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WELTMEISTERSCHAFT: Deutsche Volleyballerinnen auf Erfolgskurs

Einen Tag nach dem glücklichen 3:2-Auftaktsieg gegen Tschechien bezwang die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes den dreimaligen Weltmeister Japan mit 3:1.

Die deutschen Volleyballerinnen steuern bei der Weltmeisterschaft der Frauen auf Zwischenrundenkurs. Einen Tag nach dem glücklichen 3:2-Auftaktsieg gegen Tschechien bei den 14. Titelkämpfen, die erstmals in Deutschland ausgetragen werden, bezwang die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) am Samstag den dreimaligen Weltmeister Japan mit 3:1 (25:21, 25:19, 25:27, 25:21) und hat somit gute Aussichten einen der drei ersten Plätze in der Gruppe A für die Qualifikation zur Zwischenrunde zu erreichen. Vor 5200 Zuschauern in der ausverkauften Halle Münsterland zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Hee Wan Lee am zweiten Spieltag eine deutliche Leistungssteigerung im Vergleich zum Vortag.

Zwischenrunde in Reichweite

Mit einem weiteren Erfolg im nächsten der drei noch anstehenden Vorrundenspielen gegen den EM-Dritten Bulgarien am Sonntag um 16.00 Uhr kann das deutsche Team die Tickets für die Zwischenrunde schon fast buchen. Zwar muss in der Partie gegen den favorisierten Vize- Europameister Italien (Montag, 20.30) eine Niederlage einkalkuliert werden, doch gegen Außenseiter Mexiko in der abschließenden Begegnung am Dienstag (20.30) ist ein Erfolg fest eingeplant.

Stamm-Sechs

Gegen die junge japanische Mannschaft, die beim 0:3 im Eröffnungsspiel gegen Italien Lehrgeld zahlen musste, kehrte der südkoreanische Bundestrainer am zweiten Spieltag wieder zu seiner beim erfolgreichen Grand Prix in Asien erprobten Stamm-Sechs zurück. Damit war die überraschende Nominierung der lange verletzten Tanja Hart (SSV Ulm) auf der Zuspiel-Position wieder über den Haufen geworfen. Diesmal stand Spielführerin Beatrice Dömeland (Dresdner SC) von Beginn an auf der wichtigen Position und wurde nur selten von ihrer Kollegin abgelöst.

Flinke Japanerinnen

Die nie aufsteckenden und ungeheuer flinken Japanerinnen, die zuvor nur ein Mal in elf Jahren gegen Deutschland verloren, verlangten dem deutschen Team auch in eingespielter Formation mit großem Kampfgeist und variablem Angriffsspiel einiges ab. Wie am Tag zuvor im über zweistündigen Krimi gegen Tschechien musste die Mannschaft um die fleißige Punktesammlerin Angelina Grün häufig einem Rückstand hinter laufen, kam aber in den entscheidenden Phasen zu den wichtigen Punkten. So konnten sich neben Italien-Legionärin Grün auch die Leverkusenerin Judith Sylvester in ihrem 100. Länderspiel sowie die gebürtige Kasachin Olessya Kulakowa mit gelungenen Angriffsbällen auszeichnen.

Nach dem mit 25:21 gewonnen ersten Satz, in dem die Japanerinnen lange Zeit vorne lagen, gewann das Spiel der DVV-Auswahl im folgenden Durchgang an Sicherheit. Das Team hatte seinen Rhythmus gefunden und setzte sich mit 25:19 im zweiten Satz relativ sicher durch. Mit der Unterstützung der begeisterten Fans in der Volleyball-Hochburg Münster konnten die Gastgeberinnen dann auch nach verlorenem dritten Durchgang den Matchgewinn im vierten Satz perfekt machen.

Von Morten Ritter, dpa

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