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Gesundheit statt Völlerei: Wie Aldi, Lidl, Rewe und Edeka mit guten Vorsätzen Geld verdienen

Die Fitness-Studios sind voll, im TV laufen Abnehmshows. Und auch der Lebensmittelhandel präsentiert sich nach den Völlereien der Weihnachtszeit als "Partner für bewusste Ernährung".

Einkauf im Supermarkt

Gemüse statt Braten: Supermärkte setzen auf gesunde Ernährung statt Völlelrei.

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Nach den üppigen Festessen zu Weihnachten und den feuchtfröhlichen Partys zu Silvester boomt im neuen Jahr das Geschäft mit den guten Vorsätzen. Nicht nur Fitnessketten wie Kieser oder McFit werben mit Sonderangeboten um Kunden. Auch der Fernsehsender Kabel eins geht mit einer Abnehm-Show rund um den Sternekoch Frank Rosin auf Zuschauerfang. Und Handelsketten wie Aldi, Lidl, Rewe oder Edeka präsentieren sich, nachdem sie im Dezember noch im "kleinen Luxus" schwelgten, im Januar als "Partner für gute Ernährung".

Kein Wunder: Schließlich ist der Jahresbeginn die Zeit der guten Vorsätze. Eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab kürzlich, dass immerhin 57 Prozent der Bundesbürger im neuen Jahr mehr Sport treiben wollen. Jeder Zweite (49 Prozent) will sich gesünder ernähren. Gut jeder Dritte will abnehmen. Und gerade für den Einzelhandel kommt das schlechte Gewissen der Verbraucher gerade recht.

"Januar und Februar sind traditionell schwierige Monate für den Einzelhandel. Denn nach dem Fest sitzt das Geld nicht mehr so locker. Der Handel muss deshalb neue Anreize schaffen, um die Kunden anzulocken", erklärt der Handelsexperte Martin Fassnacht von der Wirtschaftshochschule WHU in Düsseldorf.

Supermärkte setzen auf Gesundheit und Fitness

Die Themen Gesundheit und Fitness seien dafür geradezu ideal. Denn nach dem vielen Essen zu Weihnachten gehe es jetzt darum, durch gute Ernährung rechtzeitig wieder in Form zu kommen, um im Sommerurlaub am Strand eine gute Figur zu machen. Wer dabei helfe, könne die Konsumdelle zum Jahresbeginn zumindest abschwächen und die Kundenbindung deutlich verbessern.

Die Handelsketten sind deshalb nur allzu gerne bereit, beim Kampf gegen die angefressenen Pfunde Hilfestellung zu leisten. Der Discounter Lidl hat zum Jahresanfang die "Zieh's-durch-Wochen" ausgerufen. Acht Wochen lang soll die Kampagne, die auch TV- und Radio-Spots sowie Social-Media-Aktivitäten umfasst, dauern und bei der Einhaltung der guten Vorsätze helfen - etwa mit Rezepten für Superfood-Porridge oder Gemüsenudeln mit Linsenbolognese. Und natürlich gibt es dazu im Laden und im Lidl-Online-Shop nicht nur die passenden Lebensmittel, sondern auch die notwendige Sportausrüstung bis hin zum fast 800 Euro teuren Ellipsentrainer Ergometer. "Außerdem bieten wir viele alltagstaugliche Tipps, damit Ausreden erst gar nicht aufkommen können", verspricht Lidl-Manager Jürgen Achenbach.

Lidl und Aldi setzen auf Sport und gesunde Ernährung

Alleine ist Lidl nicht. Auch Aldi präsentiert sich aktuell mit einer neuen Kampagne als "Partner für bewusste Ernährung". Der Discounter wolle "beim Verbraucher das Bewusstsein schärfen, wie einfach eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung in den Alltag integriert werden kann", sagt Aldi-Managerin Julia Adou. Auch in der Aldi-Werbung sind Sportgeräte von der Kugelhantel bis zum Crosstrainer prominent platziert. Außerdem finden sich bei dem Discounter neben den Standard-Produkten derzeit Protein-Drinks und "5-Kalorien-Nudeln" aus Alginat im Angebot.

Wer auf die Online-Seiten von Rewe oder Edeka geht, kommt an gesunden Rezepten ebenfalls kaum vorbei. Das Angebot reicht vom Quinoa-Curry mit Kürbis über Gemüse-Spaghetti mit scharfer Avocadocreme bis zu Grünkohl-Smoothies und einem "Super Green Salad" aus grünem Spargel, Spinat, Zucchini und Erbsen.

Einen Haken hat die Sache allerdings - für Verbraucher und für den Handel. Die guten Vorsätze halten oft nicht lange an. Der Forsa-Umfrage zufolge gelang es im vergangenen Jahr nur jedem zweiten Verbraucher, seine guten Vorsätze vier Monate und länger durchzuhalten. Das dürfte in diesem Jahr kaum anders sein. Für den Marketing-Experten Fassnacht steht deshalb fest, das das Ende der Fitness-Fixierung in der Handelswerbung schon absehbar ist: "Spätestens zu Ostern wird uns der Handel dann wieder nahelegen, uns doch selber wieder einmal mit gutem Essen zu verwöhnen."

Brandt, Nescafé & Co.: Diese Hersteller stecken hinter den Aldi-Marken
Erdnussflips von Aldi Nord

Hinter den Erdnussflips, die es bei Aldi Nord zu kaufen gibt, steckt der Hersteller Funny Frisch, der zu dem Konzern Intersnack gehört.

kg / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.