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21. November 2008, 12:36 Uhr

Susanne Klatten bricht ihr Schweigen

Seit Wochen ist Susanne Klattens Gesicht auf den Titelseiten, Magazine berichten über ihre Affäre mit einem "Gigolo" und die Erpressung. Die Quandt-Erbin schwieg. Noch nie hat sie mit einem Journalisten über ihr Leben gesprochen - nun bricht sie ihr Schweigen.

Klatten, BMW, Gigolo, Quandt

Zum Lachen war Susanne Klatten zuletzt seltener zumute© Frank Rumpenhorst/DPA

Erstmals hat sich die Milliardärin und Quandt-Erbin Susanne Klatten in einer Zeitung zu ihrer Erpressungsaffäre geäußert. Die Anzeige gegen den mutmaßlichen Erpresser Helg Sgarbi sei "ein Moment der Klarheit" gewesen, sagte die verheiratete Mutter von drei Kindern der "Financial Times Deutschland". "Es war unsere einzige Chance", sagte sie. "Anders geht das ewig weiter. Und das halten Sie nicht aus. Man muss sich wehren. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe." Die Berichterstattung durch die Medien sei für sie nicht einfach gewesen, sagte die 46-Jährige. "Das geht mir sehr nah. Da wird man ein zweites Mal zum Opfer."

Susanne Klatten erzählt, wie es war, nach dem Tod des Vaters mit Anfang dreißig Verantwortung bei BMW und Altana zu übernehmen. "Natürlich ist da auch Angst. Die Angst, bestehen zu können, die Angst, Fehler zu machen. Vieles, was ich tue, hat Folgen für andere. Und die Angst, sich zu blamieren, weil diese Fehler ja in der Öffentlichkeit kommentiert werden." Die Quandt-Erbin schildert, wie schwer es war, Vertrauen in andere Menschen zu fassen: "Ich habe häufig genug den Fehler gemacht, mich Menschen zu öffnen, die dieses Vertrauen nicht verdient haben. Dann wird man zum Opfer. Das ärgert einen. Das tut weh. Und ich frage mich hinterher: Wie konnte das passieren?"

Die Unternehmerin spricht auch erstmals über die Nazi-Vergangenheit der Quandts und die Aufarbeitung durch eine Historikerkommission. "Auf etwas Dunkles ist ein Licht geworfen worden", sagt sie. "Das ist immer besser, als wenn es im Dunkeln seine Kraft entwickelt."

Reichste Frau Deutschlands

Die BMW-Großaktionärin Klatten gilt mit einem geschätzten Vermögen von bis zu neun Milliarden Euro als reichste Frau Deutschlands. Die Unternehmerin kontrolliert auch den Chemiekonzern Altana.

Klatten hatte sich mehrfach mit Sgarbi in Hotels getroffen. Er soll sie zunächst mit einer erfundenen Geschichte von einem Unfall, für den ihn die Mafia verantwortlich mache, zur Zahlung von sieben Millionen Euro bewegt haben. Später soll er mit der Veröffentlichung von intimen Bildern gedroht und einen zweistelligen Millionenbetrag verlangt haben. Im Januar zeigte Klatten den Mann an, kurz darauf wurde der 43- Jährige in Österreich festgenommen. Seit März sitzt er in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft. Noch in diesem Jahr soll Anklage gegen Sgarbi erhoben werden.

DPA/FTD
 
 
KOMMENTARE (10 von 23)
 
