Viele Millionen Menschen in aller Welt nutzen Skype, um kostenlos über das Internet zu telefonieren. Doch die wenigsten kennen diese zehn Tipps, um noch mehr aus Skype herauszuholen.

Skype hilft einem dabei, die Hardware korrekt zu konfigurieren© Julian Stratenschulte/DPA
Mit dem inzwischen zu Microsoft gehörenden Internettelefonie-Anbieter Skype ist es möglich, kostenlose Telefonate weltweit von PC zu PC zu führen, und gegen Gebühren kann man sogar Festnetztelefone erreichen oder von diesen über eine Onlinenummer angerufen werden. Die folgenden zehn Tipps sollen helfen, noch mehr aus Skype herauszuholen.
Der Skype-Willkommensbildschirm bietet ein nützliches Feature, um die Hardware zu testen. Unter "Prüfen Sie, ob sie hören und sprechen können" werden Lautsprecher sowie Kopfhörer, Mikrofon und die Webcam geprüft. Fällt das Ergebnis negativ aus, macht Skype einige Vorschläge, um das Problem zu beheben. Beispielsweise sollte man sicherstellen, dass der richtige Steckereingang gewählt wurde.
Skype bietet außerdem die Möglichkeit, einen Testanruf durchzuführen. Mit einem Klick wählt man eine Nummer, hört eine weibliche Ansage und kann dann eine eigene Nachricht aufnehmen. Skype spielt danach die aufgenommene Nachricht ab und man kann prüfen, ob alles in guter Lautstärke beziehungsweise überhaupt aufgezeichnet wurde. Skype passt die Mikrofon- und Kopfhörerlautstärke automatisch an und versucht jegliche Probleme zu lösen. Man kann die Audio-Einstellungen aber auch selbst ändern. In der Menüleiste unter "Anrufen" - "Audioeinstellungen" kann man die Standardeinstellungen sowie die Klänge anpassen.
Skype funktioniert mit jedem Lautsprecher, Mikrofon oder Headset, das ordnungsgemäß installiert wurde. Das schließt auch Bluetooth-Headsets mit ein, solange der Computer über einen Bluetooth-Empfänger verfügt und die notwendigen Treiber installiert sind. Das Headset lässt sich im Menüpunkt "Aktionen" - "Optionen" in den "Audioeinstellungen" aus dem Drop-down-Menü auswählen. Wenn es in der Liste erscheint, klickt man es aus und ändert falls notwendig die Einstellungen entsprechend der Bedienungsanleitung. Ebenso fügt man, falls nötig, den Passkey (vierstelliger Schlüsselcode) hinzu. Über den kostenlosen Testanruf kann man prüfen, ob das Gerät verbunden ist und alles funktioniert. Dann braucht man nur noch auf "Speichern" klicken und kann starten.
Eine vollständige Liste mit Kontakten macht das Telefonieren viel einfacher. Man kann natürlich Gesprächspartner manuell hinzufügen, indem man über "Kontakte" in der Menüleiste - "Neuer Kontakt" die relevanten Informationen eingibt. Skype durchsucht dann automatisch alle Kontaktinhalte und listet die Vorschläge auf. Sollte die gesuchte Person bereits bei Skype registriert sein, wird sie automatisch eine Einladung erhalten.
Es ist außerdem möglich, mehrere Kontakte aus Mailkonten oder Outlook zu importieren. Dafür geht man auf "Kontakte" - "Kontakte importieren" und wählt das zu importierende Konto aus. Bei Skype Deutschland besteht die Auswahl aus Outlook, Outlook Express und Yahoo!. Es wird das jeweilige Passwort des entsprechenden Kontos benötigt, um die Kontaktdaten importieren zu können. Personen die einen Skype-Account mit der Mailadresse verbunden haben, werden in einer Liste angezeigt. Geht man auf "Kontakte hinzufügen", wird wieder eine Anfrage versendet.
Wenn man bei Skype eingeloggt ist, kann es auch als Instant-Messaging-Programm ähnlich dem Yahoo! Messenger oder Windows Live Messenger genutzt werden. Man kann mit allen Kontakten online Textnachrichten austauschen, und sogar während einer Videokonversation kann der Service genutzt werden.
Man wählt einfach den Online-Kontakt aus, schreibt eine Nachricht in das entsprechende Feld am unteren Rand und klickt auf "Senden" um einen Chat zu starten. Standardmäßig sieht der Chatpartner einen animierten Stift, während man den Text eintippt. Ändern kann man das Symbol unter "Aktionen" - "Optionen" - "Chat & SMS" - "Erweitere Optionen". Dort kann auch eingestellt werden, wie lange jedes Chat-Protokoll gespeichert werden soll. Ebenfalls unter dem Menüpunkt "Aktionen" - "Optionen" kann man unter "Privatsphäre" außerdem angeben, ob jeder Skype-Teilnehmer oder nur Bekannte aus dem eigenen Skype-Telefonbuch in Kontakt mit einem treten können. Im selben Menüpunkt unter "Chat & SMS" kann man dasselbe für Konversationen einstellen.
In der Standardeinstellung öffnet sich Skype automatisch, wenn Windows hochfährt. Das ist praktisch, wenn man ständig zur Verfügung stehen möchte, kann aber nervig werden, wenn man doch mal etwas anderes zu tun hat. Man kann diese Einstellung unter "Aktionen" - "Optionen" - "Allgemeine Einstellungen" ändern, indem man das Häkchen im Kästchen "Skype beim Windows-Start ausführen" entfernt. Skype öffnet sich dann nur noch, wenn man selbst auf das blaue Skype-Symbol klickt. Im selben Menü kann man auch das Design von Skype ändern. Als Standardeinstellung ist der klassische Skype-Stil eingestellt, aber man kann das Aussehen in Windows-Standard ändern.
Um Anrufe zu Festnetztelefonen tätigen zu können, muss man ein Skype-Konto besitzen oder über Skype-Guthaben verfügen. Dazu klickt man in der Menüleiste auf "Skype" - "Konto" und wählt unter "Skype-Guthaben erwerben" die jeweilige passende Option.
Wer ein Abo abschließt, bekommt außerdem eine Skype-Telefonnummer, die von Festnetztelefonen aus angerufen werden kann. Um eine solche Nummer zu erhalten, geht man auf der Skype-Webseite auf "Online-Nummer" und klickt auf "Besorgen Sie sich eine Online-Nummer". Dann kann man ein Land auswählen. Personen, die aus diesem Land anrufen, werden nur Inlandsgebühren berechnet. Deshalb ist es eine wunderbare Möglichkeit, mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben. Der Service ist aber kostenpflichtig und kostet für den Angerufenen laut der Skype-Webseite 17,25 Euro inklusive Mehrwertsteuer für drei Monate.
Möchte man, dass diese Nummer nicht angezeigt wird, wenn man Anrufe von Skype auf Telefone tätigt, muss man das Häkchen aus dem Kästchen entfernen.