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DIW-Einschätzung: Deutschland kann die Flüchtlingskrise finanziell stemmen

Überfordern Hunderttausende Flüchtlinge Deutschland? Ökonom Marcel Fratzscher ent- und verwarnt: Ein Teil der Politik schüre zu Unrecht Ängste. Schließlich rechne man im kommenden Jahr mit einem Milliarden-Überschuss in den öffentlichen Haushalten.

Flüchtlinge an der Grenze nach Deutschland

Flüchtlinge an der Grenze nach Deutschland

Deutschland kann die Flüchtlingskrise nach Ansicht des Ökonomen Marcel Fratzscher finanziell meistern. "Es ist ein Kraftakt, absolut", sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die finanziellen Belastungen sehe er aber entspannt. "Ich glaube, wenn man die letzten 70 Jahre zurückschaut, könnte es eigentlich keinen besseren Zeitpunkt geben, um mit der Herausforderung umzugehen."

Die öffentlichen Haushalte hätten riesige Reserven. "Wir rechnen mit 15 Milliarden Euro Überschüsse für nächstes Jahr, obwohl dort schon knapp 10 Milliarden Euro zusätzliche Kosten für Flüchtlinge berücksichtigt sind", sagte Fratzscher der Deutschen Presse-Agentur. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) werde dieses und nächstes Jahr die schwarze Null schaffen. "Finanziell können wir das stemmen." Die große Frage danach sei, wie gut Flüchtlinge in Arbeit kämen. Jeden Tag kommen derzeit Tausende Menschen etwa aus Syrien ins Land, zum Beispiel über die deutsch-österreichische Grenze.

In der öffentlichen Debatte spiele ein Teil der Politik mit den Ängsten der Menschen und schüre einen Verteilungskampf, kritisierte Fratzscher. Zum Beispiel stimme das Argument nicht, wegen der Ausgaben für Flüchtlinge müssten womöglich Sozialleistungen oder Renten gekürzt werden. "Diese erste Sorge "Es ist weniger Geld für uns übrig" ist falsch."

Die Ausgaben müsse man als Investition sehen

Die Ausgaben müsse man vielmehr als Investition sehen - ähnlich wie bei frühkindlicher Bildung, sagte er. Das Geld komme auch erst Jahre später wieder zurück, wenn die einstigen Kinder berufstätig seien und über Steuern mehr als die Summe zurückzahlen könnten. 

Ein zweites Argument sei, dass Flüchtlinge Arbeitsplätze wegnähmen. Das stimme ebenfalls nicht. "Der Arbeitsmarkt in Deutschland läuft hervorragend", sagte Fratzscher. Deutschland habe eine rekordniedrige Arbeitslosenquote. "Wir haben 600 000 offene Stellen, und das sind nur die, die ausgeschrieben sind", sagte Fratzscher. Es gebe also nicht zu wenige Stellen, sondern es gehe darum, Menschen mit passenden Stellen zusammenzubringen.

Ein unerwartet kräftiger Herbstaufschwung hatte die Zahl der Arbeitslosen im Oktober gerade auf den niedrigsten Stand seit fast 24 Jahren gedrückt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2,649 Millionen Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 6,0 Prozent. Fratzscher sieht in Flüchtlingen keine Konkurrenz zu Arbeitslosen, sondern ein eher strukturelles Problem: Viele Menschen seien langzeitarbeitslos. Das sei eine ähnliche Herausforderung wie bei den Flüchtlingen.

"Es ist völlig falsch, dass Flüchtlinge Deutschen Jobs wegnehmen. Zum einen, weil es genügend Jobs gibt. Und wie soll ein Flüchtling, der wenig Deutsch spricht, einem Deutschen den Job wegnehmen?", meinte Fratzscher. Aus seiner Sicht ist entscheidend, wie gut die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden können. "Da geht es um Ausbildung, Fortbildung. Und da brauchen wir diesen Kraftakt."

Zwei Drittel der Flüchtlinge jünger als 25 Jahre

Man wisse, dass viele Syrer eine Schuldbildung und auch ein Studium hätten, aber es gebe auch viele ohne Ausbildung. Insgesamt seien zwei Drittel der Flüchtlinge jünger als 25 Jahre, sie müssten ohnehin zur Schule oder bräuchten Ausbildungsplätze, sagte Frazscher. Der Ökonom sieht Politik und Wirtschaft in der Pflicht, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. "Ehrlich gesagt, wenn man sich so manche Unternehmen mit Tausenden Mitarbeitern anschaut, die nun sagen: "Wir haben 20 Flüchtlinge angestellt", dann ist das etwas kläglich."

tim / DPA
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.