Rauchen und zu viel Wärme erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass ein Neugeborenes am plötzlichen Kindstod stirbt. Das belegt eine Studie aus Kanada, die im Fachblatt "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" veröffentlicht wurde. Danach ist es besonders gefährlich, wenn die Mutter bereits während der Schwangerschaft raucht.
Studienleiter Shabih Hasan von der Klinik für Kinderheilkunde der University of Calgary setzte für seine Studie schwangere Ratten Zigarettenrauch und erhöhten Temperaturen aus. War die schwangere Ratte Tabakrauch ausgesetzt, litten viele ihrer Nachkommen unter einer Schnappatmung. Im Vergleich zu normalen Ratten war das Risiko einer Schnappatmung fast dreimal so hoch. War die trächtige Ratte erhöhten Temperaturen ausgesetzt, war das Risiko zweimal so hoch.
Schwangere Ratten, die Zigarettenrauch ausgesetzt waren, gebaren zudem vermehrt Tiere, die Atemprobleme hatten. Setzte man diese Neugeborenen in einen Raum mit relativ wenig Sauerstoff, konnten sie schlecht atmen. Normale Ratten hingegen, deren Mütter Frischluft atmen durften, bekamen keine Atemprobleme bei Sauerstoffmangel.
"Offenbar ist die Atmung bei Sauerstoffmangel oder unter Wärmestress besonders instabil, wenn die Mütter schon während der Schwangerschaft rauchen", sagt Hassan. Ob die Ergebnisse dieser Studie auf den Menschen übertragbar sind, ist allerdings noch nicht erwiesen.