So schützen Sie Ihre Privatsphäre auf Facebook

20. Februar 2013, 15:16 Uhr

Jedes kleine Häkchen ist wichtig: Datenschützer empfehlen, die Privatsphäreeinstellungen bei Facebook regelmäßig zu überprüfen. Auch vor Spiele-, Grußkarten- oder Quiz-Apps warnen sie.

Auf Facebook ein falsches Häkchen gesetzt und schon teilt man seine privaten Daten mit der gesamten Netzwelt. mehr...

Es muss nicht immer dieses Alptraumszenario sein. Trotzdem empfehlen Datenschützer bewusster mit sozialen Netzwerken umzugehen.

O-Ton: Alexander Dix, Datenschutzbeauftragter Berlin „Heute muss man davon ausgehen, dass diese sozialen Netzwerke systematisch durchsucht werden, auch von anderen: Von Sicherheitsbehörden, von staatlichen Behörden, von Auskunftteilen, die Bonität etwa analysieren und von Arbeitgebern. All das muss man wissen und danach sollte man auch sein eigenes Verhalten ausrichten, was man auf diesen Portalen, auf diesen Netzwerken postet und veröffentlicht.“

Die Voreinstellungen sind nicht gerade datenschutzfreundlich und oft schwer zu finden. Mit ein paar kleinen Kniffen lässt es sich aber auch auf Facebook sicherer surfen. Vor allem Spiele-, Grußkarten-oder Quiz-Apps sind bei den Nutzern besonders beliebt, aber auch besonders gefährlich.

O-Ton: Florian Glatzner, „Ein Problem mit den Drittanbietern ist, dass der Verbraucher häufig gar nicht erkennt, dass jetzt Daten weitergegeben wurden. Das heißt, er kann seine Rechte, wie beispielsweise Informationen, dass jetzt Daten gespeichert werden oder seine Löschrechte überhaupt nicht wahrnehmen.“

Im App-Zentrum sollte man deshalb am besten alles deaktivieren, was fragwürdig erscheint oder nicht benötigt wird. In den Kontoeinstellungen sollte man in den Menüpunken „Sicherheit“ und „Privatsphäre“ immer wieder auf Neuerungen achten und alles nach seinen Bedürfnissen anpassen. Hier kann beispielsweise auch verhindert werden, dass das Profil in der Google-Suche erscheint. Ein weiterer Tipp vom Experten:

O-Ton: Alexander Dix, Datenschutzbeauftragter Berlin „Wenn man für Facebook einen anderen Browser benutzt als für die sonstige Internetnutzung, unterbindet man, dass Facebook alles überwacht und mitlesen kann, was man im Internet sonst so macht.“

Generell gilt: Alles genauestens durchlesen, bevor ein falscher Klick zu bösen Überraschungen führt. Denn leider geben Nutzer mit vorschnellen Klicks oft selbst ihre Einstimmung dazu, dass ihre Daten weitergeben werden dürfen. Schließen