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19. Juli 2010, 12:14 Uhr

Nokia und RIM widersprechen Apple

Auch nach der Pressekonferenz zum "Antennagate" kommt Apple nicht zur Ruhe. Steve Jobs behauptete, nicht nur das iPhone 4 hätte Empfangsschwierigkeiten, die Smartphones der Konkurrenz hätten ähnliche Probleme. Prompt kommt Widerspruch von Nokia und dem Blackberry-Hersteller RIM.

Apple, iPhone, Steve Jobs, iPhone 4, iOs

Steve Jobs attestierte auf einer Pressekonferenz auch den Smartphones der Konkurrenz ein Antennenproblem© David Paul Morris/Getty Images

Der Ärger mit dem neuen iPhone 4 hört für Apple einfach nicht auf: Nun sind Konkurrenten sauer, nachdem Konzernchef Steve Jobs Empfangsprobleme auch bei ihren Mobiltelefonen anprangerte. So sprachen die Co-Chefs des BlackBerry-Anbieters Research In Motion (RIM) von einem inakzeptablen Versuch, ihre Firma in das "selbstverschuldete Debakel" von Apple hineinzuziehen. Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia giftete in einer Stellungnahme, bei ihm gehe Funktionalität vor Design.

Jobs hatte am Freitag einerseits Empfangsprobleme beim neuen iPhone eingeräumt, zugleich jedoch gesagt, auch bei Smartphones anderer Hersteller werde der Empfang schwächer, wenn die Geräte auf bestimmte Weise gehalten würden. Apple illustriert das auch noch mit Videos einiger Telefone von Research In Motion (RIM), Samsung und HTC.

RIM verwies im Gegenzug auf die Entscheidung von Apple, den äußeren Metall-Rahmen des iPhone 4 zur Antenne zu machen, als Grund für die Empfangsprobleme. Sie hätten solche Konstruktionen bei ihren BlackBerrys bewusst gemieden, hieß es in einer Erklärung der Co-Chefs Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die in US-Medien veröffentlicht wurde. "Apple hat bestimmte Design-Entscheidungen getroffen und sollte die Verantwortung dafür übernehmen anstelle RIM und andere in die Situation hineinzuziehen."

Nokia, der Weltmarktführer, der durch den Erfolg des iPhones in den vergangenen Jahren immer stärker unter Druck geraten ist, verwies auf die eigenen Stärken beim Antennen-Design. Nokia erforsche mit großem Aufwand, wie Menschen ein Telefon in verschiedenen Situationen halten und wie man durch den Aufbau der Antennen Empfangsprobleme verhindern könne, hieß es in einer Stellungnahme, die mehrere US-Blogs veröffentlichten.

Auch Motorola-Co-Chef Sanjay Jha sagte dem Technologie-Blog "Digits" zufolge, die Probleme mit äußeren Antennen seien bekannt. HTC, Hersteller vor allem von Telefonen mit Googles Betriebssystem Android und Microsofts Windows Mobile, bestritt Jobs Behauptung, alle Mobiltelefone wiesen grundsätzlich Schwachstellen beim Empfang auf, wenn man sie auf bestimmte Weise halte.

Kein Rückruf des iPhone 4

Apple ruft das iPhone 4 nicht zurück, wird künftig aber allen Käufern eine kostenlose Schutzhülle geben, die den äußeren Metallrahmen des Smartphones bedeckt.

Apple war in den vergangenen Wochen wegen der Berichte über Empfangsprobleme beim iPhone 4 - von US-Medien augenzwinkernd als "Antennagate" bezeichnet - immer mehr unter Druck geraten. Jobs wertete am Freitag die Berichte in den Medien und im Web als "völlig unverhältnismäßig", da sie sich nicht mit den Erfahrungen der Kunden deckten. Er wies auch einen Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg zurück, wonach ein ranghoher Ingenieur das Management bereits im vergangenen Jahr davor gewarnt habe, dass eine außenliegende Antenne die Empfangsleistung schwächen könnte.

Das neueste Modell von Apples Erfolgshandy war am 24. Juni in den Handel gegangen und hatte sich seitdem drei Millionen Mal verkauft.

Apple ging zugleich in eine PR-Offensive und zeigte einem knappen Dutzend ausgewählter US-Journalisten erstmals das hochgeheime und extrem teuer ausgestattete Labor, in dem an den Antennen-Design der Apple-Geräte gearbeitet wird. Die Führung machte Apple-Spezialist Ruben Caballero, der laut Bloomberg Jobs vor den Antennen-Problemen gewarnt haben soll. Er kommentierte den Bericht laut "New York Times" nicht.

Lesen Sie dazu auch bei unserem Partner in der Schweiz, 20 Minuten Online: "Keynote zu Antenntenproblemen des iPhone 4: Steve Jobs' Auftritt macht etwas ratlos - aufs iPhone 5 warten?"

DPA/bla
 
 
KOMMENTARE (10 von 11)
 