paulali (22.11.2008, 15:26 Uhr)
mein gott immer diese
f... Geschichten, also mich langweilen Themen wie klatten geht fremd, Boris und seine Mädchen, S.Connor und ihr Knabe . vielmehr interessiert mich z.B. , wie Frau Klatten zu ihrer Familiengeschichte steht ...
Schnaafpaaf (22.11.2008, 14:42 Uhr)
Wenn sie so wäre,
wie sie sich im FREIWILLIG gegebenen Interview gern darstellt - verletzlich, öffentlichkeitsscheu, schlimm hintergangen und betrogen etc. - WARUM zum Geier gibt sie dann Interviews und drängt sich in die Öffentlichkeit. Masochistische Veranlagung, Mutter Theresa der vom Mammon gestressten Fremdgängerinnen oder Vorbereitung einer soap-opera auf Pro 7 ???
Ihr Mann tut mir leid, oder er ist ein Trottel oder 9,5 Mrd EURO sind kein Scheidungsgrund.
risky (22.11.2008, 13:57 Uhr)
Anderer Meinung
Ein Mann sagt " ich hab betrogen, es war ein Fehler".
Eine Frau sagt " ich wurde hineingetrieben durch die Probleme, verführt und konnte mich nicht wehren usw...
snort (22.11.2008, 13:28 Uhr)
was solls
wenn der mann fremdgeht klatschen die kumpels beifall.
verirrt sich eine von geld gestresste frau ists sofort "anrüchig".
dass die dame(immer noch) sich öffentlich gemacht hat zollt respekt ob des finanziellen und gesellschaftlichen hintergrundes.
das wäre so manchem staatsrepräsentanten so nicht zuzutrauen, die lassen sich bedienen und erpressen.
dass f.j.strauss im puff in n.y. die brieftasche im vollsuff geklaut wurde während der verhandlungen über den starfighter-kauf rechtfertigt doch immer, einen flughafen nach einem nuttenhengst zu benennen.
und das schwachmat kohl sich einer konkubine in den 30ern anvertraut die aufs erben aus ist spricht bände...
was im hause klatten vor sich geht ist obsolet genauso wie jemand an IHRER schlafzimmertüre horchen sollte.
si2008x (22.11.2008, 12:22 Uhr)
Na eben...
betrogen und belogen worden, wie Tausende andere Frauen auch. Was solls? Schlimmer ist es sicher für Frauen, die von ihrem Männern verlassen wurden, nun mit Kind(ern) dasitzen, alleinerziehend und ohne Millionen im Rücken. Vielleicht sollte sich Frau Klatten mal überlegen solchen Frauen zu helfen - hier spendet man echte Freude, und vielleicht findet man ganz zufällig dabei auch echte Freunde...
Nur_Mut (22.11.2008, 12:16 Uhr)
Ich habe kein Mitleid mit ihr sorry.
Sie hat ihrem Erpresser ihre Liebe und Ihr Geld zunächst freiwillig gegeben. An die würde Ihres Mannes und ihrer Kinder hat sie nicht gedacht. Ehebruch ist doch nicht weniger verwerflich.
Ihr Ehemann wird es ihr sicherlich verzeichnen, vergessen wird er aber nicht.
Frau Klatten ist immer noch nicht Klüger geworden. Schweigen ist Gold Reden ist Silber, frau Klatten, warum reden Sie noch. So werden sich die Menschen jegliche Kommentare über sie erlauben.
barbaros68 (22.11.2008, 07:52 Uhr)
wenn das uns passieren würde!
Am Anfang könnte man geringschaetzig denken "arme reiche Frau, wollte sich etwas Spass gönnen und ist in der Bredouille". Aber so einfach ist die Sache nicht. Lassen wir mal den Moralapostel links liegen. Ich denke um ein moralisches Urteil abzugeben, sollte die eigene auch von allem erhaben sein und bei wem ist das schon der Fall. Da hat eine der bekanntesten Frauen einen Fehler gemacht, jemand der an sich die Presse wie die Pest meidet und dann sich entschliesst, statt sich erpressen zu lassen, die ganze Sache an die Polizei und bei ihrer Stellung an die Presse zu übergeben. Mir nötigt das Respekt ab. Waere das einem Mann passiert würden viele denken, "was für ein Schlawiner, ein Potenzprotz" aber bei einer Frau wird sofort der Zeigefinger erhoben, "wie konnte sie nur, und sie hat auch noch Kinder". Sie hat und sie hat richtig getan. Sie hat wie sie selbst eingesteht einen Fehler gemacht, passiert in den besten Familien, aber sie hat den Fehler nicht kumuliert indem sie sich erpressen liess. Sie wusste was passieren wird und hat es auch in Kauf genommen und ich bin überzeugt das sie auf so eine Publicity gerne verzichtet haette. Also bevor man hier den Moralapostel spielt und den Zeigefinger über den eigenen Kopf hebt, gibt es einen alten Spruch den man beherzigen sollte: "Wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein". Hat noch nach 2000 Jahren seine Gültigkeit.
speedo61 (22.11.2008, 07:35 Uhr)
Respekt
Zunächst hatte ich etwas Schadenfreude, nun aber .... Respekt.
Nur nicht zu Kerner oder Beckmann oder irgendeinem anderen Schwachmaten gehen, Frau Klatten!
dutchinmex (22.11.2008, 05:58 Uhr)
Nur jeder/jede,
der/die nie im Leben es mal außerhalb der eigenen Ehe/Partnerschaft gemacht haben oder das so gerne mal versuchen möchte, darf hier was sagen; der Rest besteht nur aus neidischen Hypokriten, deren Posten gelöscht werden sollten. Wetten daß nur 3 oder gar weniger übrigbleiben?
arniston (22.11.2008, 01:40 Uhr)
solide aktion...
midleid lass dich prüfen, bist du bereit, hier nur zu büssen, wo so viel geld und zeit. wo der mensch gestellt und tausend held. herr lass nicht verblenden.
die leut nicht glücklich werden böse enden ...in gedanken an werwschenden..,,morgen kommt kerner !!
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