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Ende Juni 2020: Fessenheim: Akw an der Grenze zu Deutschland soll vom Netz gehen

Das Akw in Fessenheim soll im nächsten Sommer endgültig vom Netz gehen, so der Betreiber. Das Datum war zuvor bereits mehrmals verschoben worden. 

Das Kernkraftwerk in Fessenheim soll nun vom Netz genommen werden. 

Das Kernkraftwerk in Fessenheim soll nun vom Netz genommen werden. 

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Das Atomkraftwerk in Fessenheim an der Grenze zu Deutschland soll seinen Betrieb Ende Juni nächsten Jahres endgültig einstellen. Im Februar 2020 werde der erste Reaktor vom Netz genommen, teilte der Betreiber EDF am Donnerstag mit. Ende Juni soll dann der zweite und letzte Reaktor ebenfalls abgestellt werden. Seit Jahrzehnten wird das Akw als Sicherheitsrisiko eingestuft. 

Mit der Terminankündigung mache die französische Regierung nun deutlich, dass es ihr mit der Abschaltung des Kernkraftwerks ernst sei, teilte die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer mit. "Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Region und ein starkes Signal für den Zukunftsprozess Fessenheim, der damit grenzüberschreitend Fahrt aufnimmt", so Schäfer nach einem deutsch-französischem Treffen zur Zukunft der Region nach der Stilllegung. 

Gegend um Fessenheim soll Aushängeschild werden

Anfang des Jahres unterzeichnete der damalige französische Umweltminister François de Rugy im elsässischen Volgelsheim ein "Zukunftsprojekt" für die Region. Die Gegend soll demnach ein europäisches Aushängeschild für nachhaltiges Wirtschaften werden. Auch die Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg solle im Zuge dessen eventuell wiederbelebt werden. Gemeinsam werde man sich für die Reaktivierung der Strecke einsetzen, erklärte Schäfer in der Mitteilung.

Die Grünen-Atomexpertin im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl, begrüßte das konkrete Abschaltdatum. Beunruhigend seien aber zunehmende Probleme und Sicherheitsrabatte für den Betreiber, kritisierte Kotting-Uhl. EDF dürfe beispielsweise auf Sicherheitsprüfungen und bestimmte Instandhaltungen verzichten. "Die Bundesregierung muss das gegenüber der französischen Atomaufsicht ansprechen", so die Politikerin.

deb / DPA