HOME

Konkurrenz: Hahnenkämpfe unter Frauen

77 Prozent der Deutschen glauben, dass sich Frauen am Arbeitsplatz Konkurrenzkämpfe liefern und sich so gegenseitig bei ihrer Karriere behindern. Ist die weibliche Solidarität im Job nur ein Mythos?

Dies glauben 77 Prozent der deutschen Frauen, wie die Zeitschrift "freundin job@business" berichtet. Europaweit meint jeder Zweiter (49 Prozent), dass weibliche Solidarität im Job nur ein Mythos sei. Zu diesem Ergebnis kommt eine europaweite Umfrage des Online-Stellenmarktes jobpilot.de und "freundin job@business". 4.390 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, der Schweiz, Tschechien und Ungarn antworteten auf die Frage: "Hindern Frauen andere Frauen daran, im Job aufzusteigen?"

Die Einschätzung darüber, wie stark der Konkurrenzkampf ist, variiert von Land zu Land: In Italien ist die Ansicht über den weiblichen Konkurrenzkampf am weitesten verbreitet. 69 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind der Meinung, dass sich Frauen im Job gegenseitig behindern. In der Schweiz teilen nur 25 Prozent diese Auffassung. Und die deutschen Teilnehmer liegen mit 48 Prozent knapp unter dem Durchschnitt.

Frauen sind untereinander kritisch

Dass Frauen gegenüber anderen Frauen zumindest sehr kritisch sind, glauben 31 Prozent aller Teilnehmer. In Frankreich ist diese Ansicht mit 49 Prozent am weitesten verbreitet, in Tschechien mit 18 Prozent am wenigsten. Und 19 Prozent der Deutschen glauben, dass Frauen untereinander besonders kritisch sind.

Nur acht Prozent aller Teilnehmer stimmen der Aussage zu, dass Frauen über eigene Netzwerke verfügen, in denen sie sich unterstützen. In der Schweiz scheinen diese Netzwerke besonders ausgeprägt zu sein, hier teilen 18 Prozent diese Ansicht, in Deutschland sind es immerhin noch zehn Prozent. Die Franzosen scheinen von dieser Art der Unterstützung nicht viel zu halten: nur drei Prozent der Teilnehmer teilen diese Auffassung.

Tschechische Frauen bremsen sich nicht gegenseitig aus

Die Beobachtung, dass Frauen sich im Job nicht gegenseitig behindern, haben nur zwölf Prozent der Teilnehmer gemacht. In Deutschland sind es mit 13 Prozent einige mehr. Am wenigsten ausgeprägt scheint ein Konkurrenzkampf unter Frauen in Tschechien zu sein, hier haben 26 Prozent noch nie festgestellt, dass sich Frauen behindern. In Italien dagegen stimmen nur vier Prozent dieser Aussage zu.