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Kohle: Neue Hoffnung fürs Revier

Die Welt verlangt immer mehr von dem schwarzen Stoff, die Preise explodieren - und plötzlich glaubt eine Industrie von Gestern wieder an ihre Zukunft. Die Kohle-Lobby startet eine groß angelegte Offensive.

Welch Aussicht! Wenn Werner Müller in Essen ans Fenster seines Büros im 22. Stock tritt, geht sein Blick über eine der imposantesten Industrielandschaften der Welt: das Ruhrgebiet. Er sieht auf Zechen und Kraftwerke, Kokereien und Halden, Schlote und Stahlwerke. Noch immer ist hier das Himmelblau etwas schmutziger als sonst in Deutschland.

Seit gut einem Jahr ist Müller Chef des 20-Milliarden-Konzerns RAG - und damit auch des größten westeuropäischen Bergbauunternehmens Deutsche Steinkohle AG (DSK), das jährlich Milliarden Euro Subventionen benötigt, weil der Abbau in Deutschland eigentlich viel zu teuer ist. Müller, früher Energiemanager, dann Bundeswirtschaftsminister, hat hier oben in seinem Büro viele Zigarillos geraucht und dabei gegrübelt, wie er diesen sterbenden Riesen vielleicht doch noch am Leben halten kann.

Ruf nach der guten alten Kohle

Das Resultat ist eine groß angelegte Offensive für die deutsche Kohle, die das Unternehmen nicht nur aus der Schmuddelecke des Steuergeld-Verheizers herausholen, sondern dem ganzen Revier eine neue Perspektive eröffnen soll. Der Zeitpunkt ist klug gewählt: Die Benzinpreise explodieren, die Versorger kündigen kräftige Aufschläge auf Gas und Strom an, die Nation steht unter Energiepreisschock. Da kommt der Ruf nach der guten alten Kohle gerade recht.

Vor einigen Wochen weihte Müller in Berlin Bundeskanzler Gerhard Schröder in seine Überlegungen ein. Jetzt geht er damit an die Öffentlichkeit. "Deutschland besitzt eine Milliarde Tonnen gute Kokskohle. Da stellt sich die Frage nach neuen Kokskohlezechen und Kokereien, um wieder unabhängig vom immer knapperen Weltmarkt zu werden", sagt Müller im stern-Interview (siehe "Mehr zum Thema"). Plötzlich sei die Förderung deutscher Steinkohle wieder sinnvoll. Müller: "Die Preise besonders für Koks zur Stahlerzeugung sind explodiert. Deswegen sind wir bereit, eine neue Zeche zu bauen." Eine Kokerei und mehrere Kraftwerke sollen folgen.

Die Signale stehen noch auf Rot

Müller - der Retter des Reviers? Bis dahin ist es ein weiter Weg. Denn noch stehen die Signale für Kohle in Deutschland auf Rot. Erst im Mai hatte die Bundesregierung den sanften Tod des Bergbaus beschlossen. Bis 2012 muss die Hälfte der Zechen schließen, die Zahl der Kumpel soll halbiert, der Abbau des schwarzen Stoffs drastisch reduziert werden. Die Subventionen werden auf 1,8 Milliarden Euro gesenkt, sollen danach eigentlich ganz wegfallen. Heute zahlt der Staat noch drei Milliarden Euro aus Steuergeldern.

Geschickter Taktiker

Doch Müller ist ein geschickter Taktiker - und er weiß: Nie war die Gelegenheit so günstig wie jetzt, da vor allem China Höchstpreise für den Rohstoff zahlt. Einen mächtigen Verbündeten hat er sich bereits gesichert: Jürgen Thumann, Präsident des mittelständisch geprägten Wirtschaftsverbands Stahl- und Metallverarbeitung (WSM). Thumanns Worte wiegen schwer: Er soll im November zum Chef des Bundesverbands der deutschen Industrie und damit zum Cheflobbyisten der deutschen Wirtschaft gewählt werden. Die 4000 Mitgliedsunternehmen des WSM sind an stabilen, langfristig kalkulierbaren Stahlpreisen interessiert - und Stahl wird aus Kokskohle gemacht. "Allein können wir die Kostenexplosion nicht schultern", sagt Thumann. "Hier sind alle Glieder der Wertschöpfungskette gefordert, ihren Teil zu einer gerechten Verteilung der Lasten beizutragen."

