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24. Mai 2007, 10:08 Uhr

Wo der Kunde kein König ist

Die Verbraucherschützer der Stiftung Warentest haben acht Internet-Anbieter getestet. Die Ergebnisse sind verherrend. Beratung und Service waren bei nahezu allen Unternehmen eine einzige Katastrophe.

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In die Röhre geschaut: Service und Beratung sind bei den meisten Anbietern miserabel© Colourbox

Der Kundenservice der Internet-Anbieter in Deutschland ist in der Bewertung der Stiftung Warentest miserabel. Bei den acht untersuchten Unternehmen stellten die Verbraucherschützer für die Beratung vier Mal das Urteil "Ausreichend" aus und vier Mal "Mangelhaft". Als bester Anbieter habe sich T-Online herausgestellt, berichtet die Zeitschrift "Test" in ihrer Juni-Ausgabe. Als Gesamturteil erhalte das Angebot der Deutschen Telekom aber lediglich ein "Befriedigend".

Kundenanfragen eine Geduldsprobe

Kundenanfragen per Telefon und E-Mail werden nach Feststellung der Stiftung häufig zur Geduldsprobe. Im schlechtesten Fall, beim Anbieter Freenet, hätten die Testkunden durchschnittlich 14 Minuten in der Telefon-Warteschleife gehangen. Erst nach 17 Tagen und 3 Stunden bekamen sie eine Antwort auf ihre E-Mail-Anfrage.

Auch bei der Einrichtung der Anschlüsse wurden die Testkunden immer wieder enttäuscht. Bei Alice und Freenet seien Bestellungen einfach verloren gegangen. Alice und Versatel ließen nach Angaben von Stiftung Warentest angekündigte Termine zur Freischaltung des Internetanschlusses einfach verstreichen, ohne den Kunden zu benachrichtigen. Positiv vermerkten die Verbraucherschützer, dass nach einem Neuanschluss oder Wechsel die Internetverbindung bei allen Anbietern weitgehend störungsfrei und annähernd so schnell laufe wie versprochen.

Beim DSL-Anschluss nicht nur auf markige Preisangaben achten

Bevor sie sich für das DSL-Angebot eines bestimmten Providers entscheiden, sollten sich Verbraucher genau über Preise und Leistungen informieren. Zum Beispiel will T-Com für einige ihrer Tarife die Preise senken. Dabei sei aber auch zu beachten, dass der Anbieter die Mindestvertragslaufzeiten auf 24 Monate erhöht, gibt das Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin zu bedenken. Es gibt eine Tendenz zu längeren Laufzeiten bei DSL-Verträgen. Meistens müssten sich Kunden ein Jahr oder länger an den Anbieter binden, sagt Michael Wolf von Warentest in Berlin. Die Regel seien inzwischen schon eher 24 Monate. Die Erfahrungen von Stiftung Warentest haben gezeigt, dass die rein technische Qualität der schnellen Internetzugänge bei den meisten Anbietern eher nicht das Problem ist. Wem es nur darum gehe, möglichst schnell ins Netz zu gehen, der kann Michael Wolf zufolge daher einfach nur Preise vergleichen. "Allerdings sind die Tarife oft sehr kompliziert und werden von den Anbietern auf deren Websites meist verwirrend dargestellt." Man müsse deshalb schon sehr genau hingucken.

High-Speed nicht immer sinnvoll

Der Preis eines DSL-Anschlusses hänge entscheidend von der Geschwindigkeit ab, so Wolf. "Die Anbieter vermarkten mit Nachdruck immer schnellere und teurere Anschlüsse, doch die sind längst nicht für jeden sinnvoll." Wer vor allem surfen und E-Mails schreiben wolle ist mit einem relativ günstigen Anschluss mit einer Downloadrate von 1000 oder 2000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s) bestens bedient. Nur wer sehr oft sehr große Datenmengen herunterlädt, sollte über einen schnelleren Anschluss mit 6000 kbit/s oder mehr nachdenken.

Interessant können auch zusätzliche Leistungen sein. Dazu gehören zum Beispiel E-Mail-Konten, Platz für eine Website, Programme für das Erstellen einer eigenen Internet-Seite oder Speicher im Internet. Diese Zusatzleistungen werden Wolf zufolge weniger. "Dafür gibt es immer Zusatzdienste, die mit dem eigentlichen Geschäft eines Internet-Providers nichts mehr zu tun haben." Dazu zählt der Experte zum Beispiel eine Handy-Karte, die es bei manchen Anbieter ohne zusätzliche Gebühr zum DSL-Vertrag dazu gibt. Ein anderes Kriterium für die Auswahl eines DSL-Anbieters ist die Verfügbarkeit. Hier sieht teltarif.de die T-Com klar im Vorteil. Hinzu komme die Möglichkeit, für Telefonate zu Mobilfunkanschlüssen sowie für Auslandsgespräche Sparvorwahlen im Call-by-Call-Verfahren zu nutzen.

