Liebescomeback mit Hindernissen

17. Januar 2013, 17:45 Uhr

Sie liebt ihn, sie liebt ihn nicht: Nach der Nachricht von der Versöhnung von Sylvie und Rafael van der Vaart sorgt ein Dementi für Verwirrung. Ein Liebescomeback scheint dennoch nicht ausgeschlossen. Von Jens Maier

Slyvie van der Vaart, Rafael van der Vaart, Versöhnung, HSV, Liebescomeback

Trennung, Versöhnung, Verwirrung: Sylvie und Rafael van der Vaart©

Gut gelaunt besucht sie am vergangenen Dienstag das Verlagshaus Gruner+Jahr in Hamburg. In einer dunklen Limousine wird Sylvie van der Vaart am Haupteingang abgeholt, verabschiedet sich lachend von Christian Krug, dem Chefredakteur der Zeitschrift "Gala". Was die 34-Jährige so glücklich macht, erfahren die Leser der Zeitschrift am Tag darauf. "Liebes-Comeback! Sylvie und Rafeal van der Vaart geben sich eine zweite Chance", titelt die Zeitschrift in ihrer neusten Ausgabe. Die überraschende Nachricht von der Versöhnung verbreitet sich am Mittwoch sofort. Boris Becker fühlt sich zu einem Kommentar berufen und twittert: "Good News." Viele Online-Medien greifen die Meldung auf, auch stern.de berichtet.

Doch am späten Nachmittag trübt eine Pressemitteilung die Geschichte vom neuen Liebesglück der van der Vaarts. Sylvie und Rafael verstünden sich auch nach ihrer Trennung gut, heißt es in einer Erklärung ihres Managements in den Niederlanden. Und weiter: "Davon, dass sie wieder zusammen sind, kann jedoch keine Rede sein." Das Dementi sorgt für Verwirrung. War die Nachricht von der Versöhnung der van der Vaarts eine Falschmeldung?

"Gala"-Chefredakteur bleibt bei seiner Darstellung

Nein, behauptet die "Gala". "Wir bleiben bei unserer Darstellung", sagt Chefredakteur Krug. Sein Blatt habe keinen Grund, sich zu korrigieren. Das Magazin zitiert Sylvie van der Vaart mit den Worten: "Ich bin so glücklich. Wir wollen es wieder miteinander versuchen." Diese Sätze seien so gefallen. Sie habe davon gesprochen, dass Rafael und sie sich wieder behutsam annähern wollten. "Seit ihrer Trennung zu Silvester habe ich Sylvie nicht so glücklich erlebt. Sogar Tränen flossen, weil sich dieses Fenster zu ihrer großen Liebe wieder zaghaft öffnet", hatte Krug in der "Gala" geschrieben. Dabei bleibt es.

Dem widerspricht das Management der van der Vaarts. Das Dementi erfolgte gegenüber dem holländischen Fernsehsender RTL. "Rafael und Sylvie van der Vaart haben überraschend Kenntnis von den Berichten in den deutschen Medien genommen." Eine Versöhnung sei "derzeit kein Thema", heißt es in der offiziellen Mitteilung vom Mittwochnachmittag unmissverständlich. Das Paar brauche "Zeit und Raum, um die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen." Gegenüber deutschen Medien äußerte sich das Management bislang nicht. Rafael und Sylvie van der Vaart schweigen.

Paar traf sich mehrfach in Hamburg

Ist die Geschichte von der Versöhnung, von der neuen Liebe, von der Rückkehr des Glamourpaares, ein großes Missverständnis? Dass Sylvie van der Vaarts Worte von Liebe und der zweiten Chance als vage Andeutung gemeint waren, ist nur schwer vorstellbar. Die Moderatorin ist Medienprofi, musste wissen, welche Wirkung ihre Sätze entfalten würden. Insbesondere dann, wenn sie gegenüber dem Chefredakteur eines People-Magazins fallen. "Wir wollen es wieder miteinander versuchen." Nein, ein Missverständnis kann das nicht sein.

Wer sagt also die Wahrheit? Fakt ist, dass der Kontakt zwischen Rafael und Sylvie van der Vaart auch nach der Trennung am 1. Januar nie abgerissen ist. Im Gegenteil. Während der Fußballprofi sich im Trainingslager des HSV in Abu Dhabi aufhielt, sollen sie täglich miteinander telefoniert haben. Nach seiner Rückkehr nach Hamburg am 10. Januar hat Rafael mehrfach die ehemals gemeinsame Wohnung im Stadtteil Eppendorf aufgesucht. Offenbar galten die Besuche nicht nur seinem Sohn Damian. Am Sonntagabend speiste das Paar gemeinsam im Restaurant "Fischereihafen" in Hamburg-Altona - ohne Kind.

Glaubwürdigkeit der van der Vaarts steht auf dem Spiel

Warum das Management die Annäherung trotzdem dementiert, darüber kann derzeit nur spekuliert werden. Gut möglich, dass Rafael van der Vaart vom Versöhnungsgeständnis seiner Frau überrumpelt wurde. Dass er es lieber gesehen hätte, wenn die Meldung über ein Liebescomeback sorgfältig von seinen Beratern vorbereitet worden wäre und dass er seine Frau deshalb zurückgepfiffen hat. Denn der HSV-Spieler steht beruflich unter Druck. Unruhe im privaten Umfeld werden von Profivereinen nur ungern gesehen, könnte seiner Leistung schaden. Nach den Turbulenzen um seine Trennung braucht van der Vaart Ruhe, um sich auf den Start der Bundesliga-Rückrunde konzentrieren zu können. Erneute Aufregung um seinen Beziehungsstatus kann er nicht gebrauchen, das Dementi könnte Mittel zum Zweck sein, um ein mediales Dauerfeuer zu verhindern.

Egal ob falsches Timing oder das Gerangel um die mediale Kontrolle der gemeinsamen Beziehung: Das Dementi schadet der Glaubwürdigkeit der van der Vaarts. Monatelang haben sie eine glückliche Beziehung vorgetäuscht, saßen noch im Oktober wie ein frisch verliebtes Paar auf der Couch bei "Wetten, dass ..?", nur um wenige Wochen später zugeben zu müssen, dass es schon länger in ihrer Beziehung gekriselt habe. Statt Vertrauen zurückzugewinnen, sorgen sie jetzt mit widersprüchlichen Aussagen zu ihrer Beziehung für Verwirrung.

Ein Hintertürchen haben sich die van der Vaarts offen gelassen: Derzeit, heißt es in ihrer Mitteilung, sei die Versöhnung kein Thema. Das gibt allen Hoffnung, die doch an ein Liebescomeback glauben. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

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