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8. Juni 2011, 17:36 Uhr

Polizei schaltet Streaming-Portal Kino.to ab

Nichts geht mehr auf der Streaming-Seite "Kino.to". Das vielbesuchte, aber illegale Film-Portal wurde von der Polizei abgeschaltet. Bei einer Razzia wurden die mutmaßlichen Betreiber festgenommen. Von Christoph Fröhlich

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Das Logo der ehemaligen Streaming-Seite kino.to© stern.de

Schwerer Schlag gegen Raubkopierer: Die Polizei in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden hat bei einer großangelegten Razzia 20 Wohnungen durchsucht und 13 Personen festgenommen. Das sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden stern.de. Und bestätigte damit eine entsprechende Mitteilung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Eine weitere Person sei noch zur Fahndung ausgeschrieben.

Allein in Deutschland waren demnach mehr als 250 Polizisten und Steuerfahnder sowie 17 Datenspezialisten im Einsatz. Der Einsatz richtete sich unter anderem gegen die Internetseite "kino.to", auf der illegal Filme und Serien angeboten wurden. Die Seite wurde von der Polizei abgeschaltet. Auch die dazugehörigen Stream-Hoster, bei denen die verlinkten Raubkopien abgelegt waren, wurden von den Behörden vom Netz genommen.

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Die Polizei hat die Seite bereits abgeschaltet© stern.de

Lang geplante Operation

Das Verfahren gegen die Raubkopierer begann nach jahrelangen Ermittlungen bereits am 28. April 2011 mit einem Strafantrag der GVU. Laut ihrer Aussage verfolgte "kino.to" ein Geschäftsmodell, das lediglich auf Urheberrechtsverletzungen basierte und damit allen Beteiligten Einkünfte aus illegalen Quellen verschaffte. Vor allem durch eingeblendete Werbung und den Verkauf von Premium-Zugängen für illegale Streaming-Dienste generierten die Betreiber den Großteil ihrer Einnahmen.

In Dresden nahm die Integrierte Ermittlungseinheit Sachsen mit einem Stab an Staatsanwälten, Polizisten, Wirtschafts- und anderen Experten sofort ihre Arbeit auf. Sämtliche Erkenntnisse der Razzia flossen in den aktuellen GVU-Strafantrag der Generalstaatsanwaltschaft Dresden ein.

Von Christoph Fröhlich
 
 
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