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WTA-Turnier: Tennis-Schönheit Scharapowa im Endspiel

Aber auch Kim Clijsters ist nach ihrem Tennis-Comeback weiter nicht zu stoppen. Die ehemalige Weltranglisten-Erste trifft im Finale auf Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa.

Die Belgierin Kim Clijsters hat ihren Siegeszug beim Tennisturnier in Miami fortgesetzt. Die 21 Jahre alte ehemalige Weltranglisten-Erste erreichte am Donnerstag (Ortszeit) durch einen überraschend deutlichen 6:1, 6:0-Sieg gegen die an Nummer eins gesetzte Französin Amelie Mauresmo das Endspiel des mit 3,1 Millionen Dollar dotierten Turniers. Sie feierte damit ihren 13. Erfolg hintereinander.

Im Finale am Samstag trifft Clijsters auf Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa aus Russland, die in der Vorschlussrunde die dreimalige Turniersiegerin Venus Williams aus den USA mit 6:4, 6:3 schlug. «Im Moment ist alles wunderbar», meinte Clijsters. «Ich versuche, mein Ding auf dem Platz zu machen und mich darauf zu konzentrieren, das Richtige zu tun. Außerhalb des Courts habe ich Spaß daran, viele unterschiedliche Dinge zu machen.»

Noch im vergangenen Jahr war Clijsters, die im August 2003 auf Platz ein der Weltrangliste geklettert war, beinahe in der Versenkung verschwunden. Wegen einer Verletzung am linken Handgelenk und einer Operation musste sie immer wieder längere Zeit pausieren. Erst im Februar kam sie nach der letzten dreimonatigen Unterbrechung beim Turnier in Antwerpen wieder auf die Tour zurück.

Vor zwei Wochen gewann sie dann in Indian Wells, wo sie als Weltranglisten-133. angetreten war. Im Finale schlug sie die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport. Im Halbfinale in Miami ließ die Rechtshänderin nun der Nummer zwei, Mauresmo, keine Chance. «Im Moment strotzt sie nur vor Selbstvertrauen», erkannte die Französin, die ihre eigenen Hoffnungen auf die Rückkehr an die Spitze der Weltrangliste durch die Niederlage erst einmal begraben musste.

In ihrer derzeitigen Form ist die Belgierin auch Favoritin im Finale gegen Scharapowa. Die bisherigen zwei Aufeinandertreffen entschied Clijsters jeweils für sich. Bei einem Sieg würde Clijsters als erste Spielerin seit Steffi Graf 1996 die Turniere in Indian Wells und Miami hintereinander gewinnen.

In der mit 3,45 Millionen Dollar dotierten ATP-Konkurrenz kam es in der Nacht zum Samstag im Halbfinale zum Match zwischen dem derzeit besten Tennisspieler der Welt, Roger Federer, und Altmeister Andre Agassi. Der Schweizer Weltranglisten-Erste kam im Viertelfinale zu einem 6:4, 6:2 gegen den Briten Tim Henman und gewann sein 20. Match hintereinander. Federer stellte mit seinem 30. Sieg in diesem Jahr bei nur einer Niederlage im Finale der Australian Open den Startrekord des gebürtigen Tschechen Ivan Lendl aus dem Jahr 1986 ein.

Der 34 Jahre alte Agassi ist klarer Außenseiter gegen Federer trotz seines überzeugendes Erfolges gegen seinen Landsmann Taylor Dent mit 7:5, 6:0. Fest steht, dass ein Spanier im Finale von Miami stehen wird. Im zweiten Vorschlussrundenspiel trafen in der Nacht zum Samstag die Freunde David Ferrer und Rafael Nadal aufeinander.

DPA

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