VG-Wort Pixel

Schwedisches Möbelhaus Ikea verkauft ab September Strom aus erneuerbaren Energien

Ikea Zeichen auf Einrichtungshaus in Deutschland
Neben grünem Strom will Ikea zukünftig auch intelligente Solarpanels fürs Eigenheim anbieten (Symbolbild) 
© Patrick Pleul / DPA
Ikea gilt als die größte und wohl beliebteste Möbelmarke der Welt. Im Zuge einer nachhaltigen Neuausrichtung erweitert das Unternehmen sein Sortiment und verkauft zukünftig auch Strom aus Solar- und Windenergie. Den Anfang macht Heimatmarkt Schweden.

Schwedische Ikea-Liebhaber:innen können ab kommenden Monat neben Lichtern, Soundsystemen und diversen anderen Elektrogeräten auch den dazugehörigen Strom im blauen Einrichtungshaus erwerben. Unter dem passenden Namen "Strömma" – der Name eines Ortes in der Region Stockholm – stellt das Möbelunternehmen sein neues Ökostrom-Abonnement vor. Die erneuerbare Energie soll aus Wind- und Solarenergie bezogen werden.

Strömma soll Energieverbrauch per App reduzieren

Die Ingka Gruppe, welcher die meisten Ikea-Einrichtungshäuser angehören, stellt den Strom aus Solar- und Windenergie über seinen Partner Svea Solar zur Verfügung. Svea Solar bezieht den Strom wiederum aus dem nordischen Stromnetzwerk Nord Pool und verkauft diesen pro bono an Ingka weiter. So sollen die Kosten für die Verbraucher:innen möglichst niedrig gehalten werden.

Ikeas grüner Strom wird in festen monatlichen Raten plus variablen Extrakosten bezahlt. Neben Strömma arbeite man zusätzlich daran bis zum Jahr 2025 an möglichst vielen Standorten auch eigene Solarpanel zu verkaufen. Über eine App sollen die Kund:innen ihren Stromverbrauch nachvollziehen und überschüssig produzierte Energie zurück verkaufen können. Jonas Carlehed, Nachhaltigkeitsbeauftragter von Ikea Schweden, bestätigte die Planungen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Energieangebot trifft Ikeas neue grüne Offensive

Bereits seit einigen Jahren arbeitet das schwedische Möbelunternehmen daran seinen Einrichtungshäusern ein neues grünes Image zu verleihen. Bis zum Jahr 2030 wolle man klimaneutral produzieren und daran arbeiten mehr als einer Milliarde Menschen den Zugang zu einem gesünderen und nachhaltigen Leben zu ermöglichen, so Ikea in einer Pressemitteilung.

Produkte und Dienstleistungen sollen zukünftig durch Langlebigkeit bestechen und darauf ausgelegt sein die Produktion von Müll sowie Wasser- und Stromverbrauch zu reduzieren. Solar- und Windenergie zu günstigen Preisen zu verkaufen sei daher der logische nächste Schritt zur Nachhaltigkeit, meint Ikeas Vertriebsleiter Bojan Stuper.

Wann der Ökostrom made in Sweden auch hierzulande verfügbar sein wird ist bisher nicht bekannt. Das Einrichtungshaus scheut sich allerdings nicht vor großen Versprechen. "Ikea und seine Partner wollen mit dieser Initiative das weltweit größte Netzwerk an erneuerbaren Energien aufbauen, um aktiv gegen den Klimawandel zu kämpfen", so Nachhaltigkeitsbeauftragter Carlehed. In Schweden wird nun der erste Schritt gemacht.

Der Ikea-Werbespot "Ghost" soll auf häusliche Gewalt aufmerksam machen

Sehen Sie im Video: Ikea wendet sich in einer neuen Kampagne einem ernsten Thema zu. Mit dem Film "Ghost" will der Möbelhersteller auf häusliche Gewalt aufmerksam machen – nicht zum ersten Mal.

Quellen:Ikea, Reuters, Electrek


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker