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22. August 2009, 12:28 Uhr

Professoren unter Korruptionsverdacht

Skandal an deutschen Hochschulen: Gegen bundesweit rund 100 Professoren wird wegen Betrugs mit Doktortiteln ermittelt. Nach Medienberichten sollen die Hochschullehrer von einem Institut für Wissenschaftsberatung Bestechungsgelder erhalten haben.

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Promotion leicht gemacht: Professoren haben ungeeigneten Kanditaten gegen Geld zum Doktortitel verholfen© Peter Kneffel/DPA

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt in ganz Deutschland gegen etwa hundert Professoren wegen des Verkaufs von Doktortiteln. Die meisten Verdächtigen seien Aushilfsprofessoren oder Privatdozenten, sagte eine Behörden-Sprecherin und bestätigte damit Berichte des Magazins "Focus" und der Zeitung "Neue Westfälische". Ihnen werde vorgeworfen, möglicherweise ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen zu haben.

Ein Institut für Wissenschaftsberatung in Bergisch Gladbach soll den Hochschullehrern dafür Schmiergelder gezahlt haben. Ermittler hatten bereits im März 2008 den Sitz des Instituts durchsucht. Nach Auswertung der Unterlagen wurden die Verdächtigen identifiziert.

Es handele sich um Hochschullehrer aus allen Fachbereichen, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Günther Feld. Die Beschuldigten sollen "Focus" zufolge Bestechungsbeträge zwischen 4.000 und 20.000 Euro bekommen haben, um promotionswilligen Akademikern schnell zu ihrem Doktortitel zu verhelfen. Betroffen sind dem Bericht zufolge unter anderem Hochschulen in Frankfurt am Main, Tübingen, Leipzig, Rostock, Jena, Bayreuth, Ingolstadt, Hamburg, Hannover, Bielefeld, Hagen, Köln und die Freie Universität Berlin.

DPA/AP
 
 
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