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F. Behrendt: Der Guru der Gelassenheit: Warum meine Mutter mit 82 eine neue Visitenkarte hat

Übermorgen ist Muttertag. Einmal im Jahr sollen schließlich alle kollektiv "Danke" sagen. Verdient hätten sie es eigentlich täglich. Frank Behrendt bewundert seine Mutter für das, was sie auch im hohen Alter noch für andere leistet.  

Christel Behrendt

Christel Behrendt, 82, im heimischen Garten in Otterndorf an der Elbe

Als ich den Brief meiner Mutter öffnete, fiel mir die Visitenkarte direkt entgegen. Neben dem Schriftzug "VerA" stand der Name meiner Mutter, darunter "Ausbildungsbegleiterin". VerA steht für Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen und wird von verschiedenen Organisationen wie dem SeniorExpertenService (SES) unterstützt. In Deutschland löst etwa jeder vierte Auszubildende seinen Lehrvertrag vorzeitig auf. Nur jeder zweite setzt seine Ausbildung in einem anderen Betrieb fort.

Viele junge Erwachsene haben deshalb keinen Abschluss. Nicht nur die jungen Leute haben dadurch ein Problem, auch die Wirtschaft, denen es an Fachkräften mangelt und am Ende auch unser aller Sozialhaushalt durch fehlende Rentenbeiträge. Ein ernstes Thema in Zeiten des demographischen Wandels. Hier hilft VerA.

Ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand stehen Youngstern mit Problemen kostenlos als Mentoren zur Verfügung. Jährlich profitieren rund 3000 Azubis von den erfahrenen Coaches, die Erfolgsquote liegt bei 80 Prozent. Abschluss statt Abbruch, eine sehr lobenswerte Idee. Und meine Mutter mittendrin.

Aktuell bereitet sie eine junge Chemielaborantin auf ihre Prüfung vor. Dazu hat meine Mum erst einmal selber wieder gebüffelt, um wieder sicher im Stoff zu sein. Ich war beeindruckt. Neben der Lernhilfe unterstützen die ambitionierten Senioren die Azubis auch bei zwischenmenschlichen Problemen mit Ausbildern, Eltern oder Freunden. Der neue Job macht meiner Mutter sichtlich Freude: "Kaffeekränzchen mit alten Leuten ist einfach nichts für mich", erklärt sie mir fröhlich am Telefon. Dafür liebe ich sie, meine wunderbare Mutter – nicht nur am Muttertag.

Weitere Infos: www.vera.ses-bonn.de 

Top 5 zum Muttertag: Die besten Deine-Mudda-Witze
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.