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Ratgeber Allergie

Allergisch auf Medikamente

Symptome

Es gibt verschiedene Typen von Arzneimittelreaktionen, die auf unterschiedlichen Mechanismen beruhen. Grob lassen sie sich in immunologische und nicht-immunologische Reaktionen einteilen:

Immunologisch: Darunter fällt die klassische allergische Reaktion sowie andere Reaktionen, an denen das Immunsystem beteiligt ist, etwa durch eine direkte Aktivierung von Abwehrzellen durch das Arzneimittel. Nicht-immunologisch: Darunter fallen nicht-allergische (pseudoallergische) Reaktionen sowie genetisch bedingte Enzymveränderungen, die zur Störung des Abbaus der Medikamente führen.

Zu beachten ist ebenso, dass das Allergierisiko von der Art der Verabreichung abhängt: Am geringsten ist es bei Tabletten, Saft oder Tropfen. Höher ist es bei einer Injektion und am höchsten bei der örtlichen Anwendung.

Auffällig häufig ist die Haut betroffen. Etwa fünf Prozent aller Hautausschläge sind auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurückzuführen. Dabei sind verschiedene Formen möglich, etwa allergische Soforttyp-Reaktionen wie Nesselsucht und Angioödem, verzögerte Reaktionen wie Entzündungen der Blutgefäßwände (Vaskulitiden) sowie allergische Spättyp-Reaktionen wie das Arzneimittelexanthem. Dieses ist mit etwa 60 Prozent die häufigste durch Medikamente ausgelöste Erkrankung an der Haut. Dabei kommt es meist zwischen dem siebten und zwölften Tag (bei vorheriger Sensibilisierung innerhalb von 48 Stunden) nach der Einnahme zu roten, oft juckenden Flecken, typischerweise am Rumpf und im Gesicht, seltener an den Handflächen, Fußsohlen und Schleimhäuten.

Weitere Formen der Arzneimittelreaktion

Neben der Haut können auch die Schleimhäute und inneren Organe betroffen sein. Die Beschwerden fangen sofort oder erst Stunden, Tage, manchmal sogar Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme an. Zu den besonders schweren Formen gehören die Blasen bildenden allergischen Arzneimittelreaktionen.

Wechselwirkungen mit UV-Strahlen

Sogenannte photoallergische und phototoxische Arzneimittelreaktionen entstehen durch eine Wechselwirkung zwischen Medikamenten und UV-Strahlen. Auch langwellige UV-A-Strahlen, denen man auch im Sonnenstudio ausgesetzt ist, lösen häufig die krankhaften Veränderungen an der Haut aus, die dem Licht ausgesetzt ist.

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Seite 2: Auslöser
Seite 3: Symptome
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