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Wohnungsnot: Neue Abzock-Masche – Mieter sollen 200 Euro Eintritt für Besichtigung bezahlen

So dreist wird die Wohnungsnot ausgenutzt. Vermieter berechnen Bearbeitungsgebühren und verlangen bis zu 200 Euro für den Zutritt zur Wohnung.

Wohnungen in der City sind hoch begehrt - manche Vermieter wollen einen Extra-Profit herausschlagen.

Wohnungen in der City sind hoch begehrt - manche Vermieter wollen einen Extra-Profit herausschlagen.

Wohnungen in Ballungsräumen werden immer teurer. Doch manchen Vermietern reichen die saftigen Mietsteigerungen noch nicht, sie kommen auf neue Tricks, die Not der Wohnungssuchenden auszunutzen.

Jeder, der sich um die Wohnung bewirbt, wird zur Kasse gebeten

Trick Nummer Eins. Der Mieter soll eine "Aufwandsentschädigung" bezahlen. Das berichtet der "Berliner Kurier". Das Blatt berichtet von einem Fall aus Berlin Weißensee, in einem Inserat wurde eine Wohnung angeboten: 2 Zimmer-Wohnung, 50 Quadratmeter, ungefähr 800 Euro warm, mit Einbauküche.

Doch als sich ein Mann bewerben wollte, stutzte er: Im Bewerbungsbogen verpflichtete er sich eine Aufwandsentschädigung von 59,50 Euro zu zahlen, für den Fall, dass er die Wohnung nicht nehme. Obendrein wurde die Wohnung als Gewerbeimmobilie vermietet. Bei einem Gewerbevertrag greifen die Klauseln nicht, die Wohnungsmieter schützen. „Diese Form ist bei uns noch nicht üblich“, sagte Siegmund Chychla vom Mieterverein Hamburg der "Hamburger Morgenpost".

Missbrauch mit einem Gewerbevertrag gibt es aber auch in anderen Städten. Mit der Gewerbeklausel lässt sich die Mietpreisbremse umgehen. Außerdem gibt es im gewerblichen Bereich nicht den umfassenden Schutz für Kündigungen, der in Deutschland für Wohnungen gilt.

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Servicekosten werden in Rechnung gestellt

Das ist aber noch nicht alles: In Berlin grassiert derzeit noch eine andere Masche. Dort müssen alle Interessenten zahlen. 250 Euro wird für die Zusendung der Unterlagen verlangt. Wer eine Besichtigung machen will, soll 200 Euro für diesen Service zahlen.

Immer wieder versuchen Schwarze Schafe, die Wohnungsnot auszunutzen. Nachdem die Mieter den Makler nicht mehr bezahlen mussten, wurde schon mehrfach versucht, den Einnahmeausfall durch Zusatzgeschäfte auszugleichen. Die Mieter wurden dann zum Beispiel zum überteuerten Kauf einer Haushaltsgrundausstattung, dem Einzugspaket gedrängt.

+++ Das Einzugspaket oder: Wie man Mietern Geld aus der Tasche zieht+++

In letzter Zeit kam es auch mehrmals zu Betrugsfälllen, in denen eine Wohnung zur Zwischenmiete angeboten wurde, weil der angebliche Hauptmieter im Ausland arbeitete. Inserat und – geklaute – Fotos wirkten echt, die Wohnungen waren auch vergleichsweise günstig. Problem nur: Der Anbieter hatte gar keinen Vertrag für die Wohnung. Nachdem Kaution und erste Miete überwiesen wurden, hörten die Interessenten nie wieder etwas von ihm.

Kra