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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Heimat ist da, wo du glücklich bist

Einmal im Jahr ist die ohnehin heitere rheinische Metropole Köln besonders aus dem Häuschen: In der Karnevalssession, wird in Sachen Fröhlichkeit noch einmal eine ordentliche Schippe draufgelegt. Frank Behrendt wurde zwar im niedersächsischen Celle geboren, fühlt sich aber inzwischen als echter "Kölsche Jung".

Frank Behrendt im jecken Kostüm

Frank Behrendt im jecken Kostüm

Als ich 1998 beim Kölner Fernsehsender RTL anheuerte, hat mich an meiner neuen Wahlheimat vieles begeistert. Zum Beispiel die Lebensfreude, Toleranz und Offenheit der Menschen. Die zeigt sich auch dadurch, dass es in "Kölle am Rhing" (Köln am Rhein) faktisch keine Fremden gibt.

Clever wie die Menschen hier sind, haben sie die Bewohner der Stadt mit dem imposanten Dom nämlich in zwei Kategorien eingeteilt: "Kölsche" und "Imis". Nach strenger Definition gilt als "echter" Kölner nur, wer in 3. Generation in Köln geboren wurde. Meine Frau ist so eine, ich dagegen gelte als "Imi". Denn so werden diejenigen bezeichnet, die nicht ursprünglich aus Köln oder Umgebung stammen. Aber weil man hier ein großes "Hätz" (Herz) hat, werden auch Imis irgendwann als Kölsche eingebürgert, wenn sie mit der Stadt final warm geworden sind. So wie ich.

Anfangs musste ich meine Frau des Öfteren als Dolmetscherin nutzen, wenn mein Schwiegervater mal wieder in der kölschen Mundart loslegte. Und ich brauchte auch einige Zeit, bis ich die Texte der legendären Kölner Karnevalslieder inhaltlich verstand. Inzwischen bin ich nicht nur textsicher, sondern kann anderen Zugereisten auch den Sinn oder Unsinn der diversen Hymnen erklären. Längst habe ich gecheckt, dass die "Superjeilezick" nix mit einer Zicke zu tun hat, sondern eine romantische Liebeserklärung an eine wunderbare Zeit bedeutet. Wenn meine Freude sagen, "einmal im Jahr darf der Franky sich so anziehen wie er wirklich ist", dann liegen sie damit nicht ganz falsch. 

Und so war es mir vor ein paar Tagen wieder ein ganz besonderes Vergnügen - gemeinsam mit meiner wild kostümierten Familie an meiner Lieblingssitzung "Knatsch Verdötsch" (komplett verrückt) der "EhrenGarde der Stadt Köln 1902 e.V." teilzunehmen. Im goldenen Anzug mit blonder Langhaar-Perücke war ich in meinem Element. Und als mir der wunderbare Präsident Hans-Georg Haumann zur Feier des Tages in der ehrwürdigen "Flora" auch noch einen gewichtigen Orden am grün-gelben Bande umhängte war mein Glück perfekt.

Mittlerweile kaum vorstellbar, das ich zu meiner Anfangszeit in Köln während der Karnevalstage in den hohen Norden flüchtete. Aber da war ich schließlich noch nicht mit einem "kölsche Mädche" (einer gebürtigen Kölnerin) verheiratet. Während eines fulminanten Auftritts der Kult-Band "Paveier" stupste mich meine kleine Tochter Holly - verkleidet als sehr niedliches Reh - an und sagte: "Im goldenen Anzug siehst du viel besser aus als mit dem du sonst immer ins Büro gehst." Ich grinste und sang beim Finale die Zeile "Heimat es do, wo de glöcklich bes" (Heimat ist da, wo du glücklich bist) besonders laut mit.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.