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"DHDL" auf Vox: Diese Gründer haben bei "Die Höhle der Löwen" Deals abgeräumt

Ein Brotaufstrich aus Malz, ein Schnarch-Stopper und BHs, die passen: Bei "Die Höhle der Löwen" kämpfen diese Wochen SensoPro, SugarShape, Fovea, Nachtwächter, Kickbase und Malzit um das Geld der Jury.

Die Höhle der Löwen

Die Höhle der Löwen: Die Gründe sind dabei.

In der vierten Folge von "Die Höhle der Löwen" kämpften wieder sechs Gründer um ein Investment der Löwen. Wer mit seinem Konzept Erfolg hatte und wer nicht, erfahren Sie hier. Alle Infos zu der TV-Sendung von Vox finden Sie zudem im "Die Höhle der Löwen"-Kompakt.

Trainingsgerät aus der Schweiz: SensoPro

In dieser Folge von "Die Höhle der Löwen" treten Kaspar Schmocker (27), Florian Kuchen (27) und Jan Urfer (33) vor die Löwen. Aus der Schweiz sind die Gründer angereist, im Gepäck ihren SensoPro Trainer. Und dieses Sportgerät ist mit über zwei Metern Höhe im wahrsten Sinne des Wortes eine große Erfindung. Auf drei Quadratmetern kann hier jeder Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Ausdauer trainieren – mithilfe von flexiblen Gummibändern. Entwickelt wurde das multifunktionale Trainingsgerät von Leistungssportler Kaspar während seines Studiums. Der angehende Sportwissenschaftler holte schon nach kurzer Zeit den Juristen Florian und den Sportwissenschaftler Jan mit ins Boot. Kennengelernt haben sich die Freunde natürlich über den Sport. Florian und Jan waren direkt begeistert und investierten wie Kaspar nicht nur Zeit und Herzblut, sondern auch eigenes Kapital in das Fitnessgerät. Und das hat seinen Preis – ca. 14.000 Euro kostet den Kunden ein SensoPro Trainer. Seit drei Jahren ist der bereits auf dem Markt, über 50 Geräte stehen in Fitnesscentern, Krankenhäusern und Physiotherapiepraxen in der Schweiz. Als nächstes soll der Markteintritt in Deutschland angegangen werden. Dafür brauchen Kaspar, Florian und Jan aber nicht nur dringend Kapital, sondern auch Unterstützung in Sachen Vertrieb und Marketing. Hier fehlt es den Gründern an Know-how – und das haben die Löwen bekanntlich zur Genüge. 10 Prozent der Firmenanteile würden die drei Sportler für 350.000 Euro abgeben. 

Weil sich Carsten Maschmeyer nicht mit 10 Prozent, sondern nur im Fall von 33 Prozent der Firmenanteile beteiligen würde, erhöhen die Gründer ihr Angebot zwar noch auf 20 Prozent. Ein Deal aber kommt letztlich nicht zustande.

BHs, die passen: SugarShape

Zu klein, zu groß oder einfach nicht hübsch anzusehen – den richtigen BH und Bikini zu finden ist für viele Frauen eine Herausforderung. 80 Prozent sind unzufrieden mit ihren BHs und tragen dazu auch noch die falsche Größe. Die beiden Schwestern Sabrina Schönborn (35) und Laura Gollers (27) wollen mit SugarShape Abhilfe schaffen: "Wir befreien die Frauenwelt von schlecht sitzenden BHs!" Mittlerweile bieten sie aus ihrer eigenen Wäsche – und Badekollektion über 50 BH-Modelle an und auch das handelsübliche Größensystem entfällt. Jede Frau soll schließlich einen BH finden, der perfekt passt, toll aussieht und bequem ist. Auf SugarShape.de füllt die Kundin dazu online einen Fragebogen aus, in dem sie ihre Maße, ihren Brusttyp und ihre Wäschevorlieben angibt. Expertinnen stellen dann anhand der Ergebnisse eine Box mit passenden Sets zusammen – die sogenannte VIB (very important boobs) Box. Seit Anfang 2012 sind Sabrina und Laura am Markt und die Entwicklung kann sich sehen lassen. "Wir platzen momentan aus allen Nähten. Wir bekommen so viele Bestellungen rein, die können wir gar nicht abarbeiten. Wir haben Angst, dass uns das Geld ausgeht, um genügend Waren zu kaufen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir einen oder sogar mehrere Löwen davon überzeugen können, bei uns zu investieren, damit wir diese vielen Anfragen auch bedienen können", so Sabrina. Auch um neue Leute einzustellen und den Schritt auf den internationalen Markt zu wagen benötigen sie 500.000 Euro und würden im Gegenzug 10 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben.

