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7. Dezember 2010, 16:01 Uhr

Nagelneu und doch schon schlapp

Manche Autobatterien sind echte Mogelpackungen. Zu diesem Schluss kommt der ADAC in einem aktuellen Test von sechs Energiespendern. Bitter: Nagelneue Batterien sind mit einem simplen Kaltstart überfordert.

Autobatterie, ADAC-Test,, Panne

Batterieversagen führt zu dem meisten Einsätzen der Pannendienste© Bernd Wüstneck/DPA

Nach den Erkenntnissen des ADAC stimmen Leistungs- und Qualitätsangaben auf dem Gehäuse oft überhaupt nicht mit den gemessenen Werten überein. Zwei Produkte, die "Exide Premium EA 722" und die "Banner Power Bull", sind vor allem wegen ihres unzureichenden Kaltstartverhaltens sogar mit der Note "mangelhaft" bewertet und gar nicht weiter geprüft worden. Zwei weitere Starterbatterien der Marke "Arktis" erhielten die Note "ausreichend", die "Bosch Silver" schnitt mit der Note "befriedigend" ab. Die Bestnote mit dem Urteil "gut" hat das Modell "Moll M3plusK2" bekommen. Es war mit einem Preis von 139 Euro zugleich die teuerste Starterbatterie im Test. Die Banner GmbH, die die "Banner Power Bull" vertrieb, erkannte ebenfalls die Leistungsschwäche der Batterie. Die Firma versichert, diesen Typ seit November nicht mehr zu verkaufen. Die Ergebnisse des ADAC-Batterietest finden Sie hier.

Geprüft worden sind die Batterien unter anderem in puncto Startleistung, Wasserverbrauch und Haltbarkeit. Dies sind wichtige Kriterien für den Alltagsbetrieb. Denn gerade in der kalten Jahreszeit, so zeigt auch die Erfahrung von Pannenhelfern, sind Batterieprobleme eine häufige Pannenursache. Erschwerend kommt hinzu, dass es bisher keine einheitliche Kennzeichnungspflicht für die Energiespeicher gibt. Der Automobilclub fordert daher von den Herstellern, das Produktionsdatum und die Garantie auf ihren Batterien anzugeben.

Kra/MID
 
 
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