Das Leben der Bilderkrieger

2. August 2013, 13:57 Uhr

Sie sind unsere Augen in den Krisengebieten und riskieren oft genug ihr eigenes Leben. In "Bilderkrieger" erzählen Kriegsfotografen auf sehr persönliche Weise vom alltäglichen Grauen ihres Berufes. Von Björn Erichsen

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Michael Kamber hat die Schrecken dieser Welt gesehen: 25 Jahre lang war der Fotojournalist in Krisengebieten unterwegs. Seine Bilder aus Somalia, dem Kongo, Afghanistan oder dem Irak zeigen Elend, Gewalt und Grauen und sind vielfach preisgekrönt, unter anderem mit dem renommierten World Press Photo Award. Seinem Berufsstand hat er nun ein Buch gewidmet, das im Ankerherz Verlag erschienen ist. Titel: "Bilderkrieger".

Darin erzählen Kriegsfotografen, vor allem aus den USA und Europa, von ihren Erlebnissen im Einsatz. Für Amber war es oft nicht leicht, seine Kollegen zum Sprechen zu bewegen. Doch durch seine persönliche Bekanntschaft sind besonders intensive Interviews gelungen, in denen die Bilderkrieger von ihren persönlichen Motiven für ihre Berufswahl berichten, über Ängste und Hoffnungen. Und auch über den Zynismus einer Medienbranche, in der schon mal ein Kriegsfoto nicht gedruckt wird, weil die Farbe des Blutes nicht zu der gegenüberliegenden Anzeigenseite passt.

Oben im Bild zu sehen: Ein U.S. Marine mit einem GI Joe als Glücksbringer auf seinem Rücken, fotografiert von der deutschen Kriegsreporterin Anja Niedringhaus.

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