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Bündnis für Arbeit: Schröder: Bündnis für Arbeit »überhaupt nicht« in der Krise

Trotz Differenzen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sieht Gerhard Schröder keinen Anlass zur Beunruhigung.

Trotz Differenzen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sieht Gerhard Schröder keinen Anlass zur Beunruhigung. Schröder antwortete auf die Frage, ob er das Bündnis in der Krise sehe, anlässlich eines Besuches der Firma Allgaier des Arbeitgeberpräsidenten Dieter Hundt: »Überhaupt nicht.« Sein Besuch habe nichts mit der Situation im Bündnis für Arbeit zu tun, das am Sonntag in Berlin nach monatelanger Pause erstmals wieder zusammen kommt. Strittig zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften sind unter anderem die Zahl der Überstunden und die geplante Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung.

Schröder sagte, er habe die Einladung Hundts auch deshalb angenommen, weil es sinnvoll sei, auch einmal etwas aus der praktischen Tätigkeit eines Arbeitgeberpräsidenten zu erfahren. »Damit kann man vergleichen, ob die Forderungen und gelegentlichen Aufforderungen, die man so abstrakt hat, im eigenen Betrieb auch durchgehalten werden.« Hundt sagte, in dem Gespräch mit dem Kanzler werde er sich sehr auf das eigene Unternehmen konzentrieren. Alles andere werde am Sonntag im Bündnis für Arbeit ein Thema sein. Hundt ist Geschäftsführer des mittelständischen Autozulieferers Allgaier Werke GmbH, die im vergangen Jahr nahezu 400 Millionen umsetzte.