volksverdummung (21.07.2010, 09:14 Uhr)
@eye074
Bist ein ganz schlauer gell.Keine Ahnung aber davon viel.
volksverdummung (21.07.2010, 08:12 Uhr)
@eye074
bist ein ganz schlauer gell.Keine Ahnung aber davon viel.
paladin09 (21.07.2010, 01:36 Uhr)
Jeder
Amaturfunker mit Lizenz weiß was passiert, wenn man ein Funkgerät direkt an der Antenne packt.
Die Probleme des IPhone4 sind doch nichts neues und seit Jahrzehnten unter Funkamateuren weltweit bekannt.
Anscheinend kennen sich die Apple Ing. mit der Hochfrequenzfunktechnik nicht sonderlich gut aus um das Gehäuse bzw. dem Gehäuse umlaufender Metallzierrahmen als Antenne zu verwenden der ständig in der Hand liegend berührt wird.
Hätten sie diesen Metallzierrahmen gleich nach innen im Gehäuse gelegt gäbe es dieses Problem nicht. Jetzt muß eine Gummihülle als Schutz vor Berührung und Isolierung der Antenne als Notlösung einer Fehlkonstruktion herhalten.
Das Apple Iphone4 ist eine Fehlkonstruktion mit gravierender Fehlfunktion was sein Geld nicht wert ist.
Sende und Empfangschwankungen kommen bei allen Handys in allen Frequenzberichen vor und sind völlig normal. Das hängt mit der Wellenausbreitung dieser hohen Frequenzbereiche und der Geländebeschaffenheit zusammen. Dazu kommen weitere Faktoren die sich störend auf Funkverbindungen auswirken können.
Doch der Konstruktionsfehler des Apple Iphone4 ist offensichtlich und nicht weg zuleugnen. Selbst eine kostenlose Gummihüle behebt nicht den Konstruktionsfehler, sondern die Wirkung des Konstruktionsfehlers.
Apple macht es sich mit einer Gummihülle für ein 600 bis 1000 Eur. teures Markenhandy zu einfach. Ein Rückruf der Geräte wäre die Marke Apple seinen Fans und Kunden in jedem Fall schuldig und stünde der Marke Apple besser zu Gesicht. Wer als Marke auf sich und seinen Ruf etwas hält, wert legt handelt anders!
facility (20.07.2010, 12:44 Uhr)
Viele Seiten
Ich find es amüsant, wie die unterschiedlichen Meinungen aufeinander prallen.
IPhone Besitzer: "Wir sind genauso normal wie alle anderen auch!"
oder
"Verdammt jetzt habe ich viel zu viel Geld für mein Überphone ausgegeben und nun ist das doch nichts besonderes mehr!"

Smartphone Besitzer: "Juhu, endlich kann man auch auf der Hardware vom totalitären Apple herumtreten."

Mensch Leute, Apple war vorher auch nicht perfekt, hat aber durch die überteuerten Geräte die Möglichkeit, nen guten Service zu liefern. Klar, dass man dann eher von wenigen Beschwerden hört.
Außerdem wird jeder, der mal über sein Problem berichtet in Apple Foren schnell auf den Scheiterhaufen geführt.

Abgesehen davon find ich interessant, dass 15.000 Beschwerden (und das sind dann ja nur die, die sich getraut haben, sich wegen des Problems zu melden) für Steve Jobs eher uninteressant sind.
dist-bln (20.07.2010, 11:49 Uhr)
@schmarkus... @manta
@schmarkus
ich kann nur zustimmen, von solchen problemen habe ich schon vor dem erscheinen des neues iPhone, von verschiedenen modellen gehört...
ist also kein "iPhone-Problem"..!

@manta
im übrigen zur qualität- ich benutzte seit ca. 20 jahren macs beruflich und privat und habe noch keine werkstatt gesehen..!
die probleme mit ihrem macbook air- wenn diese wirklich in der konstruktion liegen, müßten sie nach einer alternative schauen- konkurrenz belebt das geschäft...
eye074 (20.07.2010, 09:28 Uhr)
@volksverdummung
Was für ein sinnloser Kommentar. Unpassend / am Thema vorbei, subjektiv und anscheinend bar jeden Sachverstands.
Der Nick scheint Programm zu sein.
volksverdummung (20.07.2010, 06:45 Uhr)
Nokia...
sollte mal ganz schnell sein dummes Mundwerk halten.Die letzten Jahre haben gezeigt das die Finnen ein Schrotthandy nach den anderen herausbringen.Schlechte Verarbeitung,übelste properitäre Software.Beispiel Maeom,der größte Schwachsinn überhaupt.
DangerSeeker (19.07.2010, 19:11 Uhr)
jaja...
Apple macht es möglich.
Mal ganz ehrlich, ich kann dem Ding nichts abgewinnen?
Man ist zu sehr an Apple gebunden was ja wiederum ja auch gewollt ist.
Nur so verdient man ja auch Geld.
Tja?.Computer können die nicht bauen, noch weniger Mobiletelefone.
Mit meinem HTC habe ich keine Probleme. Software oder sogenannte Apps bekomme ich überall im Netz.
Und das Kostenlos.
Lieber ein Nokia als ein Schrott-Fon von Apple.
Und wenn die Leute sich dann auch noch damit abspeisen lassen mit einer Gummihülle?
LG DangerSeeker
manta (19.07.2010, 18:03 Uhr)
apple...
Apple befolgt am allerwenigsten die Regel "Form Follows Function". Es ist viel eher so, dass die Funktion der Form folgen muss. Die Antenne wird sprichwörtlich um das Design herumentwickelt. Ich habe ein Macbook Air und kann davon ein Lied singen. Das Trackpad, die Scharniere....das ist auch alles wohl als letztes entwickelt worden. Hauptsache das Design stimmt, der Rest ist egal. Mittlerweile habe ich einen eigenen Ordner mit Apple Rechnungen/Arbeitsaufträgen. Viel fehlt nichtmehr, dann habe ich an der Genius Bar meine eigene Tasse mit Stammplatz.
schmarkus (19.07.2010, 16:22 Uhr)
mal abgesehen davon, dass apple sich selber ordentlich in die scheiße geritten hat und es unter aller sau ist andere hersteller da mit reinziehen zu wollen:

wenn ich bei meinem nokia 5800 xpress music meine finger auf eine bestimmte stelle lege, fällt die signalstärke auch in den keller.

das nervt schon ordentlich ist aber nur beim internet surfen zu bemerken, wenn man das handy horizontal hält.
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