. .
News am 26.05.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
13. Oktober 2011, 15:58 Uhr

Power-Car zum Kampfpreis

Der Camaro wurde für Europa stramm abgestimmt. Mehr Kraft und Ausstattung für so wenig Geld bietet sonst keiner. Leider hat der US-Sportler einen Riesendurst.

Chevrolet Camaro, Muscle Car

Der Camaro liebt den Auftritt als bad boy - als Cabrio und als Coupé© Hersteller/Press-Inform

Der Camaro macht keine Kompromisse. Massiv und bullig wie ein Preisboxer steht der 4,83 Meter lange Wagen auf der Straße, der Grill mit den kleinen Scheinwerfern schickt seinen bösen Blick in jeden Rückspiegel. In 5,2 Sekunden rennt der US-Bolzen von 0 auf 100 Km/h. Als Antrieb kommt in der Europa-Version nur der 6,2 Liter große V8 und nicht der in den USA ebenfalls erhältliche Sechszylinder unter die Haube. Der V8 macht aus seinem Spritvernichter-Charakter keinen Hehl. Unter 13 Litern pro 100 Kilometer im Schnitt geht gar nichts, bei sportlicher Fahrweise ist die 16 oder 18 vor dem Komma schnell erreicht.

Dicker Bursche

Wer das Musclecar-Feeling voll auskosten will, sollte den handgeschalteten Camaro wählen. Die etwas knorrige Sechsgangbox ist nichts für zarte Hände, der Pilot muss ordentlich zupacken. Doch die knackig-kurzen Wege machen jeden Schaltvorgang bei forscher Gangart zum Vergnügen. Nicht dass man im Alltag viel schalten müsste – mit Hubraum und Drehmoment im Überfluss kann man auch in hohen Gängen entspannt dahingleiten, muss das Gaspedal nur streicheln.

Die Sechsgang-Automatik wechselt die Gänge weich und ziemlich schnell, doch sie nimmt dem Camaro ein Stück Agilität. Mit Automat wird die Leistung des LS3-Motors von 432 PS auf 405 PS reduziert. Zur Effizienzsteigerung hat der gedrosselte L99-Motor eine Zylinderabschaltung, vier Töpfe nehmen bei geringer Leistungsanforderung nicht an der Arbeit teil. Das soll laut Chevrolet den Durst von durchschnittlich 14,1 auf 13,1 Liter drücken. Der bollernde V8-Sound geht dabei aber außer bei Vollgas verloren, man erkauft sich das Komfort-Plus der Automatik mit einem niedrigeren Kribbel-Faktor.

Chevrolet Camaro, Muscle Car

Für weniger als 40.000 Euro bringt der Camaro ein fast vollständige Ausstattung mit© Hersteller/Press-Inform

Kampfpreis plus Vollausstattung

Chevrolet hat sein Retro-Musclecar für europäische Straßenverhältnisse mit diversen Änderungen versehen. So wurde der Wagen unter anderem mit neuen Stabilisatoren und Lagern, anderen Dämpfern und Reifen sowie stärkeren Bremsen versehen. Das Ergebnis überzeugt, jedenfalls meistens. Der Camaro lenkt relativ zackig ein und wankt kaum in Kurven, federt gekonnt ab und steckt Bodenwellen gut weg. Trotzdem bleibt der 1,7 Tonnen schwere Amerikaner ein dicker Brocken und wackelt gern mit dem Hintern.

Das Cabrio bringt sogar 1,9 Tonnen auf die Waage und fährt sich eine Spur behäbiger als das Coupé. Mit offenem Verdeck lässt es sich bis etwa 160 Km/h gut aushalten, ohne dass die Frisur zerzaust. Die verwindungssteife Karosserie lässt kein Knirschen oder Knarzen vernehmen. Das Verdeck muss mit einem Handgriff entriegelt werden und braucht dann ziemlich lange, bis es sich elektrisch öffnet. Im Fond kann man auch als Erwachsener sitzen, wegen der geringen Kniefreiheit aber kaum auf langen Strecken.

Das Cockpit versprüht nicht gerade Premium-Flair und erschlägt den Piloten mit einer Flut winziger Schalter. Grobe Schnitzer gibt es aber nicht. Erwähnenswert ist das serienmäßige Head-Up-Display, das neben der Geschwindigkeit einen kleinen Drehzahlmesser in die Windschutzscheibe spiegelt. Der Preis des Camaro (Coupé ab 38.990 Euro, Cabrio ab 43.990 Euro) ist in dieser Leistungsklasse konkurrenzlos. Zur üppigen Serienausstattung zählen unter anderem elektrisch verstellbare Ledersitze, Klimaanlage, CD-Radio, Tempomat, Xenon-Scheinwerfer und Einparkhilfe. Minuspunkt: Es gibt auch gegen Aufpreis weder moderne Assistenzsysteme noch Navigationssystem.

Sebastian Viehmann/Press-Inform
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Chevrolet Camaro Lass qualmen, Baby!

Im nächsten Jahr geht der neue Camaro an den Start und soll die Legende wieder neu beleben. Wir nehmen Sie mit auf eine Bilderreise zu den schönsten Camaros aller Zeiten - und geben Ihnen die Infos zur Neuauflage. mehr...

Shelby GT 500 Sex mit Eleanor

Kein Film-Auto hat je so das Blut in Wallung gebracht. Der Shelby GT 500 aus "Nur noch 60 Sekunden" versetzt Vollgas-Fans in orgiastische Verzückungen. Kaum einer weiß, dass der Film nur ein Remake ist - und die originale "Eleanor" ganz anders aussah. mehr...

 
Partnerangebot Kfz-Versicherungsvergleich

Versicherungsbeiträge erhöht? Nutzen Sie jetzt Ihr Sonderkündigungsrecht und sparen Sie bis zu 500€ im Jahr. mehr

 
 
 
Leser werben Leser

Jetzt den stern empfehlen und attraktive Prämie sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (22/2012)
Dick im Geschäft