VG-Wort Pixel

"Die grüne Boss" "Solange du kein starkes finanzielles Argument hast, brauchst du gar nicht über Ökologie zu sprechen"

Die Gründerin und Aktivistin Asher Jay will Unternehmen überzeugen, echten Klimaschutz statt Greenwashing zu betreiben. 
Die Gründerin und Aktivistin Asher Jay will Unternehmen überzeugen, echten Klimaschutz statt Greenwashing zu betreiben. 
Die in den USA lebende Gründerin und Aktivistin Asher Jay spricht im stern-Podcast-Spezial "Die grüne Boss" über Frauen in der Start-up-Szene und darüber, wie sie Unternehmen überzeugen will, echten Klimaschutz statt Greenwashing zu betreiben.

Asher Jay geht die Weltrettung pragmatisch an: Man könne die Welt so wie sie ist nicht von heute auf morgen ändern, sagt sie im stern-Podcast-Spezial "Die grüne Boss". Das hält die in Indien geborene und in den USA lebende Designerin und Aktivistin jedoch nicht davon ab, es kontinuierlich zu versuchen. Im Gespräch mit Gastgeberin Simone Menne berichtet sie, was sie dabei gelernt hat.

"Solange du kein starkes finanzielles Argument hast, brauchst du gar nicht über Ökologie zu sprechen. Besonders an Orten, die von wirtschaftlichen Interessen getrieben sind, wo es die einzige Sprache ist, die sie verstehen. Da muss man Wege finden, erneuerbare Methoden oder ökologisches und nachhaltiges Denken in die wirtschaftlichen Voraussetzungen einzubetten. Und so verkauft man es ihnen dann", sagt Jay. Sie hat keine Angst davor, mit Kritiker:innen ins Gespräch zu gehen und Überzeugungsarbeit zu leisten - gerade, wenn es um das Thema Klimaschutz geht. "Ich kenne Menschen, die ganz anders denken als ich, auch, was Werte, Wissen und Gedanken angeht und wir haben trotzdem starke Freundschaften (...) Das liegt daran, dass ich in allem nach dem Guten suche", sagt sie.

Asher Jays aktivistische Kunst schaffte es bereits auf den New Yorker Times Square

Asher Jay setzt sich besonders für den Erhalt der Tierwelt ein, vermischt dafür Kunst und Design mit Aktivismus. Eines ihrer bekanntesten Werke war eine Anti-Elfenbein-Kampagne, die Millionen Menschen auf den Werbetafeln am New Yorker Times Square erreichte. Seit kurzem ist sie auch Gründerin, will mit ihrem Tech-Start-Up mit Hilfe von Blockchain-Technologien Unternehmen vom Greenwashing abhalten. Mit Menne spricht Jay darüber, warum die Kombination von Blockchain und Umweltschutz für sie kein Widerspruch ist und was sie Frauen rät, die gründen wollen: "Hört nicht auf, egal, wieviel Widerstand ihr bekommt!"

Außerdem erzählt sie in dieser Folge von "Die grüne Boss", warum sie gern auf Partys geht, auf denen Insekten zum Essen serviert werden und warum sie ausgerechnet im ländlichen Montana und nicht etwa in New York alles fand, um ein eigenes Tech-Start-Up zu gründen.

Für Simone Menne, die seit 2021 Mitglied bei den Grünen ist, und sich bei "Deutschlands Zukunftsweisen" für Klimaschutz engagiert, ist das Klima-Special "Die grüne Boss" eine Herzensangelegenheit. "Wirtschaft und Nachhaltigkeit gehören zusammen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ambitionierter Klimaschutz essenziell für unseren langfristigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg ist. Damit das gelingt braucht es Vorbilder, die proaktiv zur Lösung unserer Probleme beitragen und ihre Macht gezielt einsetzen." Drei Folgen lang spricht sie deshalb mit Spitzenfrauen, die sich für Umweltschutz engagieren. 

In "Die Boss – Macht ist weiblich" sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem Deutsche Post DHL, Henkel) trifft Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. "Die Boss" erscheint vierzehntäglich immer mittwochs auf stern.de sowie auf Audio Now und allen gängigen Podcast-Plattformen. 

Podcasts abonnieren – so geht's!


Mehr zum Thema



Newsticker