Judith Williams und Frank Thelen schlagen zu - allerdings für 20 Prozent und nur in der Sendung selbst. Inzwischen steht fest: Der Deal zwischen SugarShape und den Investoren kam nie zustande.

 

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Holz zählen: Fovea bei "Die Höhle der Löwen"

In Deutschland werden jährlich rund 65 Millionen und weltweit ca. vier Milliarden Kubikmeter Holz gefällt und das muss logistisch verwaltet werden. Es ist nicht mehr zeitgemäß, mit Bleistift, Zettel und Sprühfarbe Daten zu erheben und sie anschließend per Fax zu versenden oder Millionen Holzstämme per Hand zu zählen und auszumessen. Als Informatiker erkannte Manfred Ide (31) aus Uslar die Möglichkeiten und als Technischer Forstoberinspektor das Potenzial, die Forstwirtschaft aus dem Steinzeitalter in das Digitalzeitalter zu führen: Die Fovea-App ermöglicht in wenigen Sekunden die Anzahl der Holzstämme in einem Holzpolter – einem Sammelplatz für Langholz – zu ermitteln. Innerhalb von drei Minuten können somit 1000 Stämme gezählt werden, was bis zu 97 Prozent Effizienz-Steigerung bedeutet. Der Benutzer macht mit der App einzelne Fotos des Holzpolters, die anschließend in ein einheitliches Panoramabild zusammengefasst werden. Die Stämme werden automatisch erkannt und markiert. Anschließend wird das Bild mit Geokoordinaten, der Anzahl der Stämme und einem Text gespeichert, dieser kann bspw. als PDF ausgegeben oder direkt versendet werden. Der Niedersachse bietet dazu zwei Nutzungsmodelle an: volumenbasiert von rund 10 Cent pro Kubikmeter oder eine Flatrate von 1500 Euro pro App und pro Jahr. Um unter anderem seinen Vertrieb auszubauen, benötigt er 300.000 Euro und bietet im Gegenzug sieben Prozent seiner Firmenanteile an. Frank Thelen ist beeindruckt: "Du bist die Zukunft der Apps. Richtig Smart."

Frank Thelen ist als einziger Löwe interessiert, der Markt für das Produkt ihm aber zu klein. Gründer Manfred Ide geht ohne Geld nach Hause.


Nie wieder Schnarchen: Nachtwächter

Schluss mit Schnarchen! Das verspricht Marcus Ruoff (46) mit seiner Erfindung „Nachtwächter”. Auch er gehörte lange Zeit zu den Schnarchern: "Richtig zum Problem wurde es als meine Partnerin nicht mehr schlafen konnte. Am liebsten hätte sie mich am Morgen aus dem Fenster geworfen. Aber auch für mich war es schlimm. Ich hatte leichte Atemaussetzer, konnte selbst schlecht schlafen und war dementsprechend am Morgen nicht leistungsfähig." Wie über 65 Prozent seiner Leidensgenossen schnarcht er nur in der Rückenlage und nach den ersten improvisierten Vorkehrungen entwickelte der Schwabe die Nachtwächter Schlafweste. Ein stark gepolsterter, querliegender Rückenprotektor, verhindert sanft die Rückenlage während des Schlafens. Dieses Rückenteil besteht aus einem Schaumstoffkissen, das mit Rillen versehen ist, um starkes Schwitzen zu verhindern. Auch der Stoff der Weste ist atmungsaktiv und gewährleistet so einen optimalen Tragekomfort. Nach drei bis sechs Monaten soll ein Konditionierungseffekt eintreten, so dass man die Weste im besten Falle nicht mehr benötigt. Um sein Vertriebsnetz auszubauen und auch weitere Produkte zu entwickeln möchte der Riedlinger 200.000 Euro von den Löwen und würde dafür 20 Prozent seiner Firmenanteile abgeben. Wie werden die Löwen das Absatzpotenzial der Schlafweste einschätzen?

Ralf Dümmel greift zu - und blättert 200.000 Euro für 35 Prozent hin.