Am 19. September, sieben Tage vor der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen, starten WSM und RAG eine Werbekampagne pro Kohle, für die sie schon fleißig Zitate in den eigenen Reihen gesammelt haben. "Wir haben in Deutschland ein sehr wichtiges Gesetz gebrochen: das der Eigenversorgung", konstatiert auf einem der Motive der Iserlohner Kettenproduzent Ulrich Thiele. In Zeitungsanzeigen wird über einer kohleglühenden Deutschlandflagge die Warnung prangen: "Die globale Rohstoffkrise verheizt den Mittelstand." 4000 Betrieben mit 500.000 Jobs drohe das Aus. Die Stahlindustrie wird später zum PR-Feldzug hinzustoßen. Im Frühjahr 2005 will Müller dann auf einem Rohstoffkongress mit den Spitzen aus Politik und Industrie die Renaissance der Steinkohle festzurren.

Als Minister hat Müller die Weichen gestellt

Für Müller dürfte es die letzte große Herausforderung seines Berufslebens werden. Der gebürtige Essener war Manager bei den Energiekonzernen RWE und Veba (jetzt Eon), bevor ihn Schröder im Oktober 1998 zum Wirtschaftsminister machte. Nach dem zweiten Wahlsieg von Rot-Grün war für ihn kein Platz mehr in der Regierung. Im Juni 2003 wurde er Vorstandsvorsitzender der RAG. Der Wechsel war nicht unumstritten, denn Minister Müller hatte zusammen mit seinem Staatssekretär Alfred Tacke energiepolitische Weichen so gestellt, dass es der RAG nutzte. Auch Tacke wechselt in diesen Tagen zur RAG, als Chef der Energietochter Steag.

Aus der einstigen Ruhrkohle ist in den letzten Jahren ein globaler Konzern mit rund 100.000 Mitarbeitern geworden. Dazu gehören neben der Steag, Deutschlands fünftgrößtem Stromerzeuger und Lieferant von Kraftwerken, die Degussa, einer der Weltmarktführer für Spezialchemikalien, eine Immobilientochter mit rund 70.000 Wohnungen - und eben die DSK.

150 Jahre Bergbau haben das Ruhrgebiet geprägt: Ganze Landstriche wurden meterweise abgesenkt, Quadratkilometer große Abraumberge aufgeschüttet. 5,4 Millionen Menschen hat die Kohle angelockt und eine der am dichtesten besiedelten Regionen Deutschlands geschaffen. Doch seit Jahrzehnten ist der Bergbau auf dem Rückzug. Zu teuer, zu viele Umweltschäden. Der Kohlenpott wurde zur Krisenregion.

Herbert Hiltrop weiß von Müllers Kohle-Offensive bisher nichts. Der stämmige Bergmann steht 1030 Meter tief unter dem nördlichen Ruhrgebiet bei Bottrop: Zeche Prosper-Haniel, Bauhöhe 350, Flöz H, Revier 02. Im Licht seiner Grubenlampe schimmert silbrig-schwarze Steinkohle. Alle zwei Minuten rast ein gewaltiger Hobel an Hiltrop vorbei. Das Monstrum greift mit seinen Klauen vier Zentimeter tief in die Kohle und wirft die Brocken auf ein Transportband. 14.000 Tonnen werden hier jeden Tag gefördert.

