Lehrstellen Handwerk setzt auf freiwilligen Ausbildungspakt


Um der drohenden Ausbildunsabgabe zu entgehen, will die Handwerk-Branche eine freiwillige Arbeitsvereinbarung eingehen.

Das Handwerk setzt sich für eine freiwillige Ausbildungsvereinbarung zwischen Wirtschaft und Bundesregierung ein. Ziel sei ein Ausbildungspakt für die kommenden drei Jahre, sagte der Bildungsreferent beim Zentralverband des deutschen Handwerks, Karl Spelberg, am Mittwoch in Freiburg. Nur auf diese Weise könnten die Betriebe von der drohenden Zahlung der Ausbildungsabgabe verschont werden.

Bundesarat kann Gesetz noch stoppen

SPD und Grüne hatten im Bundestag mit ihrer Mehrheit ein Gesetz zur Ausbildungsabgabe beschlossen. Betriebe ohne ausreichende Lehrlingsausbildung müssen künftig zahlen. Freiwillige Regelungen können jedoch verhindern, dass die Abgabe erhoben wird. Der Bundesrat kann das Gesetz nur mit Zweidrittelmehrheit stoppen.

Nach Worten Spelbergs wird das Handwerk gemeinsam mit anderen Wirtschaftsverbänden versuchen, bis spätestens Anfang Juli einen Ausbildungspakt mit der Regierung zu schließen. Vorher werde eine Aktion gestartet, mit der zusätzliche Betriebe zur Ausbildung animiert werden sollen. Das Handwerk sei größter Ausbilder in Deutschland. Dennoch gebe es derzeit rund 140 000 Betriebe, die nicht ausbilden, obwohl sie dies könnten.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker