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27. Oktober 2006, 10:27 Uhr

Tinte oder Toner?

Wer sich einen neuen Drucker zulegen will, hat oft die Qual der Wahl. Das Angebot bei Tintenstrahl- und Laserdruckern sowie den Multifunktionsgeräten, die neben einem Drucker noch Scanner und Fax enthalten, ist groß.

Bei Laserdruckern kann nichts verwischen© DPA

Je nach Verwendung bringen unterschiedliche Druckermodelle Vor- und Nachteile mit sich. Tintenstrahlgeräte sind laut Johannes Schuster vom Computermagazin "c't" in Hannover die "Universalisten unter den Druckern." Farbfotos oder die Einladung zum Kindergeburtstag spucken sie mühelos aus. Auch Funktionen wie das Bedrucken von CDs meistern Tintenstrahldrucker. Schwarzweiß-Geräte gibt es ab 50 Euro. Doch je billiger der Drucker, desto teurer sind laut Schuster meist die Patronen.

Gefahr des Eintrocknens

Durch die feinen Farbtropfen, die versprüht werden, kann die Tinte verwischen. "Da ist oft spezielles Papier nötig", sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest in Berlin. Wer selten druckt, läuft Gefahr, dass die Düsen verstopfen und die Tinte eintrocknet. "Hohe Kosten hat auch derjenige, der viele Fotos ausdruckt." Beim Kauf eines Tintenstrahlers sollte zudem darauf geachtet werden, dass günstige Patronen von Fremdanbietern für das Modell geeignet sind.

Nichts eintrocknen kann beim Laserdrucker. Hier wird feines Pulver auf dem Papier verteilt und mit Hitze aufgeschmolzen. "Die Folge ist, dass das Schriftbild sauberer und schärfer ist." Und schnell ist ein Laserdrucker zudem: Nach 20 bis 30 Sekunden kommt ein gewöhnlicher A4-Ausdruck heraus. Beim Tintenstrahler kann das einige Minuten dauern. Wer eine Digitalkamera hat und farbige Fotoausdrucke mag, dem rät Jaroslav Smycek von der Verbraucherzentrale in Hannover von einem Farblaserdrucker ab. "Zum einen ist es eine teure Angelegenheit, zum anderen hapert es an der Farbmischung." Da diese Modelle bisher keine Variation bei der Tropfengröße erlauben, sei die Zusammensetzung Farben noch nicht so ausgereift wie bei einem Tintenstrahler.

Die Kostenverursacher

Ein guter Laserdrucker für zu Hause kostet zwischen 100 und 200 Euro. "Der ist dann aber meist mit wenig Toner ausgestattet", sagt Schuster. Daher ist die Frage wichtig, was Nachschub kostet: Zwischen 70 und 150 Euro können dafür fällig werden. Ein Verschleißteil ist die Belichtungstrommel, die nach 10.000 bis 30.000 Seiten ersetzt werden muss. Wer Platz sparen will, für den kann sich ein Multifunktionsgerät lohnen. "Diese Geräte sind beliebt und preislich attraktiv", sagt Knaak. "Und sie sind praktisch, weil viele Funktionen auf wenig Fläche zusammengefasst sind", sagt Schuster. Die Geräte für sich genommen, so Knaak, "sind aber nicht immer die besten ihrer Art". Und geht ein Element kaputt, muss man gleich alles zur Reparatur bringen.

Verbraucher sollten wissen, wofür sie das Gerät brauchen. Wer gern farbig, aber in überschaubaren Mengen druckt, dem kann weiterhin zum Tintenstrahler geraten werden. Für kleine Heimbüros und für Nutzer, die viel ausdrucken - schnell und in schwarzweiß -, empfiehlt sich ein Lasergerät. "Für den privaten Bereich", so Smycek, "ist ein Multifunktionsgerät aber sicher auch ein guter Kompromiss".

DPA
 
 
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