Kickerliga für Freunde: Kickbase

Das Ziel der vier Gründer von Kickbase: Mit dieser App wird jeder Fußball-Fan zum Fußball-Manager! Und so geht es: Nach Gründung einer eigenen Liga mit Freunden oder Arbeitskollegen, bekommt der User ein virtuelles Budget zur Verfügung und kann sich so eine Traum-Elf zusammenstellen. Während des echten Bundesliga-Spiels erhält er für jede Aktion seiner Spieler Live-Punkte, die in Echtzeit einsehbar sind. Die Punkte, sowohl positiv als auch negativ, gibt es im Sekundentakt für über 60 reale Spielaktionen – jedes Dribbling, jeder Pass, jedes Foul auf dem Spielfeld hat direkten Einfluss auf das Punktekonto. Dementsprechend hoch oder niedrig ist der Marktwert des Spielers und somit das Ranking innerhalb der eigenen Liga. Auf dem Transfermarkt können die Spieler gekauft und verkauft werden. Zudem hat Kickbase die Bundesliga-Lizenz mit den Original-Spielernamen, Bildern und Club-Logos erworben. Damit haben sie eine ideale Verbindung zwischen dem realen Bundesligageschehen und dem virtuellem Spiel geschaffen. Um ihre App weiter nach vorne zu bringen, benötigen Anatol (28), Ante (30), Daniel(27) und Felix (34) aus München 600.000 Euro und würden 10 Prozent ihrer Firmenanteile abgeben. Eine sportliche Bewertung für das Unternehmen. 

Die Idee finden die Investoren zwar allesamt gut, der angegebene Firmenwert von 6 Millionen Euro erscheint ihnen angesichts der überschaubaren Nutzerzahl von 120.000 Usern jedoch zu hoch. Geld fließt für Kickbase keines.


Brotaufstrich als Notrettung: Malzit

"Ich habe mich eigentlich aus der Not heraus selbständig gemacht”, so Stefanie Tomljanovic (56). „Ich habe bei meinem Mann im Büro gearbeitet und da gab es finanzielle Probleme durch nicht bezahlte Aufträge. Wir mussten Leute entlassen und auch für mich war nicht mehr genug Arbeit da." Doch davon unterkriegen lässt sich die gelernte Bankkauffrau nicht. 2004 gründete sie die Manufaktur Malzit. Begonnen hat sie mit Fruchtgelees, doch bereits fünf Monate später hatte sie die Idee, Brotaufstriche auf Malzbasis herzustellen und krempelte ihr Unternehmen um. Mittlerweile bietet die 56-Jährige Mutter und Oma sieben Brotaufstriche und vier Fruchtaufstriche auf Malzbasis an. Das Besondere ist der Getreideanteil in Form von ausgewaschenem Malz, welches ihnen trotz weniger Zucker als herkömmliche Brotaufstriche einen angenehmen süßlichen Geschmack verleiht. Für die Herstellung wird der Ansatz der Bierproduktion verwendet, jedoch ohne Hopfen und ungefiltert. Dadurch entsteht ein malziger Geschmack, ein wenig wie frisches Bier, aber natürlich ohne Alkohol. Durch den Einsatz verschiedener Malzsorten erhalten die Produkte unterschiedliche Farben und Geschmacksrichtungen. Ob pure, gewürzte oder fruchtige Sorten, alle Produkte sind vegan. Für Malzithat sie ein Verfahrenspatent bekommen und sie verkauft ihre Produkte auf Messen, in regionalen Supermärkten und bei Verkostungen. Um ihren Verpackungsprozess und ihre Internetpräsenz zu optimieren, benötigt sie 40.000 Euro und bietet dafür 30 Prozent ihres Unternehmens an. Alle Löwen sind von der bodenständigen, sympathischen Steffi begeistert – doch bietet sie mit Malzit auch ein lukratives Geschäftsmodell an?  

Neben Ralf Dümmel will auch Jochen Schweizer einsteigen. Letzterer lässt seinem Jury-Kollegen am Ende den Vortritt. Für die 40.000 Euro hält der nun 30 Prozent der Firmenanteile.

Klebestift aus "DHDL": Was taugt Blufixx?
Blufixx im test: Der Klebestift aus "Die Höhle der Löwen"

Blufixx ist ein flüssiger Kunststoff, der erst unter LED-Licht aushärtet. Den Klebestift gibt es mit speziellen Klebern (für Glas, Metall und Stein oder für Plastik und Holz) und in verschiedenen Farben. Am Ende des Klebestifts befindet sich ein LED-Lämpchen.