Google schließt Frieden mit Verlegern

1. Februar 2013, 22:31 Uhr

Mit einer Zahlung von 60 Millionen Euro ist die Sache vom Tisch: Google wird in Frankreich für die Verlinkung von Artikeln nicht zur Kasse gebeten.

Google, Verlage, Verlinkungen

Sind sich einig: Frankreichs Präsident Francois Hollande und Google-Manager Eric Schmidt (r.)©

Der Streit zwischen dem US-Suchmaschinen-Giganten Google und französischen Presseverlegern über Nutzungsrechte im Internet ist vom Tisch. Google-Chef Eric Schmidt und der französische Präsident Francois Hollande unterzeichneten am Freitag eine entsprechende Vereinbarung, wie der Suchmaschinenbetreiber mitteilte.

Google zahlt demnach 60 Millionen Euro in einen neuen Medienfonds ein. Der US-Konzern wolle damit die Zeitungsverlage dabei unterstützen, ihre Internetaktivitäten weiterzuentwickeln. Für die Verlinkung von Texten wird Google im Gegenzug künftig nicht zur Kasse gebeten.

Die Verlage hatten von Google eine Abgabe dafür gefordert, dass ihre Artikel in den Suchdiensten des US-Unternehmens gelistet werden. Die Regierung hatte für den Fall, dass es zu keiner Einigung kommt, mit einem entsprechenden Gesetz zu Lasten von Google gedroht.

In Belgien hatte Google bereits im Dezember einen Streit mit den Verlegern mit einer Kooperationsvereinbarung beigelegt. In Deutschland berät der Bundestag hingegen derzeit noch ein Gesetzesvorhaben, wonach Suchmaschinen Lizenzen von den Verlagen benötigen, um deren Texte aufzunehmen. Google erzielt mit der Verlinkung auf Webinhalte anderer Seiten Werbeeinnahmen in Milliardenhöhe.

In der Auseinandersetzung mit der EU um den Vorwurf unlauterer Geschäftspraktiken hat der Suchmaschinen-Riese zudem neue Zugeständnisse gemacht. Die Europäische Kommission teilte zum Wochenschluss mit, detaillierte Vorschläge von Google erhalten zu haben.

Google droht von den Wettbewerbshütern in Europa eine deutlich härtere Behandlung als in der Heimat. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verdächtigt das Internetunternehmen, seine dominante Marktmacht im Suchmaschinengeschäft zu missbrauchen. Seit zwei Jahren geht die Gemeinschaft Beschwerden nach, der Konzern nutze seine herausgehobene Stellung, um Konkurrenten wie Microsoft zu blockieren. Den Vorwürfen zufolge gibt der Internetriese den Rivalen bei den Suchergebnissen schlechtere Plätze in der Rangfolge und verschafft eigenen Produkten und Diensten damit einen unfairen Vorteil.

Zum Thema
Digital
Ratgeber und Extras
iPhone 6: Die nächste Smartphone-Generation iPhone 6 Die nächste Smartphone-Generation
Vergleichsrechner
Finden Sie den günstigsten DSL-Tarif Finden Sie den günstigsten DSL-Tarif Unser kostenloser DSL-Vergleich zeigt Ihnen die DSL-Tarife, die am besten zu Ihnen passen. Zum Tarifvergleich
 
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von Gast 104849: ist es möglich mit 58 Jahren (weibl.) angestellt zu werden?

 

  von hacalu: Bin zur Zeit arbeitslos, bekomme 21 Tage urlaub. Warum wird Samstag und Sonntag als Urlaubstag mit...

 

  von Gast 104798: Lohn für Wiedereinsteiger als Elektriker. Wie hoch ist der Stundenlohn?

 

  von moonlady123456: Flash-Player deinstallieren wegen Sicherheitslücke...?

 

  von Gast 104778: Sim -Karten Wechsel

 

  von Gast 104762: Ich habe bereits einen Minijob, kann man einen zweiten über seinen Ehepartner anmelden ?

 

  von Gast 104747: Wo werden Wrangler Jeans hergestellt

 

  von Gast 104735: Hausbau, steuerliche Vorteile oder auch Nachteile

 

  von Labia: Krankheitsbild

 

  von Amos: Rauchen auch auf dem Balkon bald verboten? Rauchen nur noch im Keller unter Luftabschluß?

 

  von Amos: Ich kapiere es einfach nicht: hätte ich 100.000 Schweizer Franken: wären das jetzt mehr oder...

 

  von StechusKaktus: Was genau kauft die EZB im Rahmen des QE an?

 

  von blog2011: Problem mit dem Downloadhelper auf YouTube im Firefox-Browser

 

  von bh_roth: Gibt es mehr als einen Bundespräsidenten??

 

  von Gast 104252: Umzug eines Hartz iv-Empfängers in das elterliche Haus

 

  von wiesse: Muss ein Inkassobüro den Nachweis erbringen, dass sie den Auftrag vom Auftraggeber erhalten haben

 

  von Reinhard49: wie hoch ist die Kfz-Steuer bei Dieselfahrzeugen

 

  von Gast 104125: Warum weht der Wind VOM Tiefdruckgebiet her ? Zum Luftdruckausgleich müsste ein Tief doch eher...

 

  von Celsete: Muss man sich mit dem System Hartz IV abfinden?

 

  von Amos: Hörte eben: the Secretary General für den Uno-Generalsekretär. Wieso ist das umgekehrt wie im...