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Über 2 Millionen Kunden betroffen Kreditkarte von Amazon und ADAC bald womöglich nutzlos

Kunden könnten die Kreditkarte von Amazon und ADAC künftig nicht mehr gebrauchen können (Symbolfoto)
Kunden könnten die Kreditkarte von Amazon und ADAC künftig nicht mehr gebrauchen können (Symbolfoto)
© teutopress / Imago Images
Die Kreditkarte von Amazon und ADAC könnte bald seinen Nutzen verlieren. Grund ist ein Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin. Was Kunden jetzt wissen müssen.

Der Vertrag zwischen Amazon und der Landesbank Berlin (LBB) wird zum Jahresende 2022 enden. In 2023 folgt dann das Vertragsende zwischen dem ADAC und der LBB. Davon betroffen sind rund eine Million Amazon-Kunden und 1,3 Millionen ADAC-Kunden, wie die Finanzportale "Finance Forward" und "Finanz-Szene" berichten.

Für die Kunden hat das Ende der Kooperation vorerst keine Auswirkungen. Grundsätzlich gilt: Wenn sich der Anbieter ändert, können sich auch die Konditionen ändern, wie etwa die Sollzinsen oder der Kreditrahmen. Kunden sollten deshalb genau darauf achten. Man sollte auch ein Auge auf Vorteile solcher Kreditkarten, wie mögliche Versicherungen oder Bonusprogramme, haben. Ändern sich die Konditionen, besteht ein Recht auf Sonderkündigung.

Amazon- und ADAC-Kreditkarte soll bestehen bleiben

Amazon und der ADAC wollen das Angebot ihrer Visa-Karte fortsetzen. Wer neuer Partner wird, ist aber noch nicht klar. Es werden die Banken, DKB oder die Commerzbank, gehandelt. Auch die Solarisbank, Railsbank oder Starling ist denkbar. Wahrscheinlicher ist allerdings eine Kooperation mit der deutschen Barclays.

Solange noch nicht bekannt ist, wann der Anbieterwechsel erfolgt, brauchen Kunden also nichts zu unternehmen. Dem ADAC zufolge bedeutet das Vertragsende mit der LBB keine Veränderungen für seine Kunden. "Wir planen, die bisherigen Leistungen nahtlos weiterzuführen und das Programm in der neuen Partnerschaft weiter auszubauen", sagt Jörg Helten, Vorstand der ADAC SE. Amazon äußerte sich bislang nicht zum bevorstehenden Vertragsende. Der Onlineversandhändler soll aber die Möglichkeit haben, den Vertrag eine Zeit lang fortführen zu können. Der Anbieter Visa hat darauf keinen Einfluss. Er stellt der Bank lediglich das Zahlungssystem bereit. 

Über 2 Millionen Kunden betroffen: Kreditkarte von Amazon und ADAC bald womöglich nutzlos

Grund für Vertragsende unklar

Unklar ist außerdem der Grund für die bevorstehende Trennung. Hat Amazon und der ADAC das Vertragsende eingeleitet oder eben die LBB? Dazu schweigen die Unternehmen. Indes steht fest, dass die LBB seine beiden prominentesten und größten Kunden verliert. Im Geschäftsbericht der LBB von 2020 war noch die Rede von einer "Wachstumsstrategie" mit Amazon.

Die Bank bereitet allerdings einen Umbruch innerhalb des Konzerns vor: Die Struktur aus seinen drei Geschäftsfeldern, Berliner Sparkasse, das als LBB betriebene Großbankengeschäft und der gewerbliche Immobilienfinanzierer Berlin Hyp soll verändert werden. Letzterer soll aufgegeben werden. Wie die Zukunft der Amazon- und der ADAC-Kreditkarte nach dem Ende der Kooperationen konkret aussieht, ist also noch nicht bekannt.

Quellen: Finance ForwardFinanz-Szene, ADAC, FAZ


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