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Wieso die Pampelmuse im Beipackzettel auftaucht

Lebensmittel mit Eiweiß

Eiweiß setzt sich aus vielen kleinen Bausteinen zusammen, unter anderem aus so genannten Aminen. Auch unser Körper bildet solche Amine. Sie sind beispielsweise Grundstoff für Neurotransmitter oder sie beeinflussen den Blutdruck. Medikamente, die in den Stoffwechsel-Kreislauf dieser körpereigenen Amine eingreifen sollen, wechselwirken auch mit den Aminen aus eiweiß-haltigen Lebensmitteln. So können Eier und Käse problematisch werden, wenn Sie zum Beispiel Medikamente gegen Depressionen oder Tuberkulose einnehmen.

Streng auf ihre Ernährung achten müssen Sie, wenn Sie Mittel gegen Depressionen einnehmen, genauer: so genannte nichtselektive MAO-Hemmer, das sind Mono-Amin-Oxidase-Hemmer. Die Arznei blockiert den Abbau von Aminen.

Salami und Bier enthalten viel Tyramin

Bestimmte Lebensmittel sollten Sie bei diesen Medikamenten meiden, nämlich alle, die Tyramin enthalten. Sonst steigt Ihr Blutdruck, es kann sogar zu Hirnblutungen mit tödlichem Ausgang kommen. Tyramin ist vor allem in eiweißreichen Lebensmitteln enthalten, die länger gelagert wurden: in weißen Bohnen, Hefe, einigen Käsesorten, Salami, Sojabohnen, Rotwein, besonders in Chianti, und in einigen Biersorten.

MAO-Hemmer vertragen sich auch nicht mit Histamin, einem weiteren Amin. Histamin steckt in einigen Fischarten oder in Käse, etwa in Makrelen, Thunfisch oder in Cheddar.

Dieselben Histamin-haltigen Lebensmittel sollten auch Tuberkulosekranke meiden, die den Wirkstoff Isoniazid einnehmen. Denn das Medikament hemmt den Abbau von Histamin. Die Gefahr bei Isoniazid und histamin-haltigen Lebensmitteln: Ihr Herz kann anfangen zu rasen, Sie können Kopfschmerzen bekommen oder Ihnen wird übel.

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