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Aldis Überwachungskamera streamt ins Internet - und jeder kann zusehen

Eigentlich soll eine Sicherheitskamera ja vor Bösewichten schützen. Einige Aldi-Modelle funken ihr Bild stattdessen ins Internet - und jeder kann zuschauen. Hier erfahren Sie, welche Modelle betroffen sind.

Sicherheitskamera Aldi

Die Aldi-Sicherheitskamera stellt selbst eine Sicherheitslücke dar (Symbolbild)

Wer sich eine Sicherheitskamera zulegt, will damit in der Regel dafür sorgen, dass das eigene Heim besser vor Einbrechern und anderen Übeltätern geschützt ist. Dass die Kamera auch eine Sicherheitslücke darstellen könnte, haben aber wohl die wenigsten auf dem Zettel. Genau das ist aber bei einigen Modellen der Fall, die beim Discounter verkauft wurden. Die bliesen nicht nur ungefragt ihre Videos ins Internet - sondern auch das Wlan-Passwort.

Schuld ist eine massive Sicherheitslücke in der Firmware der Kameras, berichtet der Branchen-Dienst Heise. Wer selbstständig das Passwort der Kamera ändert, hat kein Problem, alle anderen Nutzer aber schon. Denn wenn sich die Kamera in das Wlan einloggt, schaltet sie sich im Router auch gleich den Internetzugriff frei - ohne, dass der Nutzer etwas davon mitbekommt. Das ist gleich in mehrerer Hinsicht gefährlich. So kann man nun über das Netz das Bild und sogar den Ton der Kamera abgreifen, ohne jeglichen Schutzmechanismus. Weil die Geräte schwenkbar sind, kann man sich sogar im Raum umsehen. Ein Privatsphäre-Alptraum.

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Den vollständigen Test aller Modelle finden Sie unter test.de/bluetoothkopfhoerer.

Dicke Sicherheitslücke

Als wäre das noch nicht schlimm genug, lassen sich auch noch sämtliche Daten auslesen, die bei der Kamera-Konfiguration benötigt werden. In jedem Fall ist das das Wlan-Passwort. Richtet man die E-Mail-Benachrichtigung ein, kommt es sogar noch dicker. Dann verrät die Kamera gleich noch die Log-In-Daten für die E-Mail-Adresse. Hat man die übernommen, lassen sich in der Regel auch sämtliche andere Online-Konten zurücksetzen. Ein Traum für Cyber-Kriminelle.

Betroffen sind die Modelle IPC-10 AC, IPC-100 AC und IPC-20 AC des Herstellers Maginon. Sie wurden im März, Juni und Dezember 2015 bei Aldi Süd, Aldi Nord, Aldi Suisse sowie bei Hofer in Österreich verkauft. Ein Update, das die Lücke schließt, ist eigentlich seit Monaten im Umlauf. Trotzdem landeten immer noch Kameras mit dem Fehler im Handel. Ein weiteres Problem: Da die nicht selbst nach Updates sucht, muss der Nutzer sie händisch einspielen. Gerade bei Nutzern, die nicht mal das Passwort ändern, ist das extrem unwahrscheinlich.

Das sollten Nutzer tun

Und tatsächlich: Nach Recherchen von Heise sind immer noch Hunderte der betroffenen Kameras online - und funken fröhlich ihre Bilder ins Netz. Wer eine der Kameras gekauft und kein eigenes Passwort eingestellt hat, sollte daher sofort handeln. Mit Hilfe der mitgelieferten Software gilt es, schnellstmöglich das schützende Update einzuspielen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt es sich außerdem, ein Passwort zu setzen. Ganz gebannt ist die Gefahr dann aber immer noch nicht: Der Fernzugriff auf die Kamera ist nicht verschlüsselt. In öffentlichen Netzwerken ist deshalb immer noch ein Mitlauschen denkbar. Wer also von unterwegs auf die zugreift, sollte das nur aus vertrauenswürdigen Netzen tun. 

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