Wirtschaftsinstitut

Artikel zu: Wirtschaftsinstitut

Container-Terminal in Bremerhaven

Iran-Krieg bremst deutsche Wirtschaft massiv aus - Wachstumsprognose halbiert

Der Iran-Krieg und die stark gestiegenen Energiepreise bremsen die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aus: Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für das laufende Jahr mehr als halbiert. Sie erwarten für 2026 noch eine Zunahme der Wirtschaftsleistung von 0,6 Prozent und für 2027 um 0,9 Prozent. Im Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Wachstum von 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent gerechnet.
Katharina Dröge

Dröge gibt Regierung Mitschuld an Konjunktur-Flaute - und fordert Energie-Kurswechsel

Vor der Vorlage der neuen Konjunkturprognose der Wirtschaftsinstitute hat Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge der Bundesregierung eine Mitschuld an der anhaltenden Flaute gegeben. "Die hohe Abhängigkeit von Öl und Gas kommt uns teuer zu stehen", sagte Dröge am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Jetzt droht sogar eine Stagflation - schwaches Wirtschaftswachstum und steigende Preise gleichzeitig." Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) müsse "jetzt einen Aktionsplan gegen die Wirtschaftskrise vorlegen und das Leben bezahlbar machen".
Steffen Bilger

CDU-Politiker Bilger weist Vorwurf der Zweckentfremdung bei Sondervermögen zurück

Unionsparlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) hat den Vorwurf des Wirtschaftsinstituts Ifo zurückgewiesen, wonach die Bundesregierung große Teile des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität zweckentfremdet habe. "Wir achten als Union sehr darauf, dass diese Mittel so eingesetzt werden, dass Probleme angepackt und gelöst werden", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. Er räumte ein, dass die Union die Mittelverwendung mit dem Koalitionspartner SPD öfter "hart ausdiskutieren" müsse.
Geldscheine

Wirtschaftsinstitut DIW schlägt stärkere Besteuerung von Unternehmenserben vor

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich mit einem eigenen Konzept in die Debatte über eine Reform der Erbschaftsteuer eingeschaltet. Die Umsetzung des Konzepts würde viele Erben entlasten - die Zahl der Steuerpflichtigen könne dadurch halbiert werden, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konzept. Zugleich würde die Reform dem Staat Mehreinnahmen von 2,3 Milliarden Euro jährlich verschaffen, weil die Steuerlast deutlich anders verteilt würde - vor allem durch die Abschaffung von Steuerprivilegien.
Schiffscontainer am Hamburger Hafen

Wirtschaftsinstitute: Investitionspaket bringt ohne Reformen nur kurzfristig Wachstum

Die führenden Wirtschaftsinstitute haben gewarnt, dass das Investitionspaket der Bundesregierung ohne Strukturreformen nur kurzfristig Wachstum bringen wird. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Herbstgutachten prognostizierten die fünf Institute für 2026 und 2027 einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,3 beziehungsweise 1,4 Prozent. "Angesichts anhaltender struktureller Schwächen wird diese Dynamik allerdings nicht von Dauer sein", erklärte Geraldine Dany-Knedlik vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).