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12. März 2010, 10:23 Uhr

Nebel verursacht Massenkarambolage

Chaos auf der Autobahn 8: In dichtem Nebel sind nahe Augsburg am Morgen Dutzende Autos und Lastwagen ineinandergekracht. 19 Menschen wurden so schwer verletzt, dass sie in Krankenhäuser gebracht wurden. Es war nicht die einzige Massenkarambolage in Süddeutschland.

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Rettungskräfte koordinieren ihre Arbeit. Auf der A 8 bei Augsburg war es am Morgen zu einer Massenkarambolage gekommen© Stefan Puchner/DPA

Nebel und Glätte haben am Freitag in Süddeutschland zu Massenkarambolagen mit zahlreichen Verletzten geführt. Die größte Unfallserie ereignete sich auf der Autobahn 8: In dichtem Nebel krachten am Morgen nahe Augsburg fast 60 Fahrzeuge ineinander. Bei dem Massencrash mit 21 Lastwagen und 37 Autos wurden nach Polizeiangaben knapp 80 Menschen verletzt, 19 davon mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Auf einer Länge von mehr als einem Kilometer steckten rund 170 Fahrzeuge zwischen den Unfallautos fest. Ein Augenzeuge sprach von "absolutem Chaos", die Autobahn habe an ein Trümmerfeld erinnert.

"Wir hatten sehr schlechte Sichtverhältnisse, Glatteis war nicht die Hautursache für die Unfälle", sagte ein Polizist. Zur Unfallzeit gegen 7 Uhr herrschte dichter Nebel mit einer Sichtweite unter 50 Metern. Die meisten Unfallbeteiligten seien aber mit dem Schrecken davongekommen. "Die waren nicht so schnell unterwegs wegen der schlechten Sicht, aber noch schnell genug, um ineinander zu fahren", sagte ein Polizeisprecher. Ein Unfallbeteiligter drückte das so aus: "Es waren viele Schutzengel unterwegs."

Ein Großaufgebot von rund 110 Feuerwehrmännern, 60 Sanitätern und zahlreichen Polizisten war stundenlang im Einsatz. Verpflegungszelte wurden eingerichtet, es gab heiße Getränke und die Möglichkeit, sich an Heizstahlern zu wärmen. Wegen der Bergungsarbeiten bleibt die Autobahn in Richtung München wohl bis in die Nachmittagsstunden gesperrt.

Die quer- und schrägstehenden Autowracks wurden über eine gesperrte Spur der Gegenfahrbahn abgeschleppt. Als große Herausforderung bezeichnete der Polizeisprecher die genaue Erfassung des Unfallgeschehens. Die Polizeibeamten hätten Teams gebildet, die vor dem Abschleppen der Autowracks klären mussten: "Wer ist in wen hineingefahren, wer hat andere aufgeschoben?"

Tödlicher Unfall nahe Nördlingen

Weniger glimpflich verlief eine Karambolage im Grenzgebiet zwischen Bayern und Baden-Württemberg: In der Nähe von Nördlingen wurden eine Person getötet und zwei schwer verletzt. An der Unfallserie waren nach Polizeiangaben rund 15 Fahrzeuge beteiligt. Nachdem ein Lkw auf glatter Straße in den Graben fuhr, hielten zwei weitere Laster an, vermutlich um zu helfen, wie die Polizeiinspektion Nördlingen erklärte. Weitere Fahrzeuge fuhren dann in die stehenden Autos. An der Unfallstelle war es glatt und neblig. Der tödlich Verunglückte fuhr einen Roller und geriet nach ersten Erkenntnissen zwischen die zusammenstoßenden Fahrzeuge.

Spiegelglatte Straßen

In Niederbayern wurden am Freitagmorgen bei einer Unfallserie 14 Personen verletzt, sechs davon schwer, aber nicht lebensgefährlich. Auf der Kreisstraße 22 zwischen Hunderdorf und Hermannsdorf kam es auf einer Strecke von 300 Metern zu vier Unfällen, an denen 44 Fahrzeuge mit rund 50 Insassen beteiligt waren, wie das Polizeipräsidium Niederbayern erklärte. Alle Verletzen wurden ins Krankenhaus gebracht.

An der Unfallstelle in der Nähe der Donau sei es spiegelglatt gewesen, sagte Polizeisprecher Klaus Pickel. Zudem gab es Nebel. Die Straße liege leicht erhöht, einige Autos seien die Böschung hinuntergefahren, andere zusammengestoßen oder gegen Leitplanken und Verkehrszeichen geprallt. "Es hat übel ausgesehen", sagte der Polizeisprecher. "Es ist ein Wunder, dass es bei 14 Verletzen geblieben ist."

APN/DPA
 
 
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