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Wintersport: Höfl-Riesch bei Mancuso-Sieg erneut Vierte

Der Ausfall von Lindsay Vonn war nur einer von vielen beim Super-G in Garmisch. Den Sieg sicherte sich ihre Teamkollegin Julia Mancuso, Maria Höfl-Riesch verpasste wie am Vortag in der Abfahrt erneut das Podium.

Maria Höfl-Riesch mühte sich direkt nach dem Heim-Weltcup, ihren zwei vierten Plätzen irgendetwas Gutes abzugewinnen. "Dafür war ich bei der WM hier zweimal Dritte, lieber so als andersrum", erinnerte sie an die zwei bronzenen Medaillen bei den Titelkämpfen in Garmisch-Partenkirchen vor einem Jahr. 

Nach der Abfahrt stand am selben Ort die Amerikanerin Lindsey Vonn zum 50. Mal im Weltcup ganz oben auf dem Podest. Den Sieg im Super-G musste sie ihrer Teamkollegin Julia Mancuso, die vor der Österreicherin Anna Fenninger und Tina Weirather (Liechtenstein), die ein Zehntel schneller als Höfl-Riesch war, überlassen. Vonn schied am Sonntag erstmals seit mehr als drei Jahren wieder in einem Speedrennen aus.

Vonn: Rekordjagd verschoben

Gleich nach dem Jubiläumssieg knuddelte Vonn noch ihre Schwester im Zielraum und verdrückte das eine oder andere Tränchen, am Tag danach war die Fahrt vorzeitig vorbei. Sie erwischte einen Schlag und wäre am Fuße der Strecke beinahe gestürzt. Athletisch stark fing sich Vonn ab. Der nächste Erfolg bei der Rekordjagd auf die Marke der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62 Erfolge) und der Schweizerin Vreni Schneider (55) muss also warten.

"Die Rekorde bedeuten alles für mich. Deshalb fahre ich, um Rekorde zu machen. 50 ist ein großer Punkt in meiner Karriere. Das zu erreichen, habe ich mir nie vorstellen können", sagte Vonn. Da kann die versammelte Elite nur anerkennend gratulieren. "Sie ist halt einfach die Beste, das wissen wir schon seit längerer Zeit. Wenn bei ihr alles passt und wenn sie so fährt, wie sie kann, dann ist sie kaum zu schlagen im Moment", lobte Maria Höfl-Riesch eine Woche nach ihrem ersten Saisonsieg in St. Moritz. In der Gesamtwertung machte sie mit nun 796 Punkten weiter Boden auf die auf Rang zwei liegende Slowenin Tina Maze (868 Zähler), die ebenfalls ausschied, gut. Hier ist nun Rang zwei hinter der weit führenden Vonn (1350) "das Ziel."

Insgesamt 14 Ausfälle in Garmisch

Mit zwei Riesenslaloms und einem Slalom geht es am kommenden Wochenende in Soldeu/Andorra weiter. Dann will der Deutsche Skiverband auch wieder auf das Podest, auf dem er sich auch im Weltcup-Ort am Fuße der Zugspitze ein Plätzchen versprochen hatte. "Wir wollten eigentlich schon bei dem Heimrennen auf dem Podium sein, das ist eigentlich der normale Anspruch. Wir sind zweimal Vierter geworden, damit kann man leben, aber es hätte a bisserl besser sein können", sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

Bei Minus 22 Grad am Samstag und minus 20 Grad am Sonntag schützten sich die Sportlerinnen mit Masken, Tapes oder Creme im Gesicht. "Ich sehe es nicht ein, dass ich mir die Haut erfrier", betonte die 21-malige Weltcup-Gewinnerin Höfl-Riesch. Sie fuhr mit einer Maske.

Neben dem Gesichtsschutz waren vor allem warme Plätze wie die Hütte am Herren-Start gefragt. "Es war ganz schön eng heute und dementsprechend warm, weil so viele Leute drin waren", schilderte Viktoria Rebensburg. Im Super-G holte sie nach zuletzt drei Ausscheidern als 20. nach einem Fahrfehler wieder Weltcup-Punkte, Veronique Hronek schied an der selben Stelle wie Vonn aus. Insgesamt war das Rennen von vielen Ausfällen geprägt: von den 52 Starterinnen kamen 14 nicht ins Ziel.

sportal.de / sportal

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