Auch Hiltrop beobachtet aufmerksam die Weltmärkte: Dass die Kohle in den vergangenen Monaten teurer wurde, hat sich bis in den tiefsten Schacht herumgesprochen. "Ich habe wieder Hoffnung", sagt Hiltrop. Bergleute wie er waren bis in die 70er Jahre die Helden der Industrienation. Der Staat zahlte satte Beihilfen, weil sie die Versorgung mit Rohstoffen und die Arbeitsplätze in der Industrie sicherten. Als der Markt vor billiger Kohle überquoll, hatten sie ausgedient. Gut 130 Euro kostet die Förderung einer Tonne deutscher Steinkohle, mehr als 30, 40 Euro brachte sie nicht ein.

Noch acht Milliarden Tonnen

Tatsächlich ist Steinkohle - neben Braunkohle, Wasser, Sonne und Wind - der einzige heimische Energieträger. Acht Milliarden Tonnen Kohle sind auf deutschem Grund noch abbaubar - beim heutigen Verbrauch genug für 400 Jahre. Knapp drei Viertel der Fördermenge werden zu Strom verfeuert, gut 20 Prozent in Kokereien zu Koks destilliert. Und ohne Koks kein Stahl (siehe Grafik auf Seite 32).

Genau da setzt Müller an: Auf der ganzen Welt ist Koks knapp wie nie. Das boomende Riesenreich China braucht Elektrizität und damit Kohle, braucht Stahl und damit Koks. China ist der weltgrößte Kohleförderer, hat aber im Jahr 2003 nicht nur die Ausfuhr von Steinkohle und Koks gedrosselt, sondern auch den Weltmarkt leer gekauft. Am Spotmarkt, wo sich die Hütten kurzfristig mit Koks eindecken, verneunfachte sich der Preis auf bis zu 450 Dollar pro Tonne im April. Jetzt pendelt er zwischen 250 und 300 Dollar. Bei so hohen Preisen wird sogar die DSK konkurrenzfähig, ohne Subventionen.

Importpreise für Koks steigen

Kein Stahl - keine mittelständische Industrie - keine Arbeitsplätze, geht Müllers Argumentationskette weiter: "Das strategische Ziel müsste sein: 100 Prozent Selbstversorgung mit Koks."

Die gab es mal. Der Hüttenvertrag von 1969 sicherte den Stahlbaronen ausreichend deutschen Koks. Ein komfortabler Kontrakt mit staatlicher Gewähr - dennoch kündigten sie ihn 1999. Damals kostete eine Tonne heimischer Koks zehn bis 15 Euro mehr als Importware. Erst vor vier Jahren hat die RAG ihre modernste Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund mangels Absatzmöglichkeiten an China verkauft. Die Anlage war noch nicht ganz abgebaut, da ächzte die Industrie schon unter den hohen Importpreisen.

Nun hat sich Müller mit den Stahlbossen auf einen neuen großen Deal geeinigt. Die Stahlkonzerne lassen die Kokerei Prosper in Bottrop, die zum RAG-Konzern gehört, auf eigene Kosten ausbauen. In zwei Jahren soll dort 50 Prozent mehr Koks produziert werden als bisher. Die 300-Millionen-Euro-Investition werden wohl Thyssen-Krupp, Peine-Salzgitter, die Stahlwerke Bremen und Voest-Alpine aus Österreich tragen.

Den Rohstoff für die ausgebaute Kokerei würde der RAG-Chef auch gern liefern. Dafür möchte er ein bis zwei neue Zechen nördlich von Hamm bauen. Doch um diesen Plan, der eine radikale Wende in der Energiepolitik bedeuten würde, umzusetzen, braucht Müller Unterstützung von Staat, Stahlindustrie und Mittelstand. Es geht um bis zu zwei Milliarden Euro Investitionskosten. Das Geld, so Müllers Idee, solle der Staat gemeinsam mit der Stahlindustrie aufbringen. Müllers DSK wäre nur ein Dienstleister, der den Bau betreibt und die Kohleförderung übernimmt. Auch die Kosten für den Betrieb - plus einem "kleinen Gewinnaufschlag" - will Müller den Finanziers in Rechnung stellen. Liegt der Verkaufspreis der Kohle über den Förderkosten, fällt der Gewinn dem Investor zu. Das Verlustrisiko trägt der Geldgeber allerdings auch allein.

