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Konsum der Kleinen: Wofür Kinder ihr Geld ausgeben

Auch Kinder sind Kosumenten: Auf ihren Sparkonten horten sie Milliarden und laut einer Studie können sie monatlichen 27,50 Euro ausgeben, vor allem für Zeitschriften, Fastfood, Getränke und Spielzeug.

Sie sind milliardenschwer und geben ihre Kohle für Fast-Food, Süßigkeiten, Zeitschriften, Computer und Smartphones aus. Nein, die Rede ist nicht vom unerzogenen Nachwuchs reicher Promis, sondern von Deutschlands Durchschnittskindern.

Rein statistisch stehen den Kleinen 27,50 Euro pro Monat zur Verfügung. Damit stagniert zwar das Taschengeld seit fast zwei Jahren - doch die Geldgeschenke zu Feiertagen oder bei Verwandtenbesuchen steigen an. Allein zu Weihnachten, Ostern und dem Geburtstag streichen Kinder im Schnitt 189 Euro jährlich ein. Dazu bekommen rund 41 Prozent der Kinder bei guten Noten Geld oder für die Hilfe im Haushalt (23 Prozent) zugesteckt . Der geschätzte Wert des Kindergesamtvermögens liegt bei 2,42 Milliarden Euro.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Kids Verbraucheranalyse, die seit mehr als 20 Jahren das Medien - und Konsumverhalten von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren untersucht. Für die diesjährige Studie wurden 1660 Interviews mit jeweils einem Kind und einem Erziehungsberechtigten geführt - diese Gruppe repräsentiert über 5,8 Millionen Kinder. Darüber hinaus wurden Eltern von Vorschülern befragt.

Micky Maus und Smartphone

Obwohl die Kinder inzwischen mit Technik aller Art aufwachsen, greifen sie der Studie zufolge noch zu Printprodukten. Zu ihren Lieblingen am Kiosk gehören: "Das lustige Taschenbuch" und "Geolino". 74 Prozent der Befragten lesen Kinderzeitschriften. Erstaunlich ist allerdings, dass bisher wenige Kinder digitale Leseerfahrungen gemacht haben. Nur 14 Prozent haben schon auf einem Tablet oder E-Reader gelesen.

Dabei ist über die Hälfte der befragten Kinder zwischen 10 und 13 Jahren täglich online, bei den 6 bis 9 Jährigen ist es immerhin fast jedes fünfte Kind. Smartphones begünstigen diesen Trend: Schon jedes vierte Kind hat ein solches Gerät, also rund 1,5 Millionen Kinder, und damit fast doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Insgesamt sind 57 Prozent der Kleinen mobil durch Smartphone oder Handy erreichbar.

Spielen mit Apps und Stofftieren

Auch in den Kinderzimmern geht es inzwischen digital zu - allerdings nicht ausschließlich. 72 Prozent der Kinder spielen zwar mit Konsolen, doch Brettspiele (88 Prozent) oder Kartenspiele (87 Prozent) bleiben die Favouriten. Auch Puppen, Puzzle und Stofftiere sind bei den Kinder weiterhin gefragt.

Und für alle Kritiker, die glauben, dass früher alles besser war: Das liebste Getränk der Kinder ist nicht Limo oder Cola, sondern Mineralwasser.

kg