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Im Netz Weitere Informationen zum Test der Stiftung Warentest unter: www.stiftung-warentest.de

ule mit DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
el-silencio (26.05.2007, 13:29 Uhr)
arcor wir lieben dich
Ich frage mich, wie arcor es geschafft hat, nicht den letzten Platz zu belegen. Auf Fragen per Email wird schon nach fünf Tagen reagiert und dann mit dem Hinweis auf die kostenpflichtige Hotline. Ich habe Provider, die schaffen das in einer Stunde. Das eigentliche Problem bleibt auch nach Wochen noch ungelöst. arcor funktioniert, solange man keine Probleme hat. Andernfalls sieht es heftig aus.
die_todties (25.05.2007, 09:04 Uhr)
Tiscali ist SPITZE!!!
Vor ca. 3 Jahren haben wir privat von der T-Com zu Tiscali gewechselt. Egal ob innhalb Tiscali ein Wechsel zu einem günstigeren Paket (DSL-Flat, mittlerweile mit Telefon-Flat)oder irgendwelche Anfragen, Tiscali reagiert spätestens nach 1 Tag und antwortet immer präzise und freundlich! Und das obwohl Tiscali unterm Strich noch 10 Euro im Monat günstiger ist als die T-Com!!!
KLASSE SERVICE!!! SEHR ZUFRIEDEN!!!
die_todties (25.05.2007, 08:58 Uhr)
Freenet - nicht zu empfehlen!
Es stand geschäftlich ein Providerwechsel vom T-Com zu Freenet an. Zuerst wurde man falsch beraten, dann funktionierte das VOIP mit ISDN nicht und dann stellte Freenet einfach alles ein! Kein Telefonieren mit VOIP kein DSL!!! Und das als Firma - undenkbar! 4 Wochen dauerte das Ganze bis es endlich geklärt war und die Firma wieder Telefon und DSL hatte!!!
Echt der Hammer!!!
Countryjoe (25.05.2007, 06:51 Uhr)
Telekom
Hier draussen auf dem Lande war die Telekom der einzige Anbeiter der zur Verfügung stand. Ich bin mit den Leistungen zufrieden und der Service ist im Vergleich zu anderen Anbietern gut. Das heißt er ist erreichbar nicht dauerbesetzt.
ker-sten (24.05.2007, 23:59 Uhr)
Gegen arcor ist T-com echt Spitze!
Durch die neuen Kombitarife ist T-Com preislich akzeptabel - und der Service ist um Meilen besser als bei arcor. Hat schon mal jemand versucht mit arcor über die auf den Rechnungen abgedruckte Fax-Nummer zu kontaktieren? Viel Spaß, die Korrekturen, Hinweise auf Abmeldung/Kündigung werden nicht zur Kenntnis genommen. Ätzend! Dagegen ist T-Com ein Ausbund an Korrektheit, Zuverlässigkeit und ggf. Kulanz.
Dav32 (24.05.2007, 20:41 Uhr)
Gegen Arcor ist die Tcom Gold
Mir ging es wie sgrobi75. Ständig hatte ich Probleme mit Dsl... aber für die Hotline hab ich, und es ist echt nicht übertrieben, mindestens eine halbe Stunde gebraucht um durchzukommen. Nich einmal, sondern jedesmal. Bei der Tcom geht wenigstens mal einer dran.
Airliner (24.05.2007, 17:16 Uhr)
Eine Lanze für die Telekom..
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um auch mal einen positiven Kommentar zur Telekom zu liefern.
Nach mehreren Jahren bei verschiedenen Anbietern (1&1, Arcor)sind wir im Frühjahr zur Telekom zurück gekehrt und seitdem sehr zufrieden. Der Preis für Call&Surf ist vielleicht etwas höher als anderswo, aber dafür bietet T-Com und T-Online auch mehr "drum herum". Alles ist mit allem verlinkt und Fragen an die Servicehotline werden innerhalb von 24 Stunden ausreichend beantwortet.
Nach einem zeitlichen "Schnitzer" während des Wechsels Ende Februar bekamen wir ohne langes Zögern einen finanziellen Ausgleich.
Fazit: ich werde so bald nicht mehr wechseln.
rockdino (24.05.2007, 15:28 Uhr)
Telekom - nein danke!!
Ich bin seit ca. 10 Jahren wegen des schlechten Services nicht mehr bei der Telekom und habe Festnetz und Internet bei einem lokalen Provider. Dort habe ich NOCH NIE Probleme gehabt, die Beratung ist gut, der Service auch.
In der letzten Zeit wurde ich von der Telekom massiv mit Werbeanrufen belästigt. Auf meine Antwort, dass ich bei einem lokalen Provider sei, hörte ich dann, dass die doch alle keine Chance hätten und in 1 bis 2 Jahren von der Bildfläche verschwinden würden.....
Einer Firma, die mit solchen Lügen wirbt und jetzt auch noch ihre Mitarbeiter besch.... kann man einfach nicht vertrauen!
anninal (24.05.2007, 15:23 Uhr)
Bei Anfrage bekam ich den Saft abgestellt....
ich hatte eine Anfrage, weil mir eine Zahlungsaufforderung "spanisch" vorkam und "erdreistete" mich, selbige in Frage zu stellen, Resultat war, dass man mir sofort das Emailaccount lahmlegte.
Ich empfand das als Erpressung.
hanahan (24.05.2007, 15:05 Uhr)
bin bei der Geschäftskundenbetreuung
von Versatel als Zeitarbeiter im Einsatz. Der Laden ist total unterbesetzt und die Hotline ist überwiegend zum Mail- und Störungsschubsen da. Allerdings war ich vorher bei Kabel Deutschland für High Speed Internet und Telefonie in der Hotline und dort hat man in Sachen Kundenveräppeln den Bock geschossen.
Die bei der Telekom sind einfach zu blöd, mit entsprechenden Angeboten und dem besseren Service hätten die schnell Marktanteile halten/hinzugewinnen können. Allerdings haben die zu viele gut dotierte Mitarbeiter und deren CRM-Systeme sind auch nur Schrott.
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