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Ratgeber Allergie

Riskante Nahrung

Diagnose

Eine gute Beobachtungsgabe der Eltern kann dem Arzt bei der Suche nach möglichen Auslösern sehr helfen. Oft haben sie bereits eine bestimmte Speise im Verdacht, vor allem, wenn sie Symptome unmittelbar auftreten. Schwillt die Lippe des Kindes an, nachdem es Kuhmilch getrunken hat, ist der Zusammenhang recht eindeutig.

Schwieriger und aufwendiger ist es, einen Zusammenhang zu finden, wenn die allergische Reaktion Stunden später auftritt. Im Vergleich zur Sofortreaktion sind die Symptome weniger eindeutig und drastisch. Ärzte empfehlen Eltern daher, über zwei Wochen ein Tagebuch führen, in das sie alle Lebensmittel, die das Kind zu sich nimmt, und alle Beschwerden notieren.

Bluttest: auf der Suche nach Antikörpern

Der Arzt kann im Blut des Kindes Antikörper (IgE) gegen ein Nahrungsmittel nachweisen. Allerdings beweist ein positiver Test allein noch nicht, dass eine Allergie vorliegt. Er besagt nur, dass das Immunsystem schon einmal Kontakt mit dem Stoff hatte.

Hauttests: dem Auslöser auf der Spur

Beim Pricktest träufelt der Allergologe einen Tropfen Kuhmilch oder Hühnerei, den Saft einer aufgeschnittenen Kartoffel oder Tomate auf den Unterarm des Kindes und piekt mit einer kurzen Nadel einen Bruchteil der Flüssigkeit in die Haut. Bei einer positiven Reaktion bildet sich dort eine Quaddel. Ein negatives Ergebnis schließt zumindest eine Allergie vom Soforttyp zu 95 bis 100 Prozent aus.

Beim Patchtest klebt der Arzt Pflaster mit verschiedenen Allergenen auf den Rücken des Kindes und liest die Reaktionen der Haut nach Stunden ab. Damit lässt sich herausfinden, ob eine allergische Reaktion vom Spättyp gegen ein Nahrungsmittel vorliegt. Dieser Mechanismus spielt bei der Entstehung von Neurodermitis eine Rolle.

Nach zwei bis drei Jahren kann der Mediziner mithilfe eines Belastungstest im Krankenhaus überprüfen, ob die Allergie noch besteht.

Provokationstest: direkte Konfrontation

Kommt ein Lebensmittel als Auslöser in Frage, wird der Arzt eine Auslassdiät anregen. Für eine Woche streichen die Eltern das Lebensmittel vom Speiseplan. Die Symptome sollten sich dann bessern. In der anschließenden Provokationsphase ist das Nahrungsmittel wieder erlaubt, die Symptome müssten sich daraufhin wieder verschlechtern. Diese Methode ist bei allergischen Reaktionen vom Soforttyp nicht nötig, da der Zusammenhang zwischen Nahrungsmittel und Symptomen meist eindeutig ist.

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