich sorge vor», sagte der Hinterzartener, der seit dem Tournee-Auftakt im Vorjahr in Oberstdorf stets der Qualifikation fern geblieben ist. Am Dienstag mischte er sich immerhin unter die knapp 20 000 Zuschauer und verfolgte aufmerksam den Wettbewerb.

Schmitt gegen Höllwarth


Bester Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV) war der Oberstdorfer Georg Späth als Neunter mit 108,5 m. Martin Schmitt kam dagegen nicht so gut zurecht und landete nur bei 105,5 m. «Ich bin ein bisschen müde. Mir hat die Kraft gefehlt», meinte der 24-Jährige vom SC Furtwangen. Im ersten Durchgang kommt es am Neujahrstag zum spannenden Duell zwischen dem Gesamtvierten Schmitt und dem Zweiten, Martin Höllwarth (Österreich). Insgesamt elf deutsche Springer werden dabei sein.

Adam Malysz verzichtete ebenfalls


Eigentlich hatte Hannawald damit gerechnet, die von ihm so geliebte Startnummer 50 am Mittwoch an Adam Malysz abgeben zu müssen. Der Pole verzichtete ebenfalls auf die Qualifikation, wurde auf Grund seiner besseren Platzierung im Weltcup aber als 49. vor Hannawald gesetzt. Der Tourneesieger von 2001 hatte im ersten Training mit 122 m den weitesten Sprung vor Hannwald (120) gestanden. Im zweiten Durchgang drehte der Titelverteidiger den Spieß um und lag mit 120,5 m knapp vor dem Finnen Janne Ahonen (120). «Ich schaue nicht auf die Konkurrenz. Für mich zählt nur die eigene Leistung», sagte Hannawald.

Gemeinsam mit Schmitt und Michael Uhrmann hatte er das Training zum Testen eines neuen Anzuges genutzt. «Für mich hat er sich nicht sonderlich bewährt», erklärte Schmitt danach. Er griff daher in der Qualifikation auf das alte Material zurück und wird dies sicher auch im Wettkampf tun. Hannawald wollte eine Entscheidung darüber erst am Mittwoch treffen.

Dann kommt es auch zu zwei deutschen Duellen. Jörg Ritzerfeld (Oberhof) trifft auf Kai Bracht (Oberstdorf), dessen Vereinskollege Georg Späth springt gegen Christof Duffner (Schönwald).

Eric Dobias und Gerald Fritsche, dpa

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