Die wichtigste Energiequelle für den Körper sind die Kohlenhydrate - dazu zählt der Zucker, aber auch Stärkehaltiges wie Mehl, Nudeln, Kartoffeln. Der Körper kann auch Fette und sogar Eiweiße in Energie umwandeln. Wieviel welcher Nährstoff bringt, stellen Ernährungswissenschaftler mithilfe eines so genannten Kalorimeters fest. Das ist ein kleiner Brennofen, der mit den entsprechenden Lebensmitteln bestückt wird. Während sie verkokeln, wird Wärme frei. Diese Energie kann gemessen werden.
Wenn Fett verbrennt, entsteht viel Wärme, Kohlehydrate und Eiweiße lassen weniger Wärme entstehen: So bringt
Ob man die Wärme in Kalorien oder Joule misst, ist egal, die Energiemenge ist dieselbe. Heute ist die Maßeinheit Joule die geläufigere, in manchen Nährwerttabellen sind aber noch Kalorien verzeichnet. Wenn Sie einen Wert in den anderen umrechnen möchten:
Die Einheiten Kilokalorie und Kilojoule bezeichnen jeweils das Tausendfache der Grundeinheit: Eine Kilokalorie ist gleich tausend Kalorien, ein Kilojoule bedeutet tausend Joule. Im übrigen ist eine Kalorie ganz schön viel: Das entspricht der Energie, die Sie brauchen, um einen Milliliter Wasser - das ist ein dicker Tropfen - von 14,5 auf 15,5 Grad Celsius zu erhitzen.
Kritiker des Kalorienzählens weisen darauf hin, dass man den Körper nicht mit einem Brennöfchen im Labor vergleichen könne. Schließlich verstoffwechseln die Zellen die Nährstoffe in komplizierten chemischen Prozessen, die Öfen verkohlen sie nur.
Doch mittlerweile ist geklärt, dass die Laborwerte von Fett und Kohlenhydraten tatsächlich den Brennwerten im Körper entsprechen. Nur bei den Eiweißen trifft das nicht zu. Baut der Organismus Proteine ab, entsteht neben Kohlendioxid und Wasser noch Harnstoff. Diese Substanz enthält zusätzliche Energie - die aber mit dem Urin ausgeschieden wird. Der physiologische Brennwert von Eiweiß ist also niedriger. In der oben stehenden Liste ist bereits der korrekte Wert angegeben.