Grapefruit-Saft oder die Frucht greifen in denjenigen Prozess ein, mit dem der Körper bestimmte Medikamente abbaut. Pampelmusen können daher die Wirkung des Medikaments verstärken - sogar, wenn Sie erst am folgenden Tag davon essen.
Sie sollten Sie auf Pampelmusen ganz verzichten, wenn Sie Mittel nehmen, die das Immunsystem unterdrücken - zum Beispiel Ciclosporin. Sonst können Nieren, Nervensystem oder Leber geschädigt werden.
Grapefruit ist auch nicht gut, wenn Sie Medikamente brauchen, die in den Fettstoffwechsel eingreifen, etwa so genannte CSE-Hemmer wie Statine. Werden sie nicht abgebaut, können Ihre Muskeln schwächeln oder schmerzen.
Einige Beruhigungs- und Schlafmittel wie Benzodiazepine vertragen sich ebenfalls nicht mit Pampelmusen, genauso wie Medikamente, die den Blutdruck senken, etwa wie der Kalzium-Antagonist Nifedipin. Desweiteren sollten Sie aufpassen bei Allergiemitteln wie Terfenadin: Die Gefahr von Herzrhythmus-Störungen besteht.
Wenn Sie Mittel gegen Erektionsstörungen einnehmen, wie zum Beispiel Phosphodiesterase-5-Hemmer, können Grapefruits zu einem Blutdruckabfall, zu Sehstörungen oder schmerzhaften Dauererektionen führen.
Pampelmusen verstärken aber nicht nur die Wirkung von Arzneien. Sie können ihren Effekt auch unterbinden. Zum Beispiel bei Krebsmedikamenten, die zu den so genannten Stickstoff-Lost-Derivaten gehören.