HOME
TV-Kritik

"Höhle der Löwen": Ein Sport-Handtuch und Anti-Karies-Bonbons begeistern die Löwen

In "Die Höhle der Löwen" räumt in dieser Woche ein innovatives Sport-Handtuch die meisten Komplimente ab. Auch Zahnpflege-Bonbons mit Xylit kommen gut an. Die Höhepunkte der Sendung im Überblick.

Towell in Die Höhle der Löwen

Team-Towell in "Die Höhle der Löwen": Florian Goecke, Lennart Rieper und Paul Dudda 

Die dritte Folge "Die Höhle der Löwen" bringt neue interessante Produkte und Gründer. Zwei Deals kommen zustande, zwei andere platzen, weil die Gründer mit dem Angebot der Löwen Frank Thelen und Ralf Dümmel nicht zufrieden sind.

+++ Hier finden Sie alle Infos zur aktuellen Staffel von "Die Höhle der Löwen" +++

Teurer Reis in "Die Höhle der Löwen"

Zunächst präsentieren sich die Gründer Torben Buttjer (31) und Sohrab Mohammad (32) aus Bremen. Ihre Firma Reishunger will Schluss machen mit fader Reispampe auf deutschen Tellern. 22 Reissorten aus 14 Ländern bietet ihr Online-Shop, darunter persische Köstlichkeiten und schwarzen Reis aus Italien.

Reishunger importiert selbst 60 Tonnen Reis im Jahr und beschäftigt 47 Mitarbeiter. Damit ist die 2010 gegründete Firma schon mehr mittelständisches Unternehmen als Start-up. Dementsprechend selbstbewusst setzen die Reisverkäufer auch ihren Firmenwert an. Für 5 Prozent ihrer Unternehmensanteile wollen sie ein Investment von 450.000 Euro - das entspricht einer Bewertung von 9 Millionen Euro.

Der mitgebrachte Reis schmeckt den Löwen vorzüglich, der aufgerufene Preis dagegen weniger. "Ich habe neben Reishunger das Gefühl, Sie haben auch noch Preishunger", sagt Löwe Maschmeyer. Frank Thelen würde gerne investieren, fordert aber 20 Prozent der Anteile. Die Gründer bieten maximal zehn Prozent, der Deal platzt. "Die nächsten Jahre werden zeigen, ob es 'ne verpasste Chance für uns war oder für ihn", sagt Buttjer nach dem Pitch.

Kritik statt Geld für die vegane Naturkosmetik

Eine echte Einzelkämpferin ist die 36-jährige Hendrike Grubert. Ihre Firma Ponyhütchen vertreibt vegane Naturkosmetik. 150 Produkte hat sie im Programm, alles rührt sie selbst zusammen. Zum Beweis, wie verträglich ihre Cremes sind, isst sie vor der Löwen-Runde erstmal einen Löffel Deo. 20.000 Deo-Cremes hat sie 2015 aus eigener Kraft verkauft, ohne Werbung und Marketingaufwand. Die Herstellungskosten für ein Deo liegen bei 1,38 Euro, der Verkaufspreis bei etwa zehn Euro. Die Löwen sind trotzdem nicht überzeugt: "Ich habe bei dir zu wenig Biss gespürt", sagt Frank Thelen. Die ideale Investorin wäre Judith Williams, die bereits viele verschiedene Kosmetikprodukte vertreibt. Doch als die Löwin hört, dass die Produkte weder dermatologisch getestet noch bio-zertifiziert sind, ist sie ebenfalls raus.

Dritte Staffel auf Vox: Das sollten Sie über "Die Höhle der Löwen" wissen

Zahnpflege-Pastillen schlagen ein

Der gebürtige US-Amerikaner Randall Pitts will mit Partner Philip Kirchhof Zahnpflege-Bonbons namens penta-sense verkaufen. Der Wirkstoff Xylit ist bereits aus Zahnpflege-Kaugummis bekannt. In den Bonbons steckt aber eine höhere und damit wirksamere Dosis und man kann sie lutschen statt auf ihnen herumzukauen.

Judith Williams und Ralf Dümmel sind begeistert. Sie geben den penta-sense-Gründern 150.000 Euro für 30 Prozent ihrer Unternehmensanteile. Obwohl die Gründer eigentlich nur zehn Prozent ihrer Firma abgeben wollten, schlagen sie ein. Dümmel und Williams waren mit ihrer Vertriebspower von Anfang an die Wunschkandidaten der Beiden.

Sporthandtuch Towell haut die Löwen vom Hocker

Dass man mit einem scheinbar banalen Produkt beeindrucken kann, beweisen Lennart Rieper, Florian Goecke und Paul Dudda aus Hamburg. Mit "Towell+" präsentieren sie das aus ihrer Sicht beste Sporthandtuch der Welt. Das Handtuch soll das ideale Accessoire für Fitnessstudiogänger sein: Es verrutscht nicht auf Fitnessgeräten, verfügt über eine Reißverschlusstasche für das Handy und lässt sich mit einem Magneten an Sportgeräte hängen.

Die Gründer bieten 250.000 Euro für 20 Prozent ihres Unternehmens, kündigen aber gleichzeitig an, weiteres Produktionskapital in Millionenhöhe zu benötigen. Die Löwen sind von der Präsentation des Trios begeistert und werben nun ihrerseits um die Gunst der Gründer. Frank Thelen will einsteigen, aber Ralf Dümmel und Jochen Schweizer machen ein Konkurrenzangebot. Die Gründer entscheiden sich schließlich für das Team Dümmel/Schweizer.

Löwen verschmähen Schleifen-Business

Mit handgemachten Geschenkschleifen wollen Gabriele Fritsche und ihr Sohn Matthias die Welt erobern. Die Fritsches kommen aus Stuttgart, leben aber schon seit 25 Jahren in Portugal. Dort haben sie den Onlineshop "Schleifenparadies" aufgebaut und bereits namhafte Kunden wie Disneyland gewonnen. Nun will das Familienunternehmen Lagerflächen und Produktionsstätten für die große Nachfrage aufbauen. Für 125.000 Euro bieten sie zehn Prozent der Unternehmensanteile. Die Löwen finden das Produkt nett, doch so richtig juckt es keinen, ins Schleifen-Business einzusteigen.

Teppino macht lieber allein weiter

Teppino-Gründer David Völker will mit seinem Kompagnon Ansgar Messmer den klassischen Spielteppich revolutionieren (Teppino-Gründer Völker im Interview). Auf dem Teppino-Teppich können Kinder nicht nur mit Autos und Spielfiguren herumwuseln. Zusätzlich können sie mit einem Tablet Orte wie die Feuerwache scannen und digitale Lerninhalte abrufen. Der Vater zweier Töchter bietet den Löwen 15 Prozent für 200.000 Euro. Dümmel ist interessiert, will aber 30 Prozent. Das ist den Gründern zu viel, sie wollen lieber alleine weitermachen.