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Entertainment-Elite unterstützt die Kampagne

Amerikas Entertainment-Elite unterstützt Filmemacher Jason Russell dabei, den ugandischen Massenmörder Joseph Kony zu stoppen. Selbst Oprah Winfrey twittert mit.

Von Frank Siering, Los Angeles

  Twittert auch zu "Kony 2012": Teenie-Star Justin Bieber findet, es sei "Zeit, dass wir ihn niedermachen".

Twittert auch zu "Kony 2012": Teenie-Star Justin Bieber findet, es sei "Zeit, dass wir ihn niedermachen".

Hollywood ist geschockt, Hollywood will helfen. Das Video "Kony 2012" von Filmemacher Jason Russell hat auch in der Welt von Glitter und Glamour für einen Aufschrei der Empörung gesorgt - und durch die Macht der sozialen Medien eine unglaubliche Solidarität ausgelöst.

Der Streifen zeigt die inhumanen Aktionen von Joseph Kony, dem Kopf der ugandischen Rebellenarmee "Lord's Restistance Army" (LRA). Die "Gotteskrieger" terrorisieren seit Jahrzehnten das Land. Sie morden, plündern, vergewaltigen und kassieren Kindersoldaten ein. Fast 70.000 sollen es bislang sein. Seit 2004 liegen mehrere internationale Haftbefehle gegen Kony vor, dennoch kann er ungestört seinem mörderischen Feldzug im Namen der Zehn Gebote nachgehen.

Die Organisation "Invisible Children" will dem Menschenfeind jetzt das Handwerk legen - und Hollywoods Elite zeigt bisher ungesehene Solidarität und Hilfsbereitschaft. Popstar Rihanna kündigte am Donnerstag an, dass sie in ihrem nächsten Musik-Video in irgendeiner Form auf die Umstände in Uganda aufmerksam machen möchte. Via Twitter schrieb sie: "#KONY2012 Spread the word!!!" ("#Kony2012, erzählt es weiter!!!").

Da wird sogar Kim Kardashian politisch

Die Macht der Pop-Bewegung scheint zu funktionieren. Auch Justin Bieber sprang sofort auf den Kony2012-Zug auf. "Zeit, dass wir ihn niedermachen. Ich rufe all meine Fans, Freunde und Familie auf #STOPKONY", schrieb er. Und um dem Ernst der Situation noch mehr Nachdruck zu verleihen, fügte er hinzu: "Das ist kein Witz, diese Angelegenheit ist sehr ernst. Zusammen können wir etwas verändern."

Dem wollten Entertainment-Größen wie Kim Kardashian oder P. Diddy nicht nachstehen. "#Kony2012, hab's grad gesehen. Unglaublich stark! Stop Kony!!!", twitterte die sonst eher unpolitische Kardashian. Und Diddy tippte in sein Handy: "Lieber Joseph Kony, Ich werde Ihnen helfen, berühmt zu werden. Wir werden Sie aufhalten." Der Musikmogul schloss mit der Aufforderung an seine sechs Millionen Twitter-Freunde, die Botschaft weiter zu verbreiten.

Der Film ist ein echtes Beispiel für die Social-Media-Macht. Kurz nach seiner Veröffentlichung am Dienstag wurde er allein auf Youtube 20 Millionen mal angeklickt. Bekannte amerikanische Entertainment-Sendungen wie "Access Hollywood", "Entertainment Tonight" und "The Insider" berichteten über das Video-Phänomen.

Das Experiment ist geglückt

Als jetzt sogar die ungekrönte Königin des Showbiz, Oprah Winfrey, auf den Film einging, konnte das von den Machern als "Experiment" angekündigte Video wohl endgültig als geglückt bezeichnet werden. "Kony2012" zählt schon jetzt zu den erfolgreichsten viralen Videos alle Zeiten.

"Vielen Dank für die Infos, liebe Tweeps", schrieb Winfrey. Und weiter: "Weiß Bescheid, unterstütze den Kampf (gegen Kony) schon lange. Mit $ und Worten. Werde nicht aufhören."

Der einzige Superstar, der sich etwas genervt zeigte von den vielen Tweets in Sachen Kony, die sie den ganzen Tag über erhielt, war Neu-Mama Beyoncé: "Bitte hört auf, mir weiter Informationen über #stopkony zukommen zu lassen. Ich unterstütze die Sache schon längst", twitterte sie etwas lapidar, aber doch im solidarischen Schulterschluss mit den Kollegen an ihre Twitter-Gemeinde zurück.

Frank Siering, Los Angeles
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