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"Die Stunde Null" Luxus-Hotel sucht Kundschaft: Wie sich das berühmte "Vier Jahreszeiten" neu erfinden will

Vier Jahreszeiten
Das Hotel "Vier Jahreszeiten" in Hamburg gehört zu den renommiertesten Adressen der Welt
© Axel Heimken/DPA / Picture Alliance
Auslastungsprobleme kannte das Hamburger Fünf-Sterne-Hotel "Vier Jahreszeiten" vor Corona nicht. Nun muss das Luxus-Etablissement ganz neue Kundengruppen ansprechen. Immerhin: Der Champagner fließt schon wieder ordentlich, berichtet Hotel-Direktor Ingo Peters.

Das Hotel "Vier Jahreszeiten" in Hamburg zählt sicherlich zu den berühmtesten der Welt. Aber auch eine Pandemie macht vor Tradition nicht halt. In über 100 Jahren und zwei Weltkriegen wurde der Gästebetrieb immer aufrecht erhalten – bis dann Corona kam.  Die Zeit des Stillstands, in der das Hotel schließen musste, fühlte sich für Ingo Peters, den langjährigen Direktor des Hotels, gruselig an. "Das war schon irgendwie ein sehr konisches Gefühl", sagt er im Podcast "Die Stunde Null". "So ähnlich wie in dem Film Shining mit Jack Nicholson."  

Mittlerweile hat das "Vier Jahreszeiten" wieder geöffnet, aber nichts ist wie früher. Auch hier müssen Abstände eingehalten werden, das Personal trägt Masken – und vor allem kommen viel weniger Gäste.

"Es wird nie wieder so sein, wie es vor Corona war", sagt Peters, der einst als Page im Vier Jahreszeiten seine Karriere gestartet hatte. Es fehlen vor allem die Geschäftsreisenden und die internationalen Gäste, die vor der Pandemie einen Großteil der Kundschaft ausgemacht hatten. Nun bleiben viele der frisch renovierten Zimmer leer – ein Haus, das normalerweise eine Auslastung von 80 Prozent hat, kommt derzeit bestenfalls auf die Hälfte. "Mit 40 Prozent Auslastung kann man natürlich auch nicht überleben", sagt Peters, der deshalb auf der Suche nach ganz neuen Kundengruppen ist. Europäische Besucher aus Skandinavien, Großstadt-Urlauber, all diese Gäste sollen jetzt mit einer neuen Kampagne angesprochen werden. "Wir müssen einfach andere Zielgruppen finden. Wir müssen komplett umdenken. Auch das Konsumverhalten der Gäste wird sich ändern."

Dieser Podcast ist Teil der Initiative "Zeit, die Dinge neu zu sehen" der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner+Jahr gehört, in dem der stern erscheint. Gemeinsam wollen wir dazu anregen, den Blick auf positive Aspekte der Veränderungen nach der Corona-Pandemie zu richten, neue Perspektiven einzunehmen und den aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Unter www.zeit-die-dinge-neu-zu-sehen.de werden alle Aktivitäten und Informationen der Initiative gebündelt. #neusehen #ContentAlliance
Dieser Podcast ist Teil der Initiative "Zeit, die Dinge neu zu sehen" der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner+Jahr gehört, in dem der stern erscheint. Gemeinsam wollen wir dazu anregen, den Blick auf positive Aspekte der Veränderungen nach der Corona-Pandemie zu richten, neue Perspektiven einzunehmen und den aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Unter www.zeit-die-dinge-neu-zu-sehen.de werden alle Aktivitäten und Informationen der Initiative gebündelt. #neusehen #ContentAlliance

Einen kleinen Lichblick gibt es für den Direktor: Die Gastronomie in den Edel-Restaurants des Vier Jahreszeiten läuft wieder. Zum Teil sogar besser als im Vorjahr. "Die Gäste bestellen sehr hochwertige Speisen und auch teure Weine, Champagner, Kaviar", sagt Peters. Wie es wird, wenn der Herbst kommt und die Sommergäste abgereist sind, weiß auch er nicht. Gebucht wird so kurzfristig wie nie zuvor.

Was Ingo Peters im Shutdown am meisten gefehlt hat und aus welchen Ländern jetzt ganz neue Gäste kommen, hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null",  direkt bei Audio NowApple oder Spotify oder via Google.

Capital

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