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"Die Stunde Null" Tiefkühlboxen-Anbieter: "Wir kriegen die Versorgung mit dem Impfstoff hin"

Va-Q-Tec
Die Firma Va-Q-Tec aus Würzburg baut spezielle Thermoboxen
© Alexander Schuhmann / Picture Alliance
Mittelständler Va-Q-tec stellt Kühlboxen für den Transport des Impfstoffes her. Im Podcast erzählt Firmenchef Joachim Kuhn von den Herausforderungen, vor denen sein Unternehmen nun steht.

Transport und Verteilung der Covid19-Impfstoffe werden eine logistische Herkulesaufgabe. Mehrere deutsche Unternehmen spielen dabei eine Schlüsselrolle – vorne mit dabei: Va-Q-tec. Der Mittelständler aus Würzburg ist spezialisiert auf Thermocontainer und -boxen, in denen die Impfstoffe aber auch Testkits zu konstanten Temperaturen rund um die Welt verschickt werden können – der Impfstoff von Biontech und Pfizer etwa benötigt minus 70 Grad. Solche Temperaturen können nur Spezialisten sicherstellen, und allein Biontech und Pfizer wollen bis Ende 2021 rund 1,3 Milliarden Impfstoffdosen produzieren. 

Der Gründer und Chef von Va-Q-tec, Joachim Kuhn, ist zuversichtlich, dass sein Unternehmen die Herausforderung meistern wird: "Die Zahlen sind groß, aber es liegtmit Anstrengung, wohlgemerkt mit großer Anstrengung, in einem zu bewältigenden Rahmen", sagte Kuhn im Podcast "Die Stunde Null". "Ich bin guter Hoffnung. Wir werden es hinkriegen." Es gebe natürlich Kontinente und Länder, wo der Transport schwieriger werde, beispielsweise Lateinamerika, Afrika, aber auch Teile Russlands und Asiens – denn besonders der Transport auf den letzten Kilometern zu Land sei kompliziert. "Aber in Deutschland, Mitteleuropa und den westlichen Ländern ist die Versorgung einigermaßen gewährleistet. Und es gibt ja nicht nur uns." 

Zeit, die Dinge neu zu sehen
Dieser Text ist Teil der Initiative "Zeit, die Dinge neu zu sehen" der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner+Jahr gehört, in dem der stern erscheint. Gemeinsam wollen wir dazu anregen, den Blick auf positive Aspekte der Veränderungen nach der Corona-Pandemie zu richten, neue Perspektiven einzunehmen und den aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Mehr Informationen gibt es unter www.zeit-die-dinge-neu-zu-sehen.de.

"Wir werden Weihnachten durcharbeiten"

Va-Q-tec wurde 2001 als ein Spin-off der Universität Würzburg gegründet und beschäftigt inzwischen 500 Mitarbeiter. Bereits beim Transport von Testkits, die auch gekühlt werden müssen, spielte das auf Vakuumdämmung spezialisierte Unternehmen eine wichtige Rolle. "Unsere Thermocontainer funktionieren wie eine sehr große Thermoskanne", sagte Kuhn. Derzeit ist das Würzburger Unternehmen mit mehreren Pharmakonzernen im Gespräch und will seine Kapazitäten – derzeit 2500 Container – ausweiten. "Darüber hinaus haben wir noch eine internationale Flotte von 20.000 bis 25.000 Boxen, die in aller Welt unterwegs sind", berichtete Kuhn. Die Produkte werden verkauft und vermietet.

Das Hochfahren der Produktion, aber auch die Verhandlungen, Gespräche und Verträge lasten Va-Q-tec ziemlich aus. "Natürlich gibt's auch bei uns Weihnachten", sagte Kuhn. "Aber wir werden sicherlich durcharbeiten müssen. Wir können es uns nicht leisten, eine Pause zu machen. Und ich muss natürlich schauen, dass unser Team gesund bleibt." Die Mitarbeiter aber seien "wirklich stolz, Teil dieser Geschichte zu sein."

Hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null":

  • Wie die Technologie von Va-Q-tec funktioniert und warum sie so einzigartig ist
  • Was Joachim Kuhn rät, damit mehr Forscher Unternehmen gründen
  • Für welche Produkte Kuhns Technologie noch eingesetzt werden kann – etwa zur Fassadendämmung.

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