Klingt clever, zumal Müller ("Wir produzieren Sicherheit") noch darauf hinweist, dass die Steinkohle für die RAG ohne wirtschaftlichen Belang sei. Tatsächlich steuert die DSK nur 15 Prozent zum RAG-Umsatz bei. Dennoch braucht auch Müller den Bergbau. Ohne deutsche Zechen würde der Bergbautechnik ein wichtiges Entwicklungs- und Marketinginstrument fehlen. Außerdem deckt die DSK ihren Bedarf an Geräten großteils im eigenen Haus. Rund 200 Millionen Euro flossen allein vergangenes Jahr an die Bergbautechnik der RAG. Zudem betreibt die Tochter Steag fünf Steinkohlekraftwerke, und Müller will in den nächsten Jahren noch mindestens so viele dazubauen lassen. Auch die drei größten RAG-Eigentümer brauchen zuverlässig und preiswert jede Menge Rohstoff: Eon betreibt 15 Steinkohlekraftwerke, RWE vier. Und Thyssen-Krupp ist Deutschlands größter Stahlproduzent.

"Erfüllung eines Traums"

Umgesetzt würde der Müller-Plan von Bernd Tönjes. Der Bergbauingenieur ist seit drei Jahren Chef der DSK in Herne. Für ihn wäre ein Zechenneubau "die Erfüllung eines Traums". Er hat schon alles berechnet. Fünf Jahre würde es in etwa dauern, bis die erste Kokskohle aus einer neuen Zeche kommen könnte. Wo die neuen Schächte gegraben würden, haben seine Ingenieure auch schon ermittelt: nördlich des Bergwerks Ost bei Hamm auf dem Anschlussfeld Donar, wo es runtergeht auf über 1500 Meter.

Es geht um einen riesigen Markt. Rund 65 Millionen Tonnen Steinkohle verbraucht Deutschland pro Jahr, etwa 35 Millionen Tonnen werden importiert. Drei Viertel davon stammen aus Polen, Südafrika, Kolumbien und Australien, der Koks vor allem aus der EU und China. Entspannung am Markt erwartet Tönjes nicht. Im Gegenteil: "Was wir jetzt in China erleben, wird in fünf Jahren in Indien passieren. Die Wirtschaft boomt. Wer atmet, braucht Energie."

Schlechte deutsche Lagerstätten

Wie beurteilen Experten Müllers Plan? Ein zu hohes Wagnis für den Staat, warnt Dieter Schmitt, Professor für Energiewirtschaft an der Universität Essen/Duisburg: "Die deutschen Bergleute sind gut, unsere Technik ist führend, aber unsere Lagerstätten sind schlechter als anderswo." Ein deutscher Bergmann fördere 500 Tonnen Kohle pro Jahr, sein Kollege im australischen Queensland 15 000 Tonnen. Dort würden oft noch im Tagebau Flöze mit bis zu 20 Metern Mächtigkeit abgebaut. Auch unter Tage seien die Bedingungen besser: geringere Tiefen, weniger geologische Störungen. "Die deutsche Kohleförderung ist ein Auslaufmodell", sagt Schmitt. "Wir müssen endlich aufhören, den Leuten etwas vorzumachen." Wer Versorgungssicherheit wolle, solle sich ein paar Jahresvorräte auf Halde legen.

Beispiel Airbus

"Sehen Sie sich das Airbus-Modell an", erwidert Müller, "hätte der Staat das wirtschaftliche Risiko in den 70er Jahren nicht getragen, wäre Airbus heute nicht Weltmarktführer bei Passagierjets."

Ökonomen sehen das anders. Deutsche Kraftwerkskohle, deren Förderung Müller ebenfalls steigern will, halten die wenigsten für wettbewerbsfähig. Zwar schätzt die Internationale Energie Agentur, dass der Weltsteinkohleverbrauch von heute 3,4 Milliarden Tonnen bis 2030 auf 5,2 Milliarden Tonnen steigt, doch die abbaubaren Vorräte seien mit 805 Milliarden Tonnen gewaltig. Momentan kostet eine Tonne Kraftwerkskohle 75 Dollar - und ist damit weit entfernt von den deutschen Förderkosten, umgerechnet 160 Dollar. "Im nächsten Jahr rechnen wir mit einer ähnlichen Größenordnung", sagt Fritz Henjes, Leiter der Brennstoffwirtschaft beim RAG-Hauptgesellschafter Eon. Auf mittlere Sicht geht er von sinkenden Frachtraten und besseren Angeboten aus: "Die Australier planen momentan Gruben für 90 Millionen Tonnen pro Jahr." Und China habe in diesem Jahr die Produktion um 250 Millionen Tonnen ausgeweitet: "Geht davon nur ein Teil in den Export, werden die Märkte mit Kohle geflutet.

Müllers schwerste Aufgabe

"Optimistischer sind die Prognosen für Kokskohle. "Der Stahlboom in China wird nicht abflauen", sagt Dietmar Stamm von Thyssen-Krupp in Duisburg. "Niemand kann bei den Rohstoffpreisen weit in die Zukunft sehen, aber wir gehen weiter von angespannten Märkten aus." Manuel Frondel, Energieexperte beim Forschungsinstitut RWI in Essen, prognostiziert: "Die Weltmarktpreise für Kokskohle fallen in absehbarer Zeit wieder deutlich unter 160 Euro, das ist ganz sicher."

Letztlich werden Politik und Gesellschaft entscheiden müssen, was sichere Kohle ihnen wert ist. Seit Jahren sagen führende SPD-Köpfe ja zur Kohle wegen der Wählerschaft, die Grünen nein wegen der CO2-Belastung bei der Verstromung, die CDU ist unentschieden, die FDP lehnt den Bergbau ab. Hier wartet Müllers schwerste Aufgabe, soll sein Plan nicht früh scheitern.

Greenpeace ist nicht grundsätzlich gegen Bergbau

Michaele Hustedt, energiepolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, reagiert kühl: "Wenn die RAG glaubt, Kohle rechnet sich auf Dauer, dann soll sie investieren. Dafür gibt es in einer Marktwirtschaft Banken und ausländische Investoren." Die CDU dagegen ist gesprächsbereit. "Wir müssen die Situation der hohen Kokskohlepreise nutzen, um von den Verkrustungen loszukommen und parteiübergreifend noch einmal darüber nachzudenken, den Weg in die Importabhängigkeit zu beenden", sagt Peter Paziorek, umweltpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch die Umweltschutzverbände sind nicht gegen Kohle, solange sie nicht in Kraftwerken verfeuert wird. "Wir haben nicht grundsätzlich etwas gegen den Bergbau", sagt Greenpeace-Energieexperte Joerg Feddern.

Tief unten in Prosper-Haniel auf 1030 Meter sind sie alle restlos begeistert von ihrem Beruf. "Wir haben Kollegen, die pendeln 150 Kilometer am Tag, nur um weiter einfahren zu dürfen", sagt Abbauleiter Hiltrop. "Die 35-Stunden-Woche ist bei uns kein Thema. Die Jungs kommen auch am Samstag." Hiltrop, 49, nimmt eine Prise Schnupftabak. Wie lange möchte er noch arbeiten? "Bis 65." Nach kurzer Pause schiebt er nach: "Aber das ist Politik, wie lange die uns lassen. Wir zittern bei jeder Bundestagswahl."

Mitarbeit: Anna Marohn

Rolf-Herbert Peters und Jan Boris Wintzenburg/print