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Operationen als letzter Ausweg

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Ausgeklinkt: Ein großer Abschnitt des Dünndarms wird lahmgelegt© Martin Freiling

Duodenal Switch

Noch radikaler als ein Magenbypass ist ein so genannter Duodenal Switch. Bei dieser OP näht die Ärztin aus dem Magen einen schmalen Schlauch, der nur noch ein Viertel des ursprünglichen Volumens hat.

Diesen Restmagen verbindet die Operateurin mit einer Dünndarmschlinge. So wird ein großer Dünndarmabschnitt ausgeklinkt. Erst kurz vor der Einmündung in den Dickdarm kommen die Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Gallenblase mit dem Nahrungsbrei zusammen.

Mit diesem Eingriff lässt sich zwar der größte Gewichtsverlust erzielen. Er zählt aber auch zu den riskantesten Operationen. Deshalb wird er meist nur bei so genannten Super-Obese - Menschen mit einem Body-Mass-Index über 60 - durchgeführt.

Diese Operation greift massiv in die Stoffwechselvorgänge ein. Das kann unangenehme Begleiterscheinungen verursachen, etwa starke Durchfälle und Blähungen. Auch hier muss der Operierte lebenslang Pillen mit Vitaminen und Mineralstoffen schlucken. Tut er das nicht, können schwere Mangelerscheinungen wie Blutarmut, Haarausfall oder Osteoporose auftreten.

Seite 1: Operationen als letzter Ausweg
Seite 2: Magenband
Seite 3: Schlauchmagen
Seite 4: Magenbypass
Seite 5: Duodenal Switch
Seite 6: Magenschrittmacher